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Gutes Resultat erzielt

Ustermer Benno Scherrer wird erster Vizepräsident des Kantonsrats

Redaktion
Züriost
Montag, 04. Mai 2020, 12:35 Uhr Gutes Resultat erzielt
Benno Scherrer ist Präsident der Sekundarschulpflege Uster. (Foto: Keystone)

Der bisherige zweite Vizepräsident rückt auf: Der Ustermer Benno Scherrer wird erster Vizepräsident. Der Grünliberale ist Präsident der Sekundarschulpflege Uster und amtete bisher als zweiter Vizepräsident. Scherrer, wurde mit 163 Stimmen ins Amt gewählt. Zusammen mit der Grünen Esther Guyer (Zürich) bildet das Duo das Vizepräsidium des neuen Kantonsrats. Die langjährige Fraktionschefin der Grünen wurde mit 105 Stimmen zur zweiten Vizepräsidentin gewählt.

Mit 35 Jahren ist Roman Schmid der jüngste Ratspräsident seit Alfred Escher, auf jeden Fall aber der jüngste der letzten Jahrzehnte. Er sitzt seit Mai 2011 im Zürcher Kantonsrat. Schmid ist Vater von zwei Kindern.

163 von 169 Stimmen

Seit 2018 ist Schmid Mitglied der Rats-Geschäftsleitung. Davor war er sechs Jahre in deren Sekretariat tätig. Kommissionen gehörte er keinen an. Gleichzeitig ist Schmid Fraktionspräsident im Gemeinderat der Stadt Opfikon, den er 2011 präsidierte.

Als Vizepräsident ist der Garten-und Landschaftsbautechniker, wie üblich, bereits in den vergangenen beiden Jahren Teil des Präsidiums gewesen. Nun wurde er auf Vorschlag der Interfraktionellen Konferenz (IFK) erwartungsgemäss zum Präsidenten gewählt.

Schmid erhielt 163 von 169 gültigen Stimmen. Damit kam er zwar nicht an das absolute Spitzenresultat des abtretenden Ratspräsidenten Dieter Kläy (FDP, Winterthur) heran, der vor einem Jahr 174 Stimmen erzielte. Allerdings waren bei Schmids Wahl am Montag nur 170 der 180 Parlamentarierinnen und Parlamentarier anwesend.

Vor allem Ratsmitglieder, die der Corona-Risikogruppe angehören, verzichten seit dem Ausbruch der Pandemie auf die Teilnahme an den Ratssitzungen. Diese werden seither aus Sicherheitsgründen in der Halle 7 der Messe Zürich abgehalten, weil im Ratsgebäude im Stadtzentrum die Regeln des Social Distancing, insbesondere die Sitzabständen, nicht eingehalten werden können.

Präsidium ohne Feier und ohne Auftritte

Auch Schmids Wahl stand ganz im Schatten der Corona-Pandemie. Der Apéro und das Fest zu Ehren des neuen Kantonsratspräsidenten wurden abgesagt. «Eine Wahl zum höchsten Zürcher ohne Feier ist etwas Sonderbares», kommentierte ein leicht enttäuscht wirkender Schmid. Er werde in den ersten Monaten ein reiner Ratspräsident sein, da die Repräsentationspflichten zurzeit entfallen.

Schmid drückte die Hoffnung aus, dass die Wahlfeier im Herbst nachgeholt werden könne. Nicht zuletzt, damit er auf die Spitzen in der Gratulations-Rede von Regierungspräsidentin Silvia Steiner (CVP, Zürich) replizieren könne.

Schmid sei bürgerlich bis in die Zehenspitzen und auch beim Familienmodell ganz auf Parteilinie, hatte Steiner betont. Er verdanke den Freiraum für seine politischen Mandate einer traditionellen Rollenverteilung.

Weiter sagte die Bildungsdirektorin: «Es gibt sogar böse Zungen, die behaupten, bei der SVP sei die eine Hälfte Rentner, und die andere Hälfte sehe aus wie Rentner.» Schmid sei der lebendige Beweis dafür, dass das nicht stimme.

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