×
Vom Kanton angeordnet

Corona-Massentest an der Primarschule Hittnau

An der Primarschule Hittnau wird am Freitag flächendeckend auf Corona getestet. Der Grund: In vier Primarklassen sind mehrere Fälle von Corona-Infektionen aufgetreten. Zwei der Klassen befinden sich seit Mittwoch in Quarantäne.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 25. März 2021, 15:16 Uhr Vom Kanton angeordnet
Maskenpflicht gilt erst ab der 4. Klasse, dementsprechend unterschiedlich sind die Protokolle für Unter- und Mittelstufe.
Symbolbild Keystone

Die Schule Hittnau ist aktuell vom Corona-Virus stark betroffen. Bis am Mittwoch sind an vier Primar- und einer Sekundarklasse Infektionen bekannt geworden, wie die Schule in einer Mitteilung schreibt. Am Mittwochabend habe der Kantonsärztliche Dienst reagiert und eine Ausbruchstestung der gesamten Primarschule – Kinder und Lehrpersonen – angeordnet. Diese findet am Freitagvormittag in der Mehrzweckturnhalle statt. Es wird ein PCR-Test mittels Spucktest durchgeführt. Lehrpersonen und Eltern wurden von der Schulleitung im Verlauf des Donnerstags entsprechend informiert.

Weil an der Sekundarschule bisher nur ein positiver Fall verzeichnet werden musste, ist diese Stufe vom aktuellen Ausbruchstest nicht betroffen. Gleiches gilt für den Kindergarten, wo keine Covid-Infektionen bekannt sind.

Altersabhängige Massnahmen

Die Massnahmen, die beim Auftreten von Corona-Fällen ergriffen werden, sind je nach Alter der Kinder unterschiedlich, heisst es in der Mitteilung weiter. In der Unterstufe besteht für die Schülerinnen und Schüler keine Maskentragpflicht.

Das hat bei den beiden 2. Klassen, in denen Infektionsfälle auftraten, Konsequenzen: Der Unterricht wurde eingestellt, sämtliche Schülerinnen und Schüler müssen sich bis vor Ostern in Quarantäne begeben. Gleiches gilt auch für die Lehrpersonen der betroffenen Klassen. Für sie gilt zwar Maskenpflicht während des gesamten Unterrichts. «Der geforderte Abstand von 1.5 Metern kann gegenüber kleinen Kindern jedoch nicht konsequent eingehalten werden, so dass das kantonale Contact Tracing Quarantäne verfügte.»

Neben den Schulklassen ist auch die ausserschulische Betreuung betroffen. (Archivfoto: Seraina Boner)

Weniger einschneidend sind die Massnahmen an Mittel- und Oberstufe. An je einer 4., 5. und 1. Sekundarklasse wurden Kinder positiv getestet. Ab der 4. Klasse besteht für alle Schülerinnen und Schüler Maskenpflicht. Deshalb müssen «nur» die betroffenen Kinder selbst sowie deren Eltern und Geschwister in Quarantäne. Ansonsten läuft der Unterricht im normalen Rahmen weiter

Auch Betreuungsangebot betroffen

Die Folgen der Ansteckungen reichen gemäss Mitteilung allerdings über den Unterricht hinaus. Die drei Personen, die in der ausserschulischen Betreuung im Einsatz stehen, hatten Kontakt mit positiv getesteten Kindern und müssen sich demzufolge ebenfalls in Quarantäne begeben. Da damit das gesamte Betreuungspersonal ausfällt, mussten die Betreuungsangebote bis Ostern eingestellt werden. Nicht davon betroffen ist der Mittagstisch, wo der Betrieb – zumindest vorderhand – mit kurzfristig rekrutiertem Ersatzpersonal aufrechterhalten werden kann.

Kommentar schreiben