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Er war der Auslöser der «Arschlan»-Affäre

Dürntner Klimaaktivist fordert Rücktritt von SVP-Glarner

Nachdem Nationalrat Andreas Glarner auf dem Bundesplatz den Dürntner Klimaaktivisten Dominik Waser anpöbelte, schiesst dieser nun in den Sozialen Medien gegen den SVP-Politiker.

Andreas
Kurz
Montag, 05. Oktober 2020, 13:56 Uhr Er war der Auslöser der «Arschlan»-Affäre
SCHWEIZ KLIMASTREIK BUNDESPLATZ
Der Streit, der auf dem Bundesplatz begann, geht weiter: Dominik Waser (l.) und Andreas Glarner.
Foto: Keystone

«Er muss zurücktreten! Jetzt!», schreibt Klimaaktivist Dominik Waser auf Twitter. Die Forderung des Dürntners richtet sich gegen die SVP-Reizfigur Andreas Glarner. Grund ist dessen jüngste Ankündigung, Doppelbürger aus dem Parlament werfen zu wollen. «Ich reiche einen Vorstoss ein, mit der Forderung, dass Doppelbürger nicht mehr ins eidgenössische Parlament gewählt werden dürfen», sagte Glarner der «Sonntags-Zeitung».

Streit auf neuer Ebene

Mit dem Vorstoss hebt der Aargauer SVP-Politiker den Bundesplatz-Streit mit der türkischstämmigen Nationalrätin und Doppelbürgerin Sibel Arslan (Grüne) auf die politische Ebene. Damals mittendrin war auch Dominik Waser.

Der Dürntner Klimaaktivist regelte den Verkehr, als Glarner ihn anpöbelte und fotografierte. Irgendwann sei dann Sibel Arslan dazugekommen und habe mit Glarner diskutiert, erzählte Waser gegenüber Züriost. Der Rest ist Geschichte: Es entbrannte eine heftige Diskussion bei der Glarner sagte: «Das ist Recht und Ordnung, Frau Arschlan! Das hat es in deinem Staat nicht gegeben.»

Hetze überall

Mit der Rücktrittsforderung scheint sich Waser, er ist Mitglied der Jungen Grünen, nun bei seiner Parteikollegin zu revanchieren. Den Vorstoss von Glarner bezeichnet der Klimaaktivist in seinem Tweet als Hetze und kritisiert, dass die Medien Glarner dafür noch eine Plattform böten.

Glarner hingegen sieht sich angesichts solcher Rücktrittsforderungen ungerecht behandelt. Er dreht den Spiess um und wirft der Gegenseite Hetze vor. Wenn Linke sich kontrovers äusserten, bliebe das folgenlos, so Glarner. «Ein Versprecher von mir wird aber tagelang hochgekocht!»

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Man sollte nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Herr Waser ist und bleibt ein Gesetzesbrecher, egal in welcher Funktion er auf dem Bundesplatz dabei war, und Frau Arslan hat mit ihrer Unterstützung der Aktivisten klar ihren Eid oder ihr Gelübde als Parlamentarierin gebrochen. Sollen diese Leute bestimmen, wer im Parlament sitzen (und reden) darf?

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