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Medienkonferenz des Kantons

Freier müssen künftig Kontaktdaten angeben

Der Regierungsrat informiert über das weitere Vorgehen im Kanton Zürich zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Die Massnahmen werden verlängert, jedoch mit einigen Anpassungen.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 24. September 2020, 08:33 Uhr Medienkonferenz des Kantons

Das Wichtigste in Kürze 

  • Der Kanton Zürich verlängert die geltenden Corona-Massnahmen.
  • Neu sind in Clubs und Gastrobetrieben wieder bis zu 300 Besucher erlaubt – sofern diese eine Maske tragen.
  • Im Prostitutionsgewerbe müssen künftig alle Kontaktdaten der Freier erfasst werden.
  • Das Massnahmepaket wird in einem Monat neu beurteilt. 

Der Zürcher Regierungsrat hat entschieden, die Ende August eingeführte Maskenpflicht in Einkaufsläden vorerst beizubehalten. Der Kanton Zürich bleibt damit bis auf Weiteres einer der wenigen Deutschschweizer Kantone mit Maskenpflicht in den Läden.

Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) äusserte sich in einer Stellungnahme enttäuscht über den Entscheid und wirft der Regierung übervorsichtiges Handeln vor. Der KGV hat den Regierungsrat zuvor aufgefordert, auf die generelle Maskenpflicht in Einkaufsläden zu verzichten.

Krise nicht ausgestanden

Die Ende August eingeführten Massnahmen hätten Wirkung gezeigt, auch wenn man nicht genau sagen könne, welche Massnahme sich wie genau ausgewirkt habe, sagte Steiner. Die Covid-19-Fallzahlen im Kanton hätten sich stabilisiert. Die Lage bleibe aber labil. Die Krise sei nicht ausgestanden.

Für Gastronomiebetriebe, Bars und Clubs, in denen die Gäste nicht ausschliesslich im Sitzen konsumieren, werden die Schutzmassnahmen dennoch leicht gelockert. Die aktuelle Beschränkung auf 100 Personen in Innenräumen wird auf 300 Personen erhöht. Dies allerdings nur, wenn Gesichtsmasken getragen werden.

Freier müssen Kontaktdaten angeben

Neu müssen im Prostitutionsgewerbe Kontaktdaten von Freiern erhoben und verifziert werden. Der Regierungsrat begründet diese Massnahme mit Fällen aus der Stadt Zürich. Wegen mangelhafter Kontaktlisten hätten Freier nicht kontaktiert werden können. So sei das Contact Tracing nicht gewährleistet gewesen.

Die Corona-Schutzmassnahmen im Milieu sind auch Thema eines Vorstosses im Zürcher Kantonsrat, der an der Sitzung vom nächsten Montag behandelt wird.

Situation an Zürcher Schulen stabil

Bildungsdirektion Silvia Steiner äusserte sich an der Medienkonferenz auch zur Situation an den Zürcher Schulen. Covid-19-Infektionen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen würden nach wie vor nur vereinzelt auftreten.

Um Eltern und Lehrpersonen den Umgang mit erkälteten Schülerinnen und Schülern zu erleichtern, erarbeite der Kanton derzeit mit Kinderärzten und dem Bundesamt für Gesundheit ein Merkblatt. Dort soll im Detail erläutert werden, wann ein Kind zur Schule soll und wann nicht, und welches das richtige Vorgehen ist.

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