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Kampf gegen Corona

BAG informiert über aktuelle Corona-Lage

Das Bundesamt für Gesundheit gibt in Bern einen Überblick über die aktuelle Lage sowie über das schweizweite Forschungsprogramm «Corona Immunitas» zur effektiven Ausbreitung des Virus geben.

Agentur
sda
Donnerstag, 24. September 2020, 11:26 Uhr Kampf gegen Corona

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben in der vergangenen Woche leicht zugenommen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verzeichnete 2905 Fälle gegenüber 2853 in der Vorwoche, wie Stefan Kuster, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG vor den Medien sagte.

Bei den Hospitalisierungen sei im Wochenvergleich ein leichter Rückgang von 75 auf 66 Fälle verzeichnet worden. Auch die Todesfälle seien von 16 auf 15 zurückgegangen. Insgesamt sei aber nach wie vor ein langsamer, aber stetiger Anstieg der Neuinfektionen festzustellen.

Kuster wies darauf hin, dass die Reproduktionszahl immer noch knapp über eins liege, aber unter 1,1. «Von zehn Fällen müssten wir einen vermeiden, um eine Stabilisierung oder einen Rückgang verzeichnen zu können», sagte Kuster weiter.

Studie mit mehr als 30'000 Teilnehmern

Virgine Masserey, die Leiterin der Infektionskontrolle des BAG: «Es ist klar, dass wenn die kalte Jahreszeit kommt, die meisten Leute wieder mehr in Innenräume verbringen werden. Da seien die Vorsichtsmassnahmen sehr wichtig, weshalb das BAG jetzt eine neue Etappe in der Kampagne einläute. Deren Slogan ist: «Mach's einfach!» 

Mit dem deutlichen Appell und neuen Sujets solle die Bevölkerung «dringlich an die Hygiene- und Verhaltensregeln» erinnert werden, teilte das BAG mit. Im Zentrum stehen Rückverfolgung (Tracing), Testen, Isolation und Quarantäne.

Zudem zielt die Kampagne den Angaben zufolge insbesondere auf junge Menschen ab. Sie sollen dazu motiviert werden, im Ausgang ihre vollständigen Kontaktdaten zu hinterlassen. Dazu kommen neben den klassischen Werbemitteln und Medien auch die Dating-App Tinder und die Videospielplattform Twitch.tv zum Einsatz.

Aktuell läuft laut Milo Puhan, Leiter Institut für Epidemiologie an der Universität Zürich, zudem eine sogenannte Seroprävalenz-Studie. Mittels dieser soll untersucht werden, wie viele Personen in der Schweiz Antikörper gebildet haben. Mittlerweile umfasse die Studie mehr als 30'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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