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Trotz Superspreader-Vorfall

Kanton Zürich sieht vorerst von Club-Schliessungen ab

Ein Mann steckte in einem Zürcher Club fünf Personen an. 300 Partygäste mussten in Quarantäne. Am Sonntagabend äusserte sich der Regierungsrat an einer Pressekonferenz.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 28. Juni 2020, 17:18 Uhr Trotz Superspreader-Vorfall
Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli informierte am Sonntagabend im Namen des Kantons zur aktuellen Corona-Situation
PD

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 21. Juni ist es in Zürich zu einem sogenannten «Superspreader-Event» gekommen.
  • Ein Besucher hat dabei in einem Club mindestens fünf Personen mit dem Virus infiziert. 
  • Der Clubbetreiber konnte dem Kanton eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher zur Verfügung stellen. 
  • Allerdings haben viele Besucher – rund ein Drittel – falsche Adressen angegeben.

Ticker

28. Juni, 17.55 Uhr: Ricklis ultimative Warnung

Das Fazit von Natalie Rickli: «Wir freuen uns alle über die neuen Freiheiten. Aber das geht nur wenn alle mitmachen, denn das ist eine ernste Sache.» Sollten sich Vorfälle wie die aktuellen häufen, werde eine Schliessung der Clubs unumgänglich sein.

28. Juni, 17.50 Uhr: Bessere Verfahren in Absprache

Die wahrheitsgetreue Erfassung sei ungemein wichtig - «damit wir jederzeit Zugriff auf die Daten haben», so Kantonsärztin Meier. In der kommenden Woche soll mit den Clubbetreibern noch einmal explizit besprochen, wie diese Kooperation verbessert werden kann.

28. Juni, 17.45 Uhr: Wahre Auflistungen sind notwendig

Dr. Christiane Meier, Kantonsärztin, appellierte noch einmal an Clubbesucher und -betreiber, Telefonnummern und Mailadressen korrekt anzugeben bzw. die Angabe auch zu kontrollieren. Nur so könnten die Leute dann im Fall einer Infektion informiert werden und in Quarantäne gehen. Im aktuelle Fall waren ein Drittel der Kontaktdaten offensichtlich falsch.

28. Juni, 17.45 Uhr:

«Es funktioniert offensichtlich vieles nicht», so Rickli. Jetzt seien die Clubbetreiber in der Pflicht. «Es darf nicht sein, dass die Partygänger das Virus wieder unter das Volk bringen.» Sie appellierte deshalb an die Clubs: «Wenn ihr die Abstandsregeln nicht einhalten könnt, dann erfasst die Daten korrekt.»

28. Juni, 17.40 Uhr: So geht es nicht!

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli will die Zusammenarbeit mit der Club-Szene fortsetzen. Allerdings sei es dringend notwendig, dass künftig die Listen der Anwesenden konsequent geführt würden. Dennoch betonte sie noch einmal, dass eine generelle Schliessung der Clubs derzeit noch nicht im Raum stehe. Alerdings: «Wenn es weitere Superspreader-Events gibt, dann behalten wir uns vor, Clubs zu schliessen.»

28. Juni, 17.35 Uhr: Listen unvollständig

Eine Person war am 21. Juni in einem Zürcher Club und hat dort fünf Personen infiziert. Am 26. Juni wurde der Fall gemeldet. Der Club-Besitzer konnte dann Kontaktdaten von 300 Besuchern an die Behörden weitergeben. Oftmals seien aber falsche Mailadressen hinterlegt worden, Kantonsärztin Christian Meier. Zudem habe sich gezeigt, dass viele gar nicht auf den Listen standen. Man sei aber auf korrekte Daten und die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. «Deshalb hat uns das, was wir jetzt erlebt haben, enttäuscht und unsere Arbeit erschwert», sagt sie. Ein weiterer Lockdown sei nur zu verhindern, wenn alle mitmachten.

28. Juni, 17.30 Uhr: Wir waren nicht vorbereitet

«Es wurden grundlegende Regeln ganz offensichtlich nicht eingehalten – wie zahlreiche Fotos und Videos in den Sozialen Medien zeigen», so Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli. Leider funktionierten die vorab besprochenen Schutzmassnahmen in der Praxis nicht. «Wir werden allerdings keine Clubs schliessen.»

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Es genügt ein einziger VollPfosten, um die Massnahmen der Behörden zu unterlaufen!
Alle verantwortungsbewussten Mitbürger, die sich an die Vorgabn halten, müssen sich als Idioten vorkommen.
Es ist höchste Zeit, dass solche BazillenSchleudern auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Ich verstehe nicht warum der Bund schon wieder wartet auf was bitte bis wir wieder 200 Fälle haben und wieder alles zu geht die jungen Leute sind beratungsresistent Hauptsache sie und alles andere ist egal. Alle 300 Personen würde ich nur gegen cash behandeln und den Club würde ich schliessen bis azf weiteres und alle anderen die falsche Angaben gemacht haben würde ich anzeigen den sowas geht gar nicht aber ihr habt den Weichspühlgang drin und abpeliert an die Vernunft aber da könnt ihr lange warten den die Jungen haben es noch nicht begriffen das hier um Leben und tod geht also Finger aus dem A....... und hart durchgreiffen sonst haben wir bald die zweite Welle auf die wir jetzt schon drauf zu steuern

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