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Kampf dem Durchgangsverkehr

Stadtrat will Strassensperrung in Kempten prüfen

Eine Petition fordert Massnahmen gegen den Durchgangsverkehr auf der Kemptner Kindergartenstrasse. Der Stadtrat will eine Sperrung prüfen, Tempo 30 lehnt er hingegen ab.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 24. Dezember 2020, 11:00 Uhr Kampf dem Durchgangsverkehr
Bald eine Sackgasse? Der Wetziker Stadtrat überlegt sich, die Kindergartenstrasse in der Mitte zu sperren.
Foto: Google Street View

Die Kindergartenstrasse in Kempten liegt parallel zur vielbefahrenen Hinwilerstrasse und wird deshalb gerne einmal als Ausweichroute benutzt. Wie der Wetziker Stadtrat in einer Medienmitteilung schreibt, gibt es auf der Hinwilerstrasse Richtung Ochsenkreisel vor allem während der Abendspitzenstunde oftmals einen langen Rückstau. Zeitweise rage dieser sogar bis in den Kreisel Spitalstrasse und darüber hinaus. Dieser Rückstau könne durchaus dazu führen, dass der Verkehr über die Spital- beziehungsweise Kindergartenstrasse ausweicht, so der Stadtrat.

Eine aktuelle Verkehrsmessung habe ergeben, dass zwischen 16 und 19 Uhr bis zu 229 Fahrzeuge in Richtung Tösstalstrasse unterwegs seien. Von dieser Verkehrslawine, die zuweilen auf ihr Quartier ausweicht, hatten die Anwohner genug. Sie wehrten sich mit einer Petition, die sie im August einreichten. Darin forderten sie auf der Strasse geeignete Massnahmen zur Bekämpfung des Durchgangsverkehrs. Dieser soll unterbunden und die Geschwindigkeit mit einer Tempo-30-Zone reduziert werden.

«Effektive Massnahme»

Wie der Stadtrat schreibt, befürwortet das Anliegen der Petitionäre, eine «bauliche Sperrung der Kindergartenstrasse in der Mitte» zu prüfen. Die Strasse würde damit beidseits zur Sackgasse. Für den Stadtrat erscheint eine solche Massnahme aufgrund der Verkehrsmessung aber als gerechtfertigt.

«Eine Unterbrechung der Kindergartenstrasse etwa in der Mitte stellt eine effektive Massnahme zur nachhaltigen Unterbindung des Durchgangsverkehrs dar und wirkt zusätzlich verkehrsberuhigend», sagt Pascal Bassu (SP), Stadtrat Tiefbau und Energie.

Die Prüfung einer Tempo-30-Zone lehnt der Stadtrat hingegen ab. Die Kindergartenstrasse sei bereits heute verkehrsberuhigt ausgebaut und die aktuell gemessenen Geschwindigkeiten zeigten ein tiefes Geschwindigkeitsniveau. (aku)

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Es ist einfach unglaublich, in Wetzikon baute man einstens Strassen um den Bewohnern die Möglichkeit zu geben bis vor ihr Haus und die Liegenschaft zu fahren. Das heisst, alle waren froh und Dankbar darüber. Das sich die Zeiten ändern ist bei unserer Dichte auch klar. Doch nun will man sie nicht mehr, denn sie wird auch genutzt von andern!! Dies ist KEINE Privatstrasse! Wir das Volk bezahlen dafür. Ansonsten Asphalt entfernen Renaturalisieren und aus dem Unterhalt der Stadt entfernen. Strassen wurden zum befahren gebaut. Zur beruhigung zwei Schilder Tempo 30, ohne Schwellen und teure gebilde! wer sagt geht nicht, fahre mal nach Pfäffikon, zone 30 bei der Schule ohne Schwellen, also geht doch. Fussgängerampeln im Dorf, geht auch! in Wetzikon, bei Migros, geht nicht. Wetzikon ist eben mit dem Handeln immer noch ein Dorf mit altem Filz, die Struktur einer Stadt will selber neu erfunden werden!! Könnte man in so vielen belangen mal Uster kontaktieren! Dafür ist Wetzikon zu Stolz, wir schaffen das schon! Nicht mit dem alten Filz!!