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Entspannung in Sicht?

Berset deutet Lockerungen von Corona-Massnahmen an

Gesundheitsminister Alain Berset reagiert auf die Kritik von bürgerlichen Politikern an der Corona-Strategie des Bundesrates.

Redaktion
Züriost
Freitag, 12. Februar 2021, 07:53 Uhr Entspannung in Sicht?
Alain Berset wehrt sich gegen Vorwürfe, der Bundesrat verfolge keine Strategie in der Corona-Pandemie (Archivfoto: Keystone)

Alain Berset ruft die Schweizer Bevölkerung zur Geduld in der Corona-Pandemie auf. Kritik am strikten Kurs bei den Massnahmen weist der Gesundheitsminister zurück. Dennoch deutete Berset in Interviews mit Westschweizer Zeitungen Lockerungen an.

Der Bundesrat werde an seiner Sitzung von kommender Woche seine Linie festlegen und anschliessend die Kantone konsultieren. Die Landesregierung verstehe die Frustrationen in der Schweizer Bevölkerung und wünsche sich ebenfalls Lockerungen.

Flexibilität ist Strategie

Die wichtigsten Indikatoren der Schweiz in der Corona-Pandemie deuteten auf eine Entspannung hin. Dennoch gelte es im Hinblick auf die Entwicklung der neuen Virus-Mutationen, vorsichtig zu bleiben. Die FDP und die SVP hatten zuletzt vehement Lockerungen gefordert.

Wann rechnen Sie mit einer Lockerung der Corona-Massnahmen?

Auswahlmöglichkeiten

Der Gesundheitsminister wies Kritik am strikten Kurs des Bundesrates zurück. Er verstehe, dass sich Geschäfte, Restaurants und Kinos in einer unerträglichen Lage befänden. Die Klagen fänden beim Bundesrat Gehör. Aber die Entwicklung der Lage berge bedeutende Risiken.

Schwarzer Peter für Landesregierung

Berset dementierte zugleich, der Bundesrat habe keine Strategie, die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen. Er verstehe, dass die politischen Parteien Sicherheiten einforderten. Das aber sei in Zeiten der Krise unmöglich. Er plädiere daher für Flexibilität.

Seit Beginn der Krise seien die kritischen Stimmen immer dann zu hören gewesen, wenn sich die Lage verbessert habe. Nähmen die Neuansteckungen drastisch zu, schwiegen die gleichen Kreise. Dann werde der Schwarze Peter der Landesregierung zugeschoben, gibt Berset zu bedenken.

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Meiner Meinung nach könnte man versuchsweise die Restaurants öffnen, wie sie vor dem Lockdown ebenso versuchsweise z.B. mit Plexiglaswänden zwischen u/o auf Tischen, -reihen praktiziert wurden. Denn schon damals erschienen mir die einschlägigen Investitionen nicht gerade lediglich als Kacks in den Budgets/ Buch haltungen der Lokale daherzukommen. So erscheint es mir heutzutage als realistisch, jene "Uebung" noch einmal an die Hand zu nehmen, so dass man da einen gewissen Lichtblick in Mr. Bersets Lockerungsplänen erhalten dürfte. Und die aufgewendeten Inverstitionen wären in ihrem Sinn so gut wie "amortisiert".