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Gesundes Plus und verschobene Investitionen

Hittnauer Jahresrechnung 2019

Gesundes Plus und verschobene Investitionen

Zufriedene Stimmung in Hittnau: Dank hohen Steuereinnahmen schliesst die Jahresrechnung mit schwarzen Zahlen. Bei den Investitionen gibt es eine Verlagerung der Kosten auf weitere Jahre.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 26. April 2020, 16:00 Uhr Hittnauer Jahresrechnung 2019
Die Steuererträge in Hittnau fielen 2019 höher aus als budgetiert.
Archivbild: Seraina Boner

Aus einem prognostizierten Defizit von 400‘000 Franken wird ein Plus von 320‘000 Franken: Die Gemeinde Hittnau schliesst die Jahresrechnung 2019 um fast 721‘000 Franken besser als budgetiert.  Zwar fiel der Aufwand mit rund 15,25 Millionen Franken um gut 360‘000 Franken höher aus als im Budget eingerechnet. Weitaus stärker stiegen aber die Erträge, die mit rund 15,57 Millionen Franken die Prognose um mehr als eine Million übertrafen, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt.

Mehrkosten durch externe Dienstleister

Der Löwenanteil des erfreulichen Ergebnisses entfalle auf die Funktionsgruppe Finanzen und Steuern, die rund 600‘000 Franken besser abschliesst als budgetiert. Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde beträgt 48 Prozent.

In den übrigen Funktionsgruppen fallen die Abweichungen zum Budget durchs Band eher gering aus. So entstanden im Personalbereich erneut Mehrkosten, weil Stellen nicht besetzt werden konnten und mit Fachkräften von externen Dienstleistern überbrückt werden mussten. Die steigenden Kosten bei der Pflegefinanzierung «sind seit längerer Zeit ein Dauerbrenner», ebenso wie die Zusatzleistungen zur AHV/IV. Weniger Aufwand verursachte demgegenüber der Bereich der wirtschaftlichen Hilfe, wo die Fallzahlen gesunken sind.

Längere Planungsphasen für Bauvorhaben

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich auf 819'000 Franken – budgetiert waren allerdings Investitionen von 2,1 Millionen Franken. Schwerpunkte bildeten die Vorhaben Gemeindehaus 2.0, Alterswohnungen Luppmenareal sowie das Ärzte- und Wohnhaus «Hittnau Care». «Allen drei Projekten ist gemein, dass deren Entwicklung mehr Zeit in Anspruch nahm, als dies im ursprünglich geplanten straffen Zeitplan vorgesehen war», so der Gemeinderat. Dies erkläre auch, weshalb die budgetierte Investitionssumme nur knapp zur Hälfte ausgeschöpft wurde.

Weniger gutes Bild bei der Schulgemeinde

Nach zwei Jahren mit Überschüssen präsentiert sich die Jahresrechnung 2019 der Schulgemeinde Hittnau mit einem Defizit von gut 90‘000 Franken. «Um über 350‘000 Franken läpperten sich die Mehrkosten bei den Liegenschaften zusammen», heisst es in der Mitteilung.


So schliesst Rechnung 2019 der Schulgemeinde mit einem Minus von rund 90'200 Franken ab. Budgetiert war ein Plus von 178'700 Franken. Im Bereich Liegenschaften mussten einerseits gehäuft krankheitsbedingte Ausfälle von Arbeitskräften ersetzt werden, andererseits schlugen nicht budgetierte Mehrausgaben im Unterhalt von Gebäuden mit gut 100'000 Franken zu Buche. Auch die Abschreibungen fielen um 50‘000 Franken höher aus als geplant.

Erfreulich entwickelten sich wiederum die Steuereinnahmen, die den Budgetwert um mehr als 500‘000 Franken übertrafen, so die Schulgemeinde. Allerdings wurde dieses Plus durch Mindereinnahmen aus dem Finanzausgleich halbiert. (zo)

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