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Gute Geschäfte

Blochers sind 3,8 Milliarden reicher

Kursgewinne bei Emschemie und Dottikon vergrössern das Vermögen der Familie Blocher. Trotzdem besteht Christoph Blocher weiterhin auf seiner Rente als Alt-Bundesrat.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 06. September 2020, 10:46 Uhr Gute Geschäfte
Christoph Blocher soll von der Bundeskanzlei eine Garantie für seine Rente erhalten haben.
Archivfoto: Christian Merz

Christoph Blocher kämpft verbissen dafür, dass ihm der Bund seine Rente in der Höhe von 2,7 Millionen Franken auszahlt. Er behauptet gegenüber der «SonntagsZeitung», die Bundeskanzlei habe ihm nach seiner Abwahl aus dem Bundesrat eine rückwirkende Auszahlung der Rente garantiert.

Diese Garantie ist möglicherweise der Grund, warum ihm der Bundesrat die Rente zugestanden hat, obwohl mehrere Gutachten sagten, die Ansprüche seien verjährt. Derweil laufen die Firmen der Familie Blocher besser denn je. Allein wegen der Unternehmen Ems und Dottikon sind die Blochers dieses Jahr um 3,8 Milliarden Franken reicher geworden. Trotz oder gerade wegen Corona.

Gerade an solche Gewinne denkt die SP, wenn es darum geht, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen. Die Partei will gemäss «SonntagsBlick» eine Krisensteuer lancieren – eine Steuererhöhung für jene Firmen, die trotz Einbruch der Wirtschaft Gewinne erzielen. Die Idee hatte bereits die Expertengruppe Wirtschaft der Covid-19-Taskforce.

Krisensteuer für fünf Jahre

SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann sagt gegenüber der Zeitung: «Der Staat, also wir alle, hat einen riesigen Effort geleistet, um die Unternehmen zu stützen.» Das sei richtig gewesen. «Richtig ist aber auch, dass jene Teile der Wirtschaft, die nun noch Gewinne schreiben, ebenfalls einen Effort leisten.»

Die Sozialdemokraten stellen sich eine Erhöhung von drei Prozentpunkten während fünf Jahren vor. «Im Schnitt würden die Gewinnsteuern für Firmen in der Schweiz von rund 15 auf 18 Prozent steigen», so Nordmann. An der Herbstsession wolle die Partei den Vorstoss einreichen.

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Der Staat, also wir alle, können diesen Effort leisten, da man die letzten Jahre sparsam mit den Mitteln umgegangen ist. Wäre es in der Vergangenheit nach Linksgrün gegangen, wären wir jetzt finanziell handlungsunfähig.