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Verschärfung der Regeln nicht absehbar

Bundesrat verzichtet auf neue Massnahmen

Agentur
sda
Mittwoch, 30. Dezember 2020, 12:30 Uhr Verschärfung der Regeln nicht absehbar
Am 6. Januar wird der Bundesrat die Lage erneut beurteilen.
Keystone

Der Bundesrat verschärft die Massnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus nicht. Er ist nach einer Analyse der epidemiologischen Lage am Mittwoch zum Schluss gekommen, dass die für eine Verschärfung festgelegten Kriterien nicht erfüllt sind.

Die am 18. Dezember getroffenen Massnahmen seien angemessen, hielt der Bundesrat in seiner Mitteilung fest. Damals wurden Restaurations-, Kultur-, Sport- und Freizeitbetriebe geschlossen. Die Öffnung der Skipisten ist von kantonalen Bewilligungen abhängig. Skifahren ist deshalb nicht überall in der Schweiz möglich.

Die epidemiologische Lage in der Schweiz stuft der Bundesrat allerdings als besorgniserregend ein, wegen des hohen Ansteckungsniveaus und wegen zwei neuen Virusvarianten aus Grossbritannien und Südafrika. Diese sind nach bisherigen Erkenntnissen ansteckender als die bisher bekannte Virusform.

Pochen auf Schutzmassnahmen

Es gebe aber keine wissenschaftliche Bestätigung, dass die Mutationen schwerere Erkrankungen hervorrufen würden oder dass die bisher entwickelten Impfstoffe gegen Covid-19 nicht wirken würden, hält der Bundesrat fest.

Umso wichtiger seien die am 18. Dezember beschlossenen Beschränkungen um die Zahl der Neuansteckungen zu begrenzen und die Verbreitung der mutierten Virus-Typen zu begrenzen. Die Landesregierung pocht zudem auf die Schutz- und Hygienemassnahmen.

Der Reproduktionswert des Virus ging bis zum 18. Dezember auf 0,86 zurück. Der Bundesrat mahnt aber zur Vorsicht: Der tiefere R-Wert und die zurzeit tieferen Fallzahlen liessen sich zu einem beträchtlichen Teil mit weniger Tests über Weihnachten erklären und mit Verzögerungen bei der Meldung von neuen Fällen, Spitaleinweisungen und Todesfällen. Der Bundesrat will die Lage am 6. Januar erneut beurteilen.

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