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Gossauer Kantonsrat sorgt sich um Lernende

Anfrage eingereicht

Gossauer Kantonsrat sorgt sich um Lernende

Was tut der Kanton Zürich, um den angehenden Lernenden und den Lehrabgängern nach Corona zu helfen? Der Gossauer Kantonsrat Daniel Wäfler (SVP) wills wissen.

David
Kilchör
Montag, 15. Juni 2020, 17:55 Uhr Anfrage eingereicht

Die Coronakrise setze den Lernenden zu, findet Daniel Wäfler. Der SVP-Kantonsrat aus Gossau hat gemeinsam mit Partei- und Ratskollegin Erika Zahler aus Boppelsen deshalb eine Anfrage beim Regierungsrat eingereicht. Damit beabsichtigt er, kantonale Massnahmen voranzutreiben und das Lehrlingswesen zu unterstützen.

«Viele fragen sich, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten könnten, eine neue Stelle oder eine geeignete Lehrstelle finden», heisst es in der Anfrage. Wer kürzlich eine Lehre abgeschlossen habe, sei im Ungewissen, ob ihm die Lernfirma einen Anschlussvertrag gebe. Mit der Kurzarbeit sowie der Entlassungswelle sei es für junge Menschen schwierig, auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.

Ein «unglücklicher Start»

Ein ähnliches Schicksal ereile die Schulabgänger, die eine Lehrstelle suchten. «Plötzlich gibt es nicht mehr die Anzahl Lehrstellen auf dem Markt, weil die Firmen diese Verantwortung aktuell nicht auf sich nehmen wollen.» Dies erschwere den Wechseln von der Schule in die Arbeitswelt – und es sei ein denkbar unglücklicher Start ins Berufsleben.

«Die akute Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen durch Stellenlosigkeit nach ihrem Abschluss und Nicht-Abschliessen-Können ihres Lehrvertrages hat grosse Auswirkungen auf die Zukunft.» Der Bund wolle aber die Kantone und deren Sonderprogramme für Junge unterstützen. Guy Parmelin etwa habe von einer Taskforce gesprochen.

Taskforce und ihre Projekte

Nun wollen die Kantonsräte wissen, ob der Kanton Zürich Teil dieser Taskforce sei, aber auch, welche zusätzlichen Corona-Projekte für die Unterstützung der Lehrstellensuchenden und der Lehrabgänger initialisiert würden.

Sie erkunden sich über die allgmeinen Zahlen von Suchenden und Abgängern im Kanton und wie schnell Programme oder Projekte greifen könnten. Schliesslich fragen sie, wie diese Programme kontrolliert würden und ob der Kanton Zürich auch mit anderen Kantonen zusammenarbeitet.

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