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Ticker Jahresrechnungen 2020

Dürntner Steuerzahler füllen die Gemeindekasse

Welche Gemeinde schrieb im Jahr 2020 rote Zahlen? Welche machte unverhofft Gewinn? Und inwiefern hat die Corona-Pandemie reingefunkt? Lesen Sie es in unserem Rechnungs-Ticker.

Redaktion
Züriost
Freitag, 30. April 2021, 18:00 Uhr Ticker Jahresrechnungen 2020
Steuereinnahmen, Investitionen, Rückstellungen – die Finanzabteilungen haben in vielen Gemeinden fertig gerechnet.
Archivfoto: Seraina Boner

Ticker

30. April: Dürnten

Das Jahr 2020 hat der Gemeinde Dürnten unerwartet viel Geld in die Gemeindekasse gespült. Die Jahresrechnung schliesst im Corona-Jahr mit einem Plus von rund 3,3 Millionen. Dies verkündet der Gemeinderat in einer Mitteilung. Budgetiert wurde ein Plus von lediglich 1800 Franken.

Durch den Gewinn steigt das Nettovermögen der Gemeinde auf 28,2 Millionen Franken. Das ergibt einen Pro-Kopf-Anteil von 3‘683 Franken – so viel wie noch nie in den vergangenen 30 Jahren.

Insgesamt hat die Gemeinde im letzten Jahr 52,9 Millionen eingenommen und 49,6 Millionen Franken ausgegeben.

Deutlich höhere Steuereinnahmen

Dieser unterwartet hohe Ertrag ist hauptsächlich einer zu pessimistischen Budgetierung der Steuererträge geschuldet. Im letzten Jahr zahlten die Dürntner rund 1,6 Millionen Franken mehr Einkommens- und Vermögenssteuern als erwartet. Dies sei auf die «ausserordentlich hohen Steuerveranlagungen» der letzten Jahre zurückzuführen, schreibt der Gemeinderat in der Mitteilung.

Aber auch bei den Grundstückgewinnsteuern hat die Jahresrechnung das budgetierte Ziel übertroffen: Die Einnahmen fallen um 1,3 Millionen Franken höher aus als im Budget vorgesehen. Grund für die unerwarteten Einnahmen seien Grossprojekte. Zudem verzeichnete das Wertschriftendepot der Gemeinde ein Plus von 200‘000 Franken.

Der Gemeinderat rechnet allerdings nicht damit, dass der Geldsegen auch in den nächsten Jahren anhalten wird: Die Steuereinnahmen würden wegen der Pandemie tiefer ausfallen. Ausserdem seien höhere Kosten für die Sozialhilfe und für Beiträge im Zusammenhang mit der Pandemie zu erwarten.

Einflüsse der Pandemie

Bereits im Jahr 2020 hat sich das Virus in einigen Bereichen sowohl auf der Aufwand- als auch der Ertragsseite bemerkbar gemacht. So zahlte die Gemeinde höhere Beiträge für die Spitex und Pflegefinanzierung.

Ausserdem kam es im bei der Altlastensanierung der Spielwiese Bogenacker sowie der Projektierung beim Neubau Schulhaus Turnerstrasse zu Verschiebungen infolge von Corona. Zu Verschiebungen, wenn auch nicht coronabedingt, kam es auch beim Ersatz der Versorgungsleitung an der Dürnter-, Rothaus- und Bubikonerstrasse sowie beim Baustart der Gewässerfestsetzung des Mannenrain- und des Felsenhofbaches.

Aufgrund dieser Verzögerungen fielen die Investitionen um 2,2 Millionen tiefer aus als erwartet. Von den geplanten 6,4 Millionen flossen lediglich 4,2 Millionen Franken.

29. April: Russikon

Es sind erfreuliche Zahlen, die der Russiker Gemeinderat im Rahmen der Jahresrechnung 2020 präsentieren kann. Aus einem Aufwand von 25,9 Millionen Franken und einem Ertrag von 28,1 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 2,2 Millionen Franken. Budgetiert war ein Plus von 51‘300 Franken.

Das bessere Ergebnis ist hauptsächlich auf Mehreinnahmen im Steuerbereich zurückzuführen, so der Gemeinderat in einer Mitteilung. Der betriebliche Aufwand von 24 Millionen Franken weist einen Mehraufwand von 212‘000 Franken aus. Die Mehreinnahmen bei den Steuern betragen rund 1,9 Millionen Franken. Der Steuerfuss beträgt 113 Prozent.

Das Resultat beinhalte eine Einlage in die finanzpolitischen Reserven von einer Million Franken. Im Jahr 2020 wurden Investitionen ins Verwaltungsvermögen in der Höhe von 2,6 Millionen Franken getätigt. Im gleichen Zeitraum beliefen sich die Einnahmen in der Investitionsrechnung auf 315‘000 Franken. Die Nettoinvestitionen betrugen somit gesamthaft 2,3 Millionen Franken – geplant waren Investitionen von 5,7 Millionen Franken.

Die nicht realisierten Investitionsvorhaben von 3,4 Millionen Franken sind grösstenteils das Resultat von Verzögerungen und wurden auf die kommenden Jahre verschoben.

Coronabedingte Mehr- und Mindereinnahmen

Die Coronapandemie habe in der Jahresrechnung zwar Spuren hinterlassen, es zeigten sich jedoch noch keine grossen negativen Auswirkungen. Die Konsequenzen der gesundheitspolitischen Massnahmen, die Ende März 2020 zur Eindämmung des Virus ergriffen wurden, waren einerseits finanzieller Art und andererseits mussten Arbeitsalltage und Arbeitsprozesse umgestellt werden.

Die finanziellen Folgen zeigen sich in fast allen Bereichen durch Mehr-, aber auch Minderaufwand. Die Schliessung von Anlagen wie der Bibliothek, Mehrzweck- und Sportanlagen verursachte einerseits weniger Unterhaltsaufwand, andererseits waren aber auch Mindereinnahmen zu verzeichnen. In der Schule mussten zudem Projektwochen oder Klassenlager abgesagt werden. Auf die Steuereinnahmen hatte die Pandemie noch keine Auswirkungen.

Das Eigenkapital betrug per 31. Dezember 2020 rund 39,6 Millionen Franken, die flüssigen Mittel beliefen sich auf 13,8 Millionen Franken. Ein Teil dieses Geldes soll für die Finanzierung der geplanten Sporthalle inklusive schulergänzendem Angebot verwendet werden. Über dieses Projekt wird am 13. Juni  an der Urne abgestimmt.

28. April: Zell

Die Jahresrechnung von Zell schliesst laut einer Mitteilung der Gemeinde mit einem Gewinn von 2,46 Millionen Franken deutlich besser ab als geplant. Budgetiert war lediglich ein Überschuss von knapp 180‘000 Franken. Das um etwa 2,3 Millionen Franken bessere Ergebnis geht auf diverse Abweichungen gegenüber dem Budget zurück.

Am stärksten beeinflusste der Bereich «Finanzen und Steuern» das Resultat. Bei den Steuern des Rechnungsjahres und der Vorjahre erzielte die Gemeinde Mehreinnahmen von knapp einer Million Franken. Ausserdem erhielt die Gemeinde aus dem Landverkauf im Schöntal rund 781‘000 Franken mehr als geplant. Die Gemeindeversammlung hatte dem Verkauf der Parzelle an die Eduard Steiner AG im Dezember 2019 zugestimmt.

2020 flossen zudem knapp 130‘000 Franken mehr an Baubewilligungsgebühren in die Kasse. Und der Aufwand für den Unterhalt der Gemeindestrassen blieb etwa 200‘000 Franken unter Budget.

Höhere Ergänzungsleistungen

Dem gegenüber standen aber auch Mehrausgaben – wenn auch in geringerem Masse. So schlug die Pflegefinanzierung mit rund 270‘000 Franken mehr zu Buche als veranschlagt. Die Ergänzungsleistungen fielen um etwa 300‘000 Franken höher aus als geplant. Und schliesslich verzeichnete auch der Bereich «Gesetzliche Wirtschaftliche Hilfe» einen Mehraufwand von zirka 200‘000 Franken. Keine wesentlichen Abweichungen zum Budget gab es im Bildungsbereich.

Bei den direkt beeinflussbaren Aufwandpositionen habe eine gute Budgetdisziplin geherrscht, bilanziert die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Der Gesamtaufwand betrug im letzten Jahr rund 41,2 und der Gesamtertrag etwa 43,7 Millionen Franken.

Weniger investiert

Die Gemeinde hat 2020 statt 6 lediglich etwa 4 Millionen Franken investiert. Gründe dafür seien Projekte, die noch im Bau sind, die nicht realisiert oder verschoben wurden. Die mittelfristige Finanz- und Aufgabenplanung (FAP 2020-2024) trage ebenfalls dazu bei, dass nur «absolut dringend notwendige Investitionen» getätigt wurden. «So wird unser Finanzhaushalt nicht übermässig belastet.»

Das Finanzvermögen nimmt 2020 um knapp 8 auf rund 33,2 Millionen Franken zu. Die Nettoinvestitionen und die getätigten Abschreibungen lassen das Verwaltungsvermögen von etwa 12,6 auf 16,1 Millionen Franken ansteigen. Das Fremdkapital steigt um etwa 5,5 auf rund 21,9 Millionen Franken an.

Durch den Gewinn, die Einlagen in die Spezialfinanzierungen Werke und die Einlage in die Vorfinanzierung Hochwasserschutz erhöht sich das Eigenkapital von 21,5 auf 27,5 Millionen Franken. Die Investitionen und der erarbeitete Cash-Flow führten zu einer Abnahme der Nettoverschuldung von rund 2,45 Millionen Franken, schreibt die Gemeinde abschliessend.

Der Selbstfinanzierungsgrad betrage 162 Prozent. Dieser werde gemäss den Richtwerten der kantonalen Aufsichtsstellen über die Gemeindefinanzen als «ideal» bezeichnet. (hug)

27. April: Grüningen

Die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde Grüningen weist laut einer Mitteilung einen Ertragsüberschuss von 1,093 Millionen Franken aus. Das  Budget sah lediglich einen Überschuss von 207’500 Franken vor. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von 16‘479‘009 Franken und einem Ertrag von 17‘572‘043 Franken. 

Die Abweichungen sind gemäss Mitteilung Nachwehen der Umstellung des Rechnungsmodells. Das Jahr 2020 sei das zweite Jahr nach HRM2, dem Harmonisierten Rechnungsmodell für Kantone und Gemeinden gewesen. Deshalb seien beim Budget 2019 diverse Ungenauigkeiten entstanden, die sich nun bis ins Jahr 2020 gezogen haben: Da beim Budgetprozess 2020 die Jahresrechnung vom 2019 noch nicht abgeschlossen war, konnten die Abweichungen noch nicht berücksichtigt werden.

Weniger Markt- und Feuerwehrausgaben

Das einzig Positive an einem Jahr ohne Grüninger Markt: Da der Frühlings- sowie der Herbstmarkt wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, entstand ein Minderaufwand. Auch bei der Feuerwehr gab es weniger Aufwand, da sie wegen der Pandemie weniger Übungen durchführen konnte.

Auch das Projekt “Entwicklung Stedtli” wurde wegen der Pandemie verschoben, weshalb sich in der allgemeinen Verwaltung Minderkosten ergeben haben: Nach dem Neujahrsempfang konnten keine weiteren Anlässe mehr durchgeführt werden.

Der ordentliche Steuerertrag ist gemäss Mitteilung gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. Die Grundstückgewinnsteuern sind ebenfalls weiterhin hoch.

Massiv höhere Pflegekosten

In Alters- und Pflegeheimen sowie bei der ambulanten Krankenpflege ist es gegenüber dem Budget zu massiv höheren Kosten von rund 285’000 Franken gekommen. Die Sanierungsarbeiten in der Alterssiedlung fielen dafür günstiger aus und beim Asylwesen wurden weniger Personen betreut.

Die Nettoinvestitionen waren tiefer als budgetiert. Ein Mehraufwand ist vor allem bei den Verwaltungsliegenschaften und den Gewässerverbauungen entstanden, ein Minderaufwand wird bei der Feuerwehr, den Gemeindestrassen und beim Elektrizitätswerk ausgewiesen.

Auch bei Schulgemeinde Ertragsüberschuss

Auch die Schulgemeinde Grüningen schliesst mit einem Plus. Der Ertragsüberschuss beträgt 1,344 Millionen Franken, budgetiert war lediglich ein Überschuss von 325’100 Franken. Gemäss der Mitteilung der Schulgemeinde vom 26. April wurde das Ergebnis massgeblich durch Mehreinnahmen bei den Gemeindesteuern von rund 1,708 Millionen beeinflusst.

21. April: Bäretswil

Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Bäretswil schliesst rund 124'000 Franken schlechter ab als im Budget vorgesehen. Dies verkündet der Gemeinderat am Mittwoch in einer Mitteilung. Mit einem Plus von rund 1,5 Millionen Franken schreibt die Gemeinde allerdings auch im Corona-Jahr 2020 schwarze Zahlen. Durch den Gewinn kann das zweckfreie Eigenkapital der Gemeinde auf 22,2 Millionen Franken erhöht werden.

Insgesamt hat die Gemeinde im letzten Jahr rund 27,6 Millionen Franken ausgegeben und rund 29,1 Millionen eingenommen. Das Budget sah dagegen einen Gesamtaufwand von 27,0 Millionen Franken und einen Gesamtertrag von 28,6 Millionen Franken vor.

Mehr Schüler im 10. Schuljahr

Mit 257‘903 Franken mehr als erwartet, schlugen Nettobeiträge für Sonderschulungen und KESB-Massnahmen zu Buche. Wie es in der Mitteilung des Gemeinderats heisst, musste die Schulpflege im letzten Jahr zusätzliche «teure Heimsonderschulungen» veranlassen. Ausserdem haben mehr Schülerinnen und Schüler als eigentlich vorgesehen das 10. Schuljahr besucht.

Auch im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV gab die Gemeinde mehr Geld aus als budgetiert. Diese Mehrkosten sind laut Mitteilung hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass mehr Bäretswiler 2020 entsprechende Leistungen bezogen haben. So waren mehr Personen in stationären Pflegeheimen untergebracht. Ausserdem erkläre sich die Zunahme der Bezüger durch die 2021 inkraftretende Reform der Ergänzungsleistungen, die eine Vermögensschwelle für den Anspruch auf Leistungen festlegt.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen fielen mit 2,2 Millionen Franken hingegen um 1,31 Millionen Franken geringer aus als budgetiert. Grund dafür ist laut Gemeinderat die Verschiebung des Erweiterungsbaus der Pflegewohnungen auf dieses Jahr sowie höhere Einnahmen über Anschlussgebühren.

Geringere Steuerkraft

Im Jahr 2020 zahlten die Bäretswiler weniger Einkommens- und Vermögenssteuern als noch 2019. Die Steuerkraft sei pro Einwohner im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent, respektive – 183 Franken – auf 2‘321 Franken zurückgegangen, schreibt der Gemeinderat.

Dafür sind die Einnahmen der Grundstückgewinnsteuern höher ausgefallen als erwartet, So konnten die geringeren Einnahmen aus den Einkommens- und Vermögenssteuern kompensiert werden. Insgesamt hat die Gemeinde Bäretswil so im Jahr 2020 rund 21,1 Millionen Franken Steuern eingenommen und den budgetierten Betrag im Bereich Steuern und Finanzen damit um gut 194'000 Franken übertroffen.

21. April: Bauma

Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Bauma schliesst laut einer Mitteilung mit einem hohen Überschuss von 1,813 Millionen Franken ab. Das Budget 2020 sah lediglich ein kleines Plus von rund 15'000 Franken vor.

Zum deutlich besseren Ergebnis haben Mehreinnahmen von etwa 1,3 Millionen Franken bei den allgemeinen Steuern und den Grundstückgewinnsteuern beigetragen. Durch das Einbringen des Gemeindewalds in die neue Waldkorporation resultierte zudem ein Buchgewinn von knapp 300'000 Franken. Zudem konnte die Gemeinde bei den meisten Budgetposten Geld einsparen.

Weniger Hallenbad-Einnahmen

Die Mehreinnahmen und Einsparungen wiegen die Verluste aufgrund der Corona-Massnahmen bei weitem auf, heisst es in der Mitteilung. Unter anderem schlug die Pandemie-bedingte Schliessung von Hallenbad und Bistro mit rund 250'000 Franken negativ zu Buche.

Die Vorfinanzierung der Hallenbad-Sanierung tangiert das aber nicht. Hierfür konnten im letzten Jahr wie geplant weitere 1,9 Millionen eingelegt werden – dank des Verkaufs des Grundstücks Grosswis. Der wie vorgesehen vollzogene Verkauf der ARA Bauma an die neue Gemeinsame Anstalt Regionale Abwasserentsorgung Tösstal wirkte sich ebenfalls positiv aus. Der Buchgewinn von 2,8 Millionen konnte in die Spezialfinanzierung Abwasser/ARA eingelegt werden.

Tiefere Investitionen

Die Netto-Gesamtinvestitionen betrugen 2020 lediglich 1,5 anstatt knapp 4 Millionen wie budgetiert. Viele der geplanten Projekte konnten aus verschiedenen Gründen nicht ausgeführt werden.

Finanzvorsteher Flavio Carraro (parteilos) ist mit dem Ergebnis zufrieden. «Wir freuen uns über den positiven Abschluss», wird er in der Mitteilung zitiert. «Es ist unserer ganzen Verwaltung gelungen, das erste Corona-Jahr gut zu meistern. Angesichts der anhaltenden Pandemie und der grossen anstehenden Investitionen werden wir mit den Gemeindefinanzen weiterhin mit grösster Sorgfalt umgehen.»

Durch den satten Gewinn hat sich das Eigenkapital der Gemeinde Bauma per 31. Dezember 2020 auf über 14 Millionen Franken erhöht. Die Nettoschuld reduzierte sich auf 1'666 Franken pro Einwohner. (hug)

16. April: Wildberg

Die Jahresrechnung 2020 der Politischen Gemeinde Wildberg schliesst rund 173'000 Franken besser ab als geplant. Budgetiert war ein Minus von 96'100 Franken. Letztlich resultierte ein Gewinn von 77'213 Franken. Die Gemeinde schreibt in einer Medienmitteilung, dass alle Aufgabenbereiche ausser dem Bereich «Soziale Sicherheit» besser abgeschlossen haben als budgetiert. In diesem Bereich entstanden Mehrkosten von 121'821 Franken «aufgrund von mehr Sozialfällen als budgetiert».

Weniger Wildberger in Pflegeheimen

Der Bereich «Gesundheit» weist gegenüber dem Budget ein um 77'966 Franken besseres Nettoergebnis auf. Dies ist hauptsächlich darauf zurück zu führen, dass weniger Wildberger Bürger in Pflegeheimen untergebracht waren. Das positive Ergebnis entstand vor allem auch durch höhere Grundstückgewinnsteuern. Hier betrug der Mehrertrag gegenüber dem Budget 163'032 Franken.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen beliefen sich 2020 auf 545'726 Franken, was einer durchschnittlichen Umsetzungsquote von 77 Prozent entspricht. «Es konnten alle geplanten Investitionsprojekte durchgeführt werden und teils wesentlich günstiger ausgeführt werden als geplant», schreibt die Gemeinde.

Als Beispiel nennt sie den Ersatz der Wasseruhren, der 34'252 Franken günstiger ausfiel. Das Nettovermögen pro Kopf beträgt 4244 Franken. Der Bilanzüberschuss im Steuerhaushalt weist per Ende Rechnungsjahr 2020 einen Bestand von 7,7 Millionen Franken aus.

Mehr Gewinn wegen Corona

Die Primarschulgemeinde Wildberg schliesst ihre Rechnung ebenfalls besser ab als budgetiert. Der Gewinn fällt mit 122'776 Franken um 66'000 Franken besser aus als geplant. Gründe hierfür sind vor allem die Massnahmen infolge des Coronavirus, schreibt die Gemeinde. «Sämtliche Schulen blieben während zehn Wochen geschlossen und auch danach wurden praktisch alle Ausflüge, Projekte und Weiterbildungen ersatzlos gestrichen.» Somit seien auch diverse budgetierte Ausgaben wie zum Beispiel Schulbus, Vikariate und so weiter gar nicht angefallen.

Die Primarschule verzeichnet ein um rund 100'000 Franken tieferes Steuereinkommen als budgetiert. Dies, weil im laufenden Jahr weniger Steuern von den Unternehmen in die Kasse geflossen sind. Ausserdem gab es Steuerkorrekturen der Gewinnsteuern von Unternehmen aus den Vorjahren.

Die beiden Jahresrechnungen 2020 waren die letzten separaten Abschlüsse der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde. Der Grund: Wildberg ist seit Anfang Jahr eine Einheitsgemeinde. (hug)

14. April: Egg

Eigentlich hatte der Egger Gemeinderat bei der Jahresrechnung fürs 2020 mit einem Verlust von über 1,8 Millionen Franken gerechnet. Die effektiven Zahlen, die der Gemeinderat jetzt in einer Mitteilung bekannt gibt, fallen allerdings weitaus erfreulicher aus: Anstelle des budgetierten Minus schliesst die Politische Gemeinde Egg das Jahr sogar mit einem leichten Plus von rund 220‘000 Franken ab. Das Resultat fällt also um mehr als 2 Millionen Franken besser aus als angenommen.

Während der Aufwand nur gerade 110‘000 Franken über dem budgetierten Wert liegt, ist der Ertrag über 2 Millionen Franken höher als erwartet.

Ein besseres Nettoergebnis als budgetiert, erzielte die Gemeinde in den Bereichen Gesundheit und Soziale Sicherheit mit 300‘000 und 365‘000 Franken über dem jeweils erwarteten Wert, während die übrigen Sachbereiche keine grossen Abweichungen vom Budget aufweisen.

Plus wegen höheren Steuereinnahmen

Die Hauptursache für das unerwartete Plus liegt gemäss Gemeinderat aber im Bereich Finanzen und Steuern: Der allgemeine Gemeindesteuerertrag fällt rund  1,5 Millionen Franken höher aus als budgetiert und die Grundstückgewinnsteuern liegen  0,84 Millionen Franken über dem Budget.

Insgesamt zeigt sich der Gemeinderat «befriedigt» über das Resultat der Jahresrechnung. Er deutet aber auch darauf hin, dass die schwarzen Zahlen mit Vorsicht zu geniessen sind, da sie «fast ausschliesslich auf die höheren Steuereinahmen zurückzuführen» seien.

«finanzielle Lage sehr anspruchsvoll»

Die grösseren Steuererträge hätten zur Folge, dass künftig der Finanzausgleich des Kantons geringer ausfalle. «Deshalb stellt das strukturelle Defizit unverändert eine grosse Herausforderung dar», schreibt der Gemeinderat.

Aus diesem Grund habe er die Verwaltung bereits vor einem Monat damit beauftragt, «Optimierungspotential» für die nächsten Jahre zu identifizieren. Abschliessend schreibt der Gemeinderat: «Die finanzielle Lage der Gemeinde zeigt sich nach wie vor sehr anspruchsvoll.»

Bei der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens schliesst Egg ebenfalls kleiner ab als geplant: Statt der budgetierten 8,2 Millionen Franken gab die Gemeinde nur rund 6 Millionen aus. Dazu kamen Einnahmen von rund 1,1 Millionen Franken, womit sich die Nettoinvestitionen insgesamt auf 4,9 Millionen Franken belaufen. (lah)

14. April: Rüti

Rütis finanzielle Lage bleibt weiterhin angespannt. Nachdem die Rechnung für das Jahr 2019 mit 2,3 Millionen Franken im Minus schloss, ist auch die letztjährige hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Rechnung für das Jahr 2020 schliesst mit 1,1 Millionen Franken im Minus ab und fällt damit rund 1,2 Millionen Franken schlechter aus als budgetiert, wie der Gemeinderat mitteilt. Somit beendet Rüti das Rechnungsjahr zum zweiten Mal in Folge in den roten Zahlen.

Einem Ertrag von 61,7 Millionen Franken steht ein Aufwand von 62,7 Millionen Franken gegenüber. Die Erfolgsrechnung des Steuerhaushaltes weist gegenüber dem Budget auf der Ertragsseite ein Plus von 400‘000 Franken aus und auf der Aufwandseite ein Plus von 1,6 Millionen. Dabei spülten die Grundstücksteuereinnahmen eine Million Franken mehr in die Kassen als budgetiert und konnten so den ausgebliebenen budgetierten Gewinn von 1,2 Millionen Franken aus der Neubewertung des Grundstücks Bandwies praktisch kompensieren. Die Neubewertung konnte nicht umgesetzt werden, weil das Stimmvolk den Gestaltungsplan Bandwies 2020 an der Urne abgelehnt hatte.

Entlastet wurde die Rechnung zudem durch zusätzliche Kantonsbeiträge von 800‘000 Franken, die der Kanton wegen gestiegener Ausgaben bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe und den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV ausrichtete. Die Steuereinnahmen hingegen blieben um 400‘000 Franken hinter den Erwartungen zurück.

Der Gemeinderat macht vor allem zwei Bereiche für den Anstieg der Ausgaben verantwortlich: Die Ergänzungsleitungen zur AHV/IV schluge mit 1,1 Millionen Franken, und die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe mit einer Million Franken mehr zu Buche als budgetiert. Auch die Beiträge zur Pflegefinanzierung fielen rund 200‘000 Franken höher aus als erwartet. Ebenfalls 200‘000 Franken kostete der Sondereinsatz durch den Sicherheitszweckverband Bachtel wegen der Corona-Pandemie.

Um 3,3 Millionen Franken tiefer als erwartet, fielen die Nettoinvestitionen des steuerfinanzierten Haushaltes aus. Sie betrugen 4,7 Millionen Franken, wie der Gemeinderat schreibt. Dies weil es zu einer erneuten Verschiebung der Sanierung des Flachdaches des Gemeindehauses sowie bei der Investition für den Wärmeverbund ARA gab. Auch im gebührenfinanzierten Haushalt blieben die Investitionen unter den Erwartungen. Mit 4,1 Millionen Franken waren sie rund 1,5 Millionen Franken tiefer als budgetiert.

Die Bilanzsumme betrug am Ende des Rechnungsjahrs 126,7 Millionen Franken. Das Minus von 1,1 Millionen Franken verringerte das Eigenkapital des Steuerhaushaltes auf 45,9 Millionen Franken. Das Nettovermögen schrumpfte im vergangenen Jahr um 3,2 Millionen Franken. Es beträgt heuer noch 7,9 Millionen Franken. Die Rechnung 2020 wird den Rütnern und Rütnerinnen an der Gemeindeversammlung am 14. Juni vorgelegt.

14. April: Uster

Die Stadt Uster schliesst ihre Rechnung 2020 mit einem Minus von 5,6 Millionen Franken. Budgetiert war sogar ein Minus von 9 Millionen Franken. Trotz Corona-Pandemie sehen die Ustermer Stadtfinanzen also etwas besser aus als befürchtet.

Der Abschluss 2020 fällt um 3,4 Millionen Franken besser aus als das Budget inklusive Nachtragskredit, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Der Nachtragskredit betrug 5,9 Millionen Franken und sollte die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen, etwa in Form von Soforthilfe. Darin enthalten sind aber auch die Kosten für das Home Office der Verwaltung oder höhere Reinigungskosten.

Finanzvorstand vorsichtig optimistisch

Die Steuererträge fielen im vergangenen Jahr mit 113,5 Millionen Franken um 7,5 Millionen besser aus als jene des Vorjahres. Allerdings lieferten nur die natürlichen Personen mehr in die Stadtkasse ab. Bei den Unternehmen nahmen die Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent ab.

Finanzvorsteher Cla Famos (FDP) ist vorsichtig optimistisch, was die Zukunft betrifft. Erste Anzeichen liessen hoffen, dass die Impfung die gewünschte Wirkung erziele und die Massnahmen in naher Zukunft gelockert werden könnten, wird er in der Mitteilung zitiert. Wie sich das auf die Steuereinnahmen auswirke, sei aber unklar. «Eine umsichtige Ausgabenpolitik ist deshalb weiterhin notwendig». (sda)

13. April: Fehraltorf

Der Fehraltorfer Gemeinderat rechnete für das Jahr 2020 mit einem Minus von rund 975‘000 Franken. Wie die Jahresrechnung nun zeigt, fällt der Verlust um knapp 196‘000 Franken geringer aus: Bei einem Aufwand von 45,6 Millionen Franken und einem Ertrag von 44,8 Millionen Franken resultiert ein Defizit von knapp 800'000 Franken. 

Bei den Steuern 2020 resultierten Mindereinnahmen von 1,4 Millionen Franken, bei den Steuern früherer Jahre hingegen hat die Gemeinde hingegen 403‘000 Franken mehr eingenommen als kalkuliert. Bei den Grundstückgewinnsteuern, die aus Die Grundstückgewinnsteuern, die aus Käufen und Verkäufen von bebauten oder unbebauten Grundstücken entstehen, nahm die Gemeinde 1,9 Millionen Franken ein – rund 145‘000 Franken mehr, als budgetiert. Die übrigen Steuerbereiche schliessen mit einer Budgetabweichung von 329‘000 Franken Minderertrag ab, so der Gemeinderat.

Investitionen führen zu Steuererhöhung

Was die geplanten Investitionen angeht, konnten im Jahr 2020 nur etwa 60 Prozent davon realisiert werden. Dies entlaste die Jahresrechnung. Die kommenden Investitionen – der Neubau der Mehrzweckhalle mit Lehrschwimmbecken in der Höhe von 22,5 Millionen Franken zum Beispiel – werden jedoch eine leichte Steuerfusserhöhung notwendig machen, damit der Finanzhaushalt auch in den nächsten Jahren stabil bleibe.

Gemäss den kantonalen Empfehlungen ist der Gemeinderat beim Finanzplan und im Budget 2021 davon ausgegangen, dass der Einbruch bei den Steuereinnahmen 6,5 Prozent betragen wird. Erst der Rechnungsabschluss 2021 wird zeigen, wie die Gemeinde Fehraltorf die Pandemie in finanzieller Sicht bislang gemeistert hat. Die Jahresrechnung wird der Rechnungs-Gemeindeversammlung vom 14. Juni 2021 zur Genehmigung unterbreitet.

13. April: Mönchaltorf

Die Jahresrechnung 2020 von Mönchaltorf schliesst mit einem Ertragsüberschuss ab. Bei einem Aufwand von 26,5 Millionen Franken resultiert ein Plus von rund 4,1 Millionen.

Im Budget 2020 war der Gemeinderat noch von einem kleinen Plus in der Höhe von 39‘500 Franken ausgegangen. Wie die Behörde in einer Mitteilung schreibt, habe der Bewertungsgewinn der gemeindeeigenen Grundstücke im Gebiet in der «Silbergrueb»  von rund 3'500'000 Millionen Franken im Wesentlichen zu dem guten Rechnungsergebnis beigetragen. Das Gebiet habe infolge der Erschliessung neu bewertet werden müssen. «Ausserdem fielen trotz der Coronavirus-Pandemie die Erträge bei den allgemeinen Steuern und dem Finanzausgleich infolge des Bevölkerungswachstums höher aus», heisst es weiter.

Die Sorgen des Gemeinderats

Ohne diese Effekte hätte das budgetierte Ergebnis jedoch unter anderem aufgrund der massiv gestiegenen Kosten im Bereich der Pflegefinanzierung nicht erreicht werden können. Rund 410‘000 Franken mehr als im Voranschlag gab die Gemeinde aus. Somit fielen bei der Pflegefinanzierung rund 1,4 Millionen Franken an.

Dieser drastische Antstieg bereite dem Gemeinderat Sorge, heisst es in der Mitteilung. «Hier gilt es die Entwicklung genau zu beobachten.» Ansonsten nehme der Gemeinderat «im Wissen um die Einmaligkeit und Ausserordentlichkeit den deutlichen Ertragsüberschuss erfreut zur Kenntnis». Grundsätzlich könne die Entwicklung der Erfolgsrechnung, mit einigen Ausnahmen, vorsichtig optimistisch beurteilt werden. Allerdings könnten die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie weiterhin nur schwierig abgeschätzt werden.

12 April: Schwerzenbach

Die Gemeinde Schwerzenbach konnte in den letzten Jahren gleich fünf Mal in Folge teils grosse Ertragsüberschüsse verbuchen. Nun ist die Erfolgssträhne zu Ende: Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Minus von 867‘316 Franken.

Aufwandüberschuss «verfehlt»

Dieses Minus resultiert aus einem Aufwand von 18‘158‘252 Franken gegenüber einem Ertrag von 17‘290‘936 Franken. Zwar hat der Gemeinderat einen Aufwandüberschuss budgetiert, wie er in einer Mitteilung schreibt. Doch eben nur einen in der Höhe von 129‘900 Franken. Somit sei der budgetierte Aufwandüberschuss «verfehlt» worden.

Der schlechter ausgefallene Abschluss der Erfolgsrechnung sei zwar wenig erfreulich, aber doch «nicht besorgniserregend», heisst es weiter. Als Begründung schreibt die Gemeinde, dass die schlecht ausgefallene Erfolgsrechnung zum Zeitpunkt der Budgetierung im Sommer 2019 nicht habe erwartet werden können.

Zu optimistisch budgetiert

Bereits während des laufenden Rechnungsjahres 2020 habe tendenziell festgestellt werden können, dass zum einen gewisse Positionen «vermutlich zu optimistisch budgetiert» worden seien. Zum anderen habe man zum Zeitpunkt der Budgetierung nicht alle Kalkulationen im tatsächlichen Ausmass erfasst.

Die Rechnung wird an der Gemeindeversammlung vom 12. Juni vorgelegt.

12. April: Gossau

Wäre dieses Resultat negativ statt positiv, hätte der Gemeinderat Gossau wohl grossen Ärger am Hals. Die Exekutive hat das Budget 2020 etwas gar pessimistisch erstellt - die Rechnung fällt zehnmal besser aus. Statt 694'000 Franken landet die Rechnung 7,05 Millionen Franken im Plus. Ein «rekordverdächtiger Ertragsüberschuss», wie der Gemeinderat in einer Mitteilung festhält.

In Zahlen: Ausgegeben hat die Gemeinde gut 60,12 Millionen Franken, erwirtschaftet hat sie 67,17 Millionen.

Die Gründe dafür sind mannigfaltig und – wie so oft – zumindest teilweise in der Budgetierung der Steuererträge zu finden. Sowohl bei den ordentlichen Steuern als auch bei den Grundstückgewinnsteuern habe man nochmals Verbesserungen erzielen können, wie bereits im Vorjahr, so der Gemeinderat. Rückgänge durch die Pandemie erwartet die Gemeinde durchaus, aber erst in den Folgejahren.

Massgeblich zum besseren Resultat beigetragen hat aber auch ein buchhalterischer Effekt: Die Zonenplanänderung im Gebiet Unterhofen von Landwirtschaft zur Wohnzone hat der Gemeinde einen Bewertungsgewinn von 2 Millionen Franken «in die Rechnung gespült».

Minderkosten sind ein weiterer Grund für die Resultatsverbesserung – insbesondere im Schulbereich. Wegen der Pandemie waren Anlässe wie Schulreisen oder Klassenlager abgesagt, was ansehnliche Einsparungen zur Folge hat.

Interessant ist auch die Investitionsrechnung: Eigentlich hätte der Gemeinderat für gut 7 Millionen Investitionen geplant, doch letztlich flossen davon nur 4,9 Millionen Franken. Davon ging mit 2 Millionen Franken ein wesentlicher Teil an die neue Sporthalle. Sanierungen bei Schulhäuser und Strassen machten fast den gesamten Rest aus.

Die Folgen des guten Abschlusses sind klar: Der Gemeinderat kann Fremdkapital von gut 3,3 Millionen Franken abbauen; dazu kurz- und langfristige Darlehen um sogar 5 Millionen Franken. Durch diese Bilanzveränderungen erhöht sich das Eigenkapital um 6,9 Millionen auf rund 94.3 Millionen Franken.

9. April: Hinwil

Es sind positive Zahlen, die der Hinwiler Gemeinderat in der Jahresrechnung 2020 präsentiert: Bei einem Aufwand von 52,3 Millionen Franken und einem Ertrag von 66,7 Millionen Franken resultiert ein Plus von 14,4 Millionen Franken. Wie man der Medienmitteilung der Gemeinde entnehmen kann, liegt der Betrag über den Erwartungen – budgetiert war ein Plus von etwas mehr als 800‘0000 Franken.

Hauptgründe für das Ergebnis sind hohe Mehrerträge, sowohl bei den allgemeinen Steuern als auch bei den Grundstückgewinnsteuern. Minderaufwendungen resultieren in den Bereichen Behörden und Verwaltung und Umweltschutz und Raumordnung, Mehraufwendungen in den Bereichen ambulante Krankenpflege und Soziales.

Ein Darlehen wurde zurückbezahlt

Einen massiven Einfluss auf den guten Abschluss hatte auch ein Darlehen von 16 Millionen Franken, das die Gemeinde der Stiftung Wohnen im Alter Hinwil gewährt hat. Dies hat das Stimmvolk an einer Urnenabstimmung 2008 genehmigt, zusammen mit der Gründung der Stiftung.

Gemäss Vorgabe des Kantons hatte die Gemeinde das Darlehen als abschreibungspflichtiges Verwaltungsvermögen zu bilanzieren. Der effektive Darlehensbetrag hat per 31. Dezember 2019 noch 11 Millionen Franken betragen. Dank des günstigen Zinsniveaus hat sich die Stiftung auf dem Kapitalmarkt günstiger refinanzieren können und der Gemeinde das gesamte Darlehen Ende 2020 zurückbezahlt.

«Diese Rückzahlung hat die Jahresrechnung 2020 der Politischen Gemeinde mit dem einmaligen Effekt von wieder eingebrachten Abschreibungen im Betrag von 9,13 Millionen Franken begünstigt», so der Gemeinderat in seiner Medienmitteilung.

Drei grosse Neubauprojekte

Die Investitionsrechnung weist bei Ausgaben von 8,5 Millionen Franken und Einnahmen von 2,7 Millionen Franken Nettoinvestitionen von 5,8 Millionen Franken aus. Budgetiert waren 11 Millionen. Die Differenz ist unter anderem auf die Rückzahlung des Darlehens der Stiftung Wohnen im Alter Hinwil sowie auf Minderausgaben bei diversen laufenden Projekten zurückzuführen. Für die drei grossen Neubauprojekte Sportanlage Hüssenbüel, Werkhof und Kita/Kiga sind im Jahr 2020 gesamthaft 4,3 Millionen Franken investiert worden. 

Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 19. Juli 2019 für die Politische Gemeinde Hinwil die finanzpolitischen Ziele definiert. Das Cash-Flow-Ziel von mindestens 2,5 Millionen Franken aus dem Steuerhaushalt ist mit 16,2 Millionen Franken deutlich übertroffen worden. Das Eigenkapital beträgt neu 42 Millionen Franken und liegt damit deutlich über der definierten Bandbreite von 15 bis 30 Millionen. Das Nettovermögen pro Einwohner betrug Ende vergangenes Jahr 1028 Franken. Die Gemeinde Hinwil steht somit finanziell gesund da. (tas)

7. April: Wald

Es sind erfreuliche Zahlen, die der Walder Gemeinderat vorweisen kann: Der Ertragsüberschuss für das vergangene Jahr beträgt 3,167 Millionen Franken. Und das, obwohl nur 0,452 Millionen Franken budgetiert waren.

Die Gründe für das gute Ergebnis liegen gemäss Mitteilung  vor allem bei einem Mehrertrag an Steuereinnahmen (plus 955’000 Franken) und höheren Grundstückgewinnsteuern (plus 533’000 Franken). Demgegenüber blieb der Ertrag aus Quellensteuern um 266'000 Franken hinter den Erwartungen zurück: Budgetiert waren 700'000 Franken.

Corona senkt Bildungskosten und erhöht Gesundheitskosten

Auch bei der Bildung ist das Resultat um rund 1 Million Franken besser als budgetiert, wofür zur Hälfte die tieferen Ausgaben externer Sonderschulungen verantwortlich sind. Zur anderen Hälfte sind es die tieferen Kosten für die Schulliegenschaften, geringere Personalkosten sowie viele schulische Aktivitäten, die wegen der Pandemie nicht durchgeführt werden konnten. Dazu gehörten unter anderem Klassenlager, Schulreisen und Exkursionen.

Im Bereich Gesundheit sind die Ausgaben seit Beginn der Corona-Pandemie gestiegen: Eine Viertel Million Franken betragen dort die Mehrkosten für die Pflegefinanzierung. Die grösste Abweichung gegenüber dem Budget betrifft die Soziale Sicherheit mit rund 1,2 Millionen Franken. Im Gegenzug betrugen die Mehrerträge aus Rückerstattungen auf der Ertragsseite 1,4 Millionen Franken.

Fast eine Million Franken tiefer war der Ressourcenzuschuss des Kantons Zürich im ersten Corona-Jahr: Er betrug 20'489'041 Franken, was einen Minderertrag gegenüber dem Vorjahr von 910'000 Franken bedeutet.

Schönere Schulen, Strassen und Schiessanlagen

Die Nettoinvestitionen betrugen rund 8,1 Millionen Franken und wurden in diverse Projekte der Schulliegenschaften (rund 2,7 Millionen Franken), den Unterhalt von Gemeindestrassen (rund 2,2 Millionen Franken), in die Sanierung mehrerer Schiessanlagen (rund 1,3 Millionen Franken), in die Umwelt und Raumordnung (rund 1,5 Millionen Franken) sowie in die Fertigstellung des Holz-Wärmeverbunds Hallenbad (400’000 Franken) investiert.

Fast eine Million Franken tiefer war der Ressourcenzuschuss des Kantons Zürich im ersten Corona-Jahr: Er betrug 20'489'041 Franken, was einen Minderertrag gegenüber dem Vorjahr von 910'000 Franken bedeutet.

Die Nettoinvestitionen betrugen rund 8,1 Millionen Franken und wurden in diverse Projekte der Schulliegenschaften (rund 2,7 Millionen Franken), den Unterhalt von Gemeindestrassen (rund 2,2 Millionen Franken), in die Sanierung mehrerer Schiessanlagen (rund 1,3 Millionen Franken), in die Umwelt und Raumordnung (rund 1,5 Millionen Franken) sowie in die Fertigstellung des Holz-Wärmeverbunds Hallenbad (400’000 Franken) investiert.

7. April: Wila

Die Jahresrechnung 2020 der Politischen Gemeinde Wila hat mit einem Gewinn von 848'693 Franken abgeschlossen, wie der Gemeinderat in seinem jüngsten Verhandlungsbericht schreibt. Das Ergebnis fällt um gut 1,1 Millionen besser aus, als erwartet. Budgetiert hatte Wila nämlich einen Verlust von 288'400 Franken. Die positive Abweichung begründet der Gemeinderat mit deutlich tieferen Aufwänden in den Bereichen Soziale Sicherheit und Gemeindestrassen.

Hinzu kommen aussergewöhnlich hohe Grundstückgewinnsteuereinnahmen. Letztere beliefen sich auf 829'036 Franken, budgetiert waren lediglich 450'000 Franken. Noch keinen Einfluss habe die Pandemie auf die Gemeindefinanzen. «Die negativen Konsequenzen der Pandemie auf den Finanzhaushalt werden wohl erst in zukünftigen Rechnungsjahren spürbar werden», schreibt der Gemeinderat. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen beliefen sich 2020 auf rund 1,88 Millionen Franken.

Davon betreffen 1,1 Millionen Franken die gemeinsame Anstalt «Regionale Abwasserentsorgung Tösstal». Die grösste Abweichung zum Budget resultiere aus der Rückweisung der Sanierung der Aegetswilerstrasse durch die Gemeindeversammlung. Insgesamt zeigt sich der Wilemer Gemeinderat zufrieden mit der Finanzlage. «Die Fremdkapitalisierung ist durch ein langfristiges Darlehen zu guten Konditionen über die nächsten Jahre gesichert.» Das Nettovermögen betrug Ende 2020 553 Franken pro Einwohner. (rl)

6. April: Turbenthal

Die Politische Gemeinde Turbenthal erzielte 2020 einen Gewinn von 1,9 Millionen Franken. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung. (Archivfoto: tth)

31. März: Wetzikon

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung 2020 der Stadt Wetzikon. (Archivfoto: Seraina Boner)

29. März: Pfäffikon

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung 2020 der Gemeinde Pfäffikon. (Archivfoto: Seraina Boner)

26. März: Dübendorf

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung 2020 der Stadt Dübendorf. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

25. März: Hittnau

Mit einem Ertragsüberschuss von über 900‘000 Franken schliesst die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Hittnau unerwartet gut. Gegenüber Budget beläuft sich die Verbesserung auf 566‘000 Franken, dies bei einem Aufwand von 14,7 Millionen Franken und einem Ertrag von 15,6 Millionen Franken.

Wie im Vorjahr führten höhere Steuerbezüge zu höheren Einnahmen. Während das kantonale Mittel der Steuerkraft sinkt, steigt jedoch die Hittnauer Steuerkraft an. Dies führte dazu, dass der Anspruch auf Finanz- und Lastenausgleich um rund 450‘000 Franken tiefer ausfiel als budgetiert.

Die Pandemie hat in verschiedensten Positionen ihre Spuren hinterlassen. Es zeigte sich, dass die EDV-Infrastruktur der Verwaltung die Anforderungen beim mobilen Arbeiten nicht erfüllen konnte. So musste ein erst für nächstes Jahr geplanter Ersatz des Servers vorgezogen werden. Der Gesamteinfluss der Pandemie lasse sich jedoch nicht beziffern, da sich Mehr- und Minderaufwendungen auf verschiedenste Konten verteilen, so der Gemeinderat.

Bei den Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen waren Vorhaben im Umfang von 1,73 Millionen Franken vorgesehen. Die Umsetzung blieb jedoch mit Nettoeinnahmen von 94‘200 Franken rund 1,82 Millionen Franken weit hinter dieser Zielsetzung zurück. Insbesondere beim Bau des Gemeindehauses 2.0 war zum Zeitpunkt der Budgetierung von einem höheren Umsetzungsanteil im 2020 ausgegangen worden.

Die Rechnung der Schule Hittnau schliesst statt dem budgetierten leichten Plus bei einem Aufwand von 9,6 Millionen Franken und Erträgen von 9,5 Millionen Franken mit einem Defizit von rund 60‘000 Franken. Die Pandemie verursachte in einigen Bereichen spürbaren Mehraufwand. So beliefen sich allein die personellen Zusatzkosten für Desinfektionsarbeiten auf rund 45‘000 Franken.

Ertragsseitig konnten deutlich mehr Steuern vereinnahmt werden: Das Plus gegenüber dem Budget beläuft sich auf fast 795‘000 Franken. Wegen der gestiegenen Steuerkraft ist auch hier der Finanz- und Lastenausgleich aber weiter rückläufig. 714‘600 Franken beträgt der entsprechende Minderertrag, womit die erfreuliche Steuerentwicklung fast zunichte gemacht wird. (zo)

25. März: Fällanden

Der Fällander Gemeinderat kann für einmal erfreuliche Zahlen vorweisen: Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Plus von knapp sechs Millionen Franken. Einem Aufwand von 43,4 Millionen Franken steht ein Ertrag von 49,3 Millionen Franken gegenüber. Ursprünglich hatte der Gemeinderat einen Ertragsüberschuss von 1,3 Millionen Franken budgetiert.

Die Gründe für das gute Ergebnis liegen gemäss Mitteilung vor allem bei höheren Grundstückgewinnsteuern, höheren Steuereinnahmen, einer höheren ZKB-Dividende sowie tieferen Abschreibungen. Vor allem die Steuererträge würden ein erfreuliches Bild zeigen, so der Gemeinderat. Bei den ordentlichen Steuereinnahmen lägen diese nämlich rund 3,1 Millionen Franken über dem budgetierten Wert. Noch etwas höher fallen die Grundstückgewinnsteuern aus: Diese betragen rund 3,4 Millionen Franken mehr als budgetiert.

Aufwände habe es im vergangenen Jahr vor allem wegen der Corona-Pandemie gegeben. So hätten zahlreiche kulturelle und politische Veranstaltungen abgesagt werden müssen und der Verkauf der SBB-Tageskarten sei wegen des Lockdowns komplett eingebrochen.

Zudem hat die Anschaffung von Schutzmaterial zu Mehraufwendungen geführt. Weiter seien bei der wirtschaftlichen Hilfe höhere Ausgaben zu verzeichnen und das Bistro des Alterszentrums Sunnetal habe für externe Besucher schliessen müssen. Dadurch resultiert im Ressort Gesundheit ein Mehraufwand von einer Million Franken gegenüber dem Budget 2020.

Die Gemeinde tätigte im vergangenen Jahr Nettoinvestitionen von rund 1,2 Millionen Franken. Dies entspreche einer Realisierungsquote von 40 Prozent. Vor allem die Sanierung des Friedhofsgebäudes sowie die Instandsetzung des Gemeindehauses hätten nicht wie geplant vorangetrieben werden können. Auch im Strassenbereich wurden diverse Projekte aus Witterungsgründen verschoben. (kev)

24. März: Volketswil

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung 2020 der Gemeinde Volketswil. (Foto: Christian Merz)

22. März: Illnau-Effretikon

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zur Rechnung 2020 der Stadt Illnau-Effretikon. (Foto: Seraina Boner)

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