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Abstimmungsticker: So liefen die Urnengänge in der Region

Kommunale Vorlagen

Abstimmungsticker: So liefen die Urnengänge in der Region

Neben den nationalen und kantonalen Vorlagen stehen heute auch zahlreiche Urnengänge zu kommunalen Vorlagen an. Welche dabei angenommen werden oder beim Stimmvolk durchfallen, lesen Sie bei uns im Ticker.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 09. Februar 2020, 10:20 Uhr Kommunale Vorlagen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ustermer sprechen sich für neue Fussballplätze und die Veloinitiative aus
  • In Rüti wird die Vorlage zum Wärmeverbund ARA angenommen, der Gestaltungsplan Bandwies bachab geschickt
  • Grünes Licht für das Mehrzweckgebäude in Dübendorf – wenn auch nur knapp
  • Vertrauensbeweise in Grüningen und Bäretswil: Reformierte Pfarrer wiedergewählt
  • FDP statt SVP: Im Gemeinderat Lindau folgt Pia Lienhard auf den scheidenden Hanspeter Frey

Ticker

Auf Wiedersehen!

Das war der Abstimmungssonntag bei züriost.ch. Uster bekommt seine Velo-Millionen und Fussballplätze, Dübendorf sein Mehrzweckgebäude, Hinwil eine kombinierte Kindergarten- und Kindertagesstätte – nur in Rüti bleibt das neue Zentrum vorerst ein Traum. Weitere Resultate bzw. Ergebnisse zu den heutigen Vorlagen – finden Sie hier.

Herzlichen Dank und einen schönen Sonntagabend.

P.S.: Vergessen Sie nicht Balkon und Terrasse leer zu räumen. Der stärkste Sturm seit Jahren könnte laut Meteorologen morgen ins Haus stehen.

So wählte der Bezirk Uster bei den nationalen Vorlagen

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So wählte der Bezirk Pfäffikon bei den nationalen Vorlagen

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So wählte der Bezirk Hinwil bei den nationalen Vorlagen

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Neue Alters-und Pflegewohnungen in Bäretswil

Der Erweiterungsbau kommt zustande. Die Stimmbevölkerung spricht sich mit 1549 Ja-Stimmen deutlich für den Gemeindeanteilskredit von 1,875 Millionen Franken aus. Dagegen sind 248 Personen. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 50 Prozent.

Hinwiler sagen Ja zum kombinierten Neubau

Das Geschäft war im Vorfeld wenig umstritten. Nun hat es die Hinwiler Stimmbevölkerung mit grosser Mehrheit gutgeheissen. 2146 Personen sprachen sich für das Geschäft aus, 1074 stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,45 Prozent.

Grüninger Pfarrer bekommt Rückendeckung

Es ist ein Vertrauensbeweis für Rudolf Steinmann. Nach dem Kirchenknatsch in Grüningen war lange Zeit unklar, ob der reformierte Pfarrer noch auf die Unterstützung der Bevölkerung zählen kann. Seit heute nun sind keine Fragen mehr offen. 589 Personen unterstützten ihn – nur 100 Personen stimmten gegen ihn. Die Vorlage stiess offensichtlich auf grosses Interesse. Die Stimmbeteiligung lag bei satten 54,48 Prozent.

Knapper Entscheid

Die Vorlage zum Wärmeverbund ARA wurde mit 1637 Ja- bei 1557 Nein-Stimmen angenommen. Damit kann nun die Planung und Projektierung des Verbunds an die Hand genommen werden. Ziel ist es, aus gereinigtem Abwasser Wärme für öffentliche und private Gebäude im Zentrum der Gemeinde zu gewinnen.

Plan für neues Zentrum durchgefallen

Der Gestaltungsplan zum Areal Bandwies in der Mitte von Rüti ist von den Stimmberechtigten abgelehnt worden. 1768 Nein-Stimmen standen 1509 Ja-Stimmen gegenüber. 

Knappes Ja zum Mehrzweckgebäude

Die Stimmberechtigen von Dübendorf haben Ja gesagt zum Kredit von 8,5 Millionen Franken für das viel diskutierte Gebäude. 3287 Personen stimmten dafür, was einem Anteil von 52,52 Prozent entspricht. Die Differenz von rund 300 Stimmen zeigt: Das Projekt war umstritten. Dies auch wegen der Folgekosten für Betrieb und Unterhalt, die sich von jetzt jährlich 275‘000 auf 485‘000 Franken erhöhen werden.

Eindeutiges Nein für den Sozialdienst

Was die Ergebnisse in Wildberg bereits angedeutet hatten, bestätigte sich jetzt auch in den übrigen Gemeinden: Der Vorschlag des Sozialdiensts wird bei den Stimmbürgern abgeschmettert. Somit bleibt der Umzug in die gewünschten neuen Räumlichkeiten verwehrt. Alle Gemeinden und knapp 70 Prozent der Stimmbürger lehnten den Vorschlag ab. Dieses einhellige Ergebnis überrascht – hatten sich zuvor doch alle Bezirksparteien ausser der SVP und der GLP für den geplanten Umzug ausgesprochen.

Ja zu neuen Fussballplätzen

Die Ustermer Stimmberechtigten sprechen sich für neue Fussballplätze auf dem Buchholzareal aus. Mit 5952 Ja- zu 4254 Nein-Stimmen heissen sie einen Kredit in Höhe von 3,17 Millionen Franken gut. Mit diesem soll je ein neues Kunst- und Naturrasenfeld errichtet sowie der bestehende Kunstrasenplatz ersetzt werden.

Klares Ja zur Schwimmbad-Sanierung

Die Badi im Lindauer Ortsteil Grafstal wird saniert. Die Stimmbürger haben dem Sanierungskredit von 2,5 Millionen Franken an der Urne deutlich zugestimmt. Der Ja-Anteil lag bei 82,1 Prozent. Vorgesehen ist eine Beckenauskleidung aus Chromstahl. Ziel ist, dass das Becken im Minimum für die nächsten 45 Jahre hält.

Deutliches Ja zum Velokredit

Die Infrastruktur für Velofahrer wird in Uster mit zusätzlichen fünf Millionen Franken ausgebaut. Die Stimmberechtigten haben die Veloinitiative «Für sichere und durchgängige Velowege» klar angenommen.

Für das Begehren stimmten 6651 Personen, dagegen waren 3791. Dies entspricht einem Ja-Stimmenanteil von 63,7 Prozent.

Bäretswiler wollen ihren Pfarrer behalten

Trotz heftigen Gegenwindes wurde Marc Heise, reformierter Pfarrer von Bäretswil, am Sonntagmittag an der Urne wiedergewählt. Und das sogar sehr deutlich. 784 Stimmberechtigte wählten Heise erneut für die Amtsdauer bis 2024, 136 stimmten gegen ihn. Mehr dazu lesen Sie hier.

So stimmte Pfäffikon

  • Nein zur Mietwohnungs-Initiative (national) - 1437 Ja / 2166 Nein
  • Ja zum Antidiskriminierungsgesetz (national) - 2060 Ja / 1537 Nein
  • Nein zum Rosengartentunnel (kantonal) - 1362 Ja / 2067 Nein
  • Ja zum Taxigesetz (kantonal) - 1798 Ja / 1500 Nein
  • Nein zur Mittelstandsinitiative (kantonal) - 957 Ja / 2478 Nein
  • Nein zur Entlastungsinitiative (kantonal) - 1363 Ja / 2091 Nein

Pia Lienhard zieht in Gemeinderat ein

Die Lindauer Exekutive ist wieder komplett. Auf den zurückgetretenen Hanspeter Frey (SVP) folgt Pia Lienhard. Die FDP-Kandidatin erzielte 938 Stimmen. Ihr Kontrahent Stephan Schori (SVP) kam auf 639. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,4 Prozent. Lienhards Wahl erfolgte im zweiten Anlauf, nachdem im ersten Wahlgang keiner der Kandidierenden das absolute Mehr schaffte.

Erster Fingerzeig in Wildberg

Es sieht nicht gut aus für die neuen Räumlichkeiten des Sozialdienstes des Bezirks Pfäffikon. Das erste Abstimmungsergebnis dazu kommt aus der Gemeinde Wildberg. Mit 260 zu 90 Stimmen wurde die Vorlage hier abgelehnt. Wie aussagekräftig das deutliche Nein der kleinen Gemeinde ist, muss sich in den nächsten Stunden noch zeigen.

So stimmte Hinwil

Grünen-Politikerin Marionna Schlatter begrüsst das Nein zum Rosengartentunnel. Das Aus für die Mietwohnungs-Initiative bedauert die Hinwilerin hingegen.

  • Nein zur Mietwohnungs-Initiative (national) - 1197 Ja / 2109 Nein
  • Ja zum Antidiskriminierungsgesetz (national) - 1673 Ja / 1633 Nein
  • Nein zum Rosengartentunnel (kantonal) - 1238 Ja / 1819 Nein
  • Ja zum Taxigesetz (kantonal) - 1505 Ja / 1473 Nein
  • Nein zur Mittelstandsinitiative (kantonal) - 1053 Ja / 2031 Nein
  • Nein zur Entlastungsinitiative (kantonal) - 1199 Ja / 1929 Nein

So stimmte Wetzikon

  • Nein zur Mietwohnungs-Initiative (national) - 2502 Ja / 3251 Nein
  • Ja zum Antidiskriminierungsgesetz (national) - 3204 Ja / 2562 Nein
  • Nein zum Rosengartentunnel (kantonal) - 2035 Ja / 3401 Nein
  • Ja zum Taxigesetz (kantonal) - 3063 Ja / 2230 Nein
  • Nein zur Mittelstandsinitiative (kantonal) - 1527 Ja / 3957 Nein
  • Nein zur Entlastungsinitiative (kantonal) - 2361 Ja / 3168 Nein

 

Bandwies – vom Vorzeigeobjekt zum Zankapfel

Spannung ist auch in Rüti garantiert. Hier sollen im Zentrum 120 Mietwohnungen, Büros und Läden entstehen. Doch ein Gutachten der Heimatschutzkommission kritisiert den Gestaltungsplan. Der Gemeindeversammlung war's egal. Sie stimmte dem Projekt zu. Ob es nun auch an der Urne abgesegnet wird. Gleich werden wir mehr wissen.

Wetzikon sagt Ja zu Förderung erneuerbarer Energien

Die Stimmbevölkerung unterstützt die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien per Rahmenkredit. Mit 4105 Ja- und 1494 Nein-Stimmen fiel das Resultat deutlich aus – bei einer Stimmbeteiligung von knapp 37 Prozent.

Spannende Ausgangslage in Uster

National und kantonal scheinen – bis auf das Taxigesetz (kantonal) – alle Trends gemacht. Spannender bleibt es dagegen in Uster. Hier sollen für drei Millionen neue Fussballplätze entstehen – darunter auch ein Kunstrasen, der ganzjährig bespielbar ist. Lange Zeit sah es nach einer deutlichen Zustimmung zu dem Projekt aus. Ob diese verflogen ist? In Kürze werden wir es wissen.

Schwerzenbacher Rechnungsprüfungskommission

Rolf Untersander ist neues Mitglied der RPK. Der Parteilose setzte sich im zweiten Wahlgang mit 332 Stimmen gegen seinen Konkurrenten Thomas Kuhn (FDP) durch, der 233 Stimmen erhielt. Kuhn hatte im ersten Wahlgang im November mit 298 Stimmen noch knapp das beste Resultat erreicht, verpasste allerdings das absolute Mehr.

Überraschendes Resultat in Wald

Die Schulbehörde hat ein neues Mitglied. Barbara Kessler (parteilos) aus Wald setzt sich an der Urne mit 1020 Unterstützern gegen ihre Kontrahentin durch. Karin Eggenberger von der FDP konnte nur 925 Stimmen für sich gewinnen.

Ehre, wem Ehre gebührt

In Fischenthal hat man am schnellsten ausgezählt. Dabei sagten die Stimmbürger fünf Mal Nein und nur einmal Ja. Das sind die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Nein zur Mietwohnungs-Initiative (national) - 206 Ja / 397 Nein
  • Nein zum Antidiskriminierungsgesetz (national) - 234 Ja / 364 Nein
  • Nein zum Rosengartentunnel (kantonal) - 222 Ja / 359 Nein
  • Ja zum Taxigesetz (kantonal) - 292 Ja / 281 Nein
  • Nein zur Mittelstandsinitiative (kantonal) - 180 Ja / 402 Nein
  • Nein zur Entlastungsinitiative (kantonal) - 221 Ja / 369 Nein

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aller Gemeinden werden wir publizieren, so bald uns diese komplett vorliegen.

Nationale und kantonale Trends

Während die Ergebnisse aus der Region noch auf sich warten lassen, gibt es national und kantonal schon erste Hochrechnungen. Dabei sehen die Trends wie folgt aus:

  • Nein zur Mietwohnungs-Initiative (national) - Kanton Zürich sagt mit 55 % Nein
  • Ja zum Antidiskriminierungsgesetz (national) - Kanton Zürich sagt mit 61 % Ja
  • Nein zum Rosengartentunnel (kantonal)
  • Ja zum Taxigesetz (kantonal)
  • Nein zur Mittelstandsinitiative (kantonal)
  • Nein zur Entlastungsinitiative (kantonal)

Neue Räume für Sozialdienst

Spannend wird es in Pfäffikon. Die Stimmbürger aller Bezirksgemeinden müssen über einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 320'000 Franken abstimmen. Dieser soll dem Sozialdienst Bezirk Pfäffikon den Umzug an einen grösseren Standort ermöglichen. Die Rechnungsprüfungskommission ist wenig begeistert und moniert einen zu hohen Quadratmeterpreis. Unter den Bezirksparteien sind die Meinungen geteilt. Gleiches gilt auch für die betroffenen Ortsparteien. Ausgang also offen.

Das läuft in den Gemeinden

Hier könnte es bei einigen Sachgeschäften durchaus spannend werden. In Rüti wird zum Beispiel über den Gestaltungsplan Bandwies und die Planung des Wärmeverbundnetztes ARA abgestimmt. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird die Entscheidung der Pfäffiker zu den neuen Räumen des Sozialdienstes. Und gibt es ein Ja in Uster zu den neuen Fussballplätzen? Eine Übersicht zu sämtlichen kommunalen Vorlagen finden Sie hier.

Grüezi und herzlich willkommen!

Wir begrüssen Sie zu unserem Live-Ticker am heutigen Abstimmungssonntag. Im Glattal und Zürcher Oberland muss das Stimmvolk heute über einige umstrittene Vorlagen entscheiden. Was findet eine Mehrheit und wozu sagt das Stimmvolk Nein? Wir halten Sie dazu auf dem Laufenden.

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Zitat ZO online: Die Schulbevölkerung hat ein neues Mitglied. Barbara Kessler (parteilos) aus Wald setzt sich an der Urne mit 1020 Unterstützern gegen ihre Kontrahentin durch. Karin Eggenberger von der FDP konnte nur 925 Stimmen für sich gewinnen.

Kommentar: Ist die Schulbevölkerung oder die Schulbehörde gemeint?