×
Corona-Massnahmen

Kanton verhängt Maskenpflicht in Läden

Die Zürcher Regierung will verhindern, dass der Kanton zum Covid-19-Risikogebiet wird. Deshalb gilt ab kommendem Donnerstag unter anderem eine Maskenpflicht in allen Einkaufsläden. Auch für Restaurants sowie Bars und Clubs werden die Regeln verschärft.

Redaktion
Züriost
Montag, 24. August 2020, 16:30 Uhr Corona-Massnahmen

Ab Donnerstag gilt im Kanton:

  • Maskenpflicht in Einkaufszentren, Geschäften und Läden
  • Restaurants müssen die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben
  • In Innenräumen von Clubs dürfen sich max. 100 Personen aufhalten, im gesamten Gästebereich 300
  • Hochzeiten und Geburtstagsfeste mit mehr als 100 Personen brauchen ein eigenes Schutzkonzept - das Gleiche gilt für Sportanlässe, Theateraufführungen, Kinovorführungen, Konzerte, Gottesdienste oder Ferienlager

Die Maskenpflicht gilt für alle Läden in Innenräumen, wie die Regierung am Montag vor den Medien bekannt gab. Durchsetzen will der Kanton die Maskenpflicht wie jene im ÖV: Wer sich weigert, die Maske anzuziehen, muss theoretisch mit Konsequenzen rechnen.

Meldet sich ein Geschäft bei der Polizei, kann diese ausrücken. Man werde aber primär versuchen, mit den Leuten das Gespräch zu suchen, bevor man Bussen verteile. Die Regierung hofft ausserdem «auf den sozialen Druck». Beim Einkaufen eine Maske zu tragen sei ein kleiner Beitrag, der den Leuten durchaus zugemutet werden könne, sagte SVP-Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli.

Gemäss Kantonsärztin Christiane Meier bedeute dies nun aber nicht, dass man den Abstand beim Einkaufen vergessen könne. Am besten sei es natürlich, Abstand und Maske zu kombinieren. Zürich ist der sechste Kanton, der eine Maskenpflicht in Läden beschliesst. «Maske auf» heisst es bereits in den Kantonen Basel-Stadt, Waadt, Genf, Jura und Neuenburg.

Mit der Freiwilligkeit ist es vorbei

Verschärfte Regeln gelten im Kanton Zürich neu auch für Restaurants und Clubs. Restaurant werden verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erheben. Mit der bisherigen Freiwilligkeit ist es also vorbei. In Clubs, wo die Gäste frei zirkulieren, dürfen sich künftig nur noch maximal 100 Personen aufhalten.

Im gesamten Gästebereich, etwa inklusive abgegrenzter Gartenlounge, sind höchstens noch 300 Personen erlaubt. Eine Verschärfung gibt es zudem für Veranstaltungen wie etwa private Feiern, Konzerte oder Gottesdienste: Nehmen mehr als 100 Personen daran teil, brauchen die Anlässe entweder ein Schutzkonzept, es gilt eine Maskenpflicht oder der Abstand von 1,5 Metern muss zwingend eingehalten werden.

«Ich hoffe, diese Massnahmen kommen noch rechtzeitig, um einen Anstieg der Infektionen bei den vulnerablen Personen zu verhindern», sagte Kantonsärztin Meier. Die Ansteckungszahlen im Kanton Zürich sind in jüngster Zeit wieder deutlich gestiegen. Bisher lehnte der Regierungsrat eine Verschärfung der Massnahmen aber ab.

«Situation im Griff»

Regierungspräsidentin Silvia Steiner (CVP) betonte, dass der Kanton die Situation im Griff habe. Diese neuen Massnahmen würden vorausschauend ergriffen, um zu verhindern, dass der Kanton zum Risikogebiet erklärt werde. Dann würde Zürich ein grosser wirtschaftlicher Schaden entstehen, sagte Steiner weiter.

In kommenden zwei bis drei Wochen will die Zürcher Regierung laut Steiner keine weiteren Massnahmen erlassen. Man wolle zuerst analysieren, wie sich die nun getroffenen Massnahmen auswirken.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Ich bin sehr froh, dass der Kanton Zürich endlich die Maskenpflicht in Einkaufsgeschäften verhängt hat. Nun kann auch ich wieder unbesorgter in Migros & Co. einkaufen gehen. Ich fühle mich automatisch sicherer als zuvor.

Die jetzigen Massnahmen sind für mich nicht mehr verhältnismässig. Die angeblich erhöhten Fallzahlen basieren auf einem Test, der genau nichts darüber aussagt, ob eine Person tatsächlich erkrankt ist. Abstand halten, Hände waschen, allgemein bekannte Hygieneregeln einhalten. Wer sich Krank fühlt bzw. ist bleibt zu Hause. So wie es sich eigentlich schon immer gehört hat - nichts Neues oder? Die Politik will oder kann der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Viren und Bakterien können nicht mit Masken zum Verschwinden gebracht werden. Sie gehören zur Natur und werden uns überleben - mit oder ohne Maske.

Mal schauen, wie lange die Leute sich noch an der Nase herumführen lassen. Der Betrug wird immer offensichtlicher, aber anstatt auf die Strasse zu gehen, lässt man sich durch die Staatspropaganda komplett manipulieren und akzeptiert filterlos jeden Befehl. Maske ab, Hirn an!

Alle Kommentare anzeigen