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Kanton Zürich kehrt zurück in die Normalität

Informationen zur ausserordentlichen Lage

Kanton Zürich kehrt zurück in die Normalität

Der Regierungsrat hat beschlossen, die ausserordentliche Lage auf den 19. Juni 2020 zu beenden.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 18. Juni 2020, 09:42 Uhr Informationen zur ausserordentlichen Lage
Zurück in die Normalität: Der Regierungsrat beendet die ausserordentliche Lage im Kanton.
Foto: PD

Es informierten die Mitglieder des Ausschusses: 

  • Regierungspräsidentin Silvia Steiner, Bildungsdirektorin
  • Regierungsrat Mario Fehr, Sicherheitsdirektor
  • Regierungsrat Ernst Stocker, Finanzdirektor
  • Und der Chef der KFO: Thomas Würgler, Kommandant Kantonspolizei Zürich

Die Situation im Kanton habe sich beruhigt, sagt Regierungspräsidentin Silvia Steiner (CVP). Per 19. Juni beendet der Rat daher die ausserordentliche Lage im Kanton und wechselt wieder  zum Normzustand.

Eine Bilanz zu ziehen wäre noch zu früh. Der Regierungsrat sei aber grundsätzlich zufrieden, wie das Ganze in den letzten Wochen abgelaufen ist. Kommandant Thomas Würgler, der seinen Ruhestand noch nicht angetreten hat, wird nun verabschiedet.

Der Bundesrat wechsle bald zur besonderen Lage. Beim Kanton sei das nicht möglich, da es diese Stufe gar nicht gebe. Steiner fordert nun, dass die Kantone wieder mehr Handlungsspielraum zurückerhalten.

Spuren hinterlassen 

«Die ganze Sache habe Spuren im kantonalen Haushalt hinterlassen», sagt Regierungsrat Ernst Stocker (SVP). Wie tief dieses Loch sein werde, sei noch nicht klar. Das zu beurteilen, sei eine Aufgabe, die auch dazu gehöre.

«Ich denke wir haben die Handlungsfähigkeit des Kantons erhalten können. Wir haben unser Ziel erreicht.»

Thomas Würgler, Chef der kantonalen Führungsorganisation

Stockers Ratskollege und Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) spricht seinen Dank den Blaulichtorganisationen, dem Zivilschutz, den Gemeinden und der Zürcher Bevölkerung aus. Er habe sich vor Ort während 30 Feldbesuchen von deren wertvollen Arbeit überzeugen können. 

Starke Frauen führen durch Krise

Fehr lobt nicht nur die Blaulichtorganisationen sondern seine Ratskolleginnen Carmen Walker-Späh (FDP) und Silvia Steiner. «Starke Frauen führten stark durch die Coronakrise im Kanton», sagt er. Doch es gebe auch starke Männer. Er dankt auch Thomas Würgler für seinen Einsatz und übergibt dem Kommandanten das Wort.

Für den Kanton bedeute die Rückkehr zur ordentlichen Lage auch, dass die Kantonale Führungsorganisation (KFO) zum Regelbetrieb zurückkehren kann. Deren Chef Würgler zieht eine positive Bilanz.

Homeoffice besser vorbereiten

Die KFO hat am 28. Februar eine Info-Hotline für Coronafragen eingerichtet. 11'824 Anrufe seien darüber eingegangen. «Ich denke wir haben die Handlungsfähigkeit des Kantons erhalten können. Wir haben unser Ziel erreicht», sagt Würgler.

Ein Journalist will wissen, was der Regierungsrat anders machen würde. Steiner will die Situation zuerst analysieren, Kocher hätte gerne das Homeoffice der Kernverwaltung besser vorbereitet gehabt und Fehr hätte gerne zu Beginn der Krise mehr geschlafen. 

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