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Meret Schneider kann dank Nationalratsmandat Schulden tilgen

Ustermer Neo-Nationalrätin

Meret Schneider kann dank Nationalratsmandat Schulden tilgen

Die Neo-Nationalrätin kann dank des Mandats ihre Schulden abzahlen – die stammen von einem Rechtsstreit mit Tierschützer Erwin Kessler.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 29. Dezember 2019, 14:55 Uhr Ustermer Neo-Nationalrätin
Meret Schneider
Meret Schneider hat vor Gericht gegen den umstrittenen Tierschützer Erwin Kessler verloren. Deshalb sitzt sie auf Schulden.
Nathalie Taiana

Die grüne Neo-Nationalrätin Meret Schneider aus Uster ist bekanntermassen eine engagierte Tierschützerin, Food-Waste-Aktivistin, Klimaschützerin und neu gewählte Nationalrätin. Nun gerät die Ustermer Ex-Gemeinderätin in die Schlagzeilen: «Ich habe 20'000 Franken Schulden», sagte sie gegenüber dem «Sonntagsblick». Mit ihrem Lohn als Parlamentarierin kann sie diese nun endlich tilgen. 

Hintergrund ist ein Rechtsstreit unter Tierschützern: Im Vorfeld der Basler Fleischlos-Initiative 2018 kritisierte Mitinitiantin Schneider auf den sozialen Me­dien einen anderen, streitbaren Tierschützer: Erwin Kessler (75), Präsident und Geschäftsführer des Vereins gegen Tierfabriken (VgT). Dabei ging es um Antisemitismus- und Rassismus-Vorwürfe.

Gerichts- und Anwaltskosten beider Parteien

Kessler verklagte Schneider wegen Persönlichkeits- und Ehrverletzung. Nach dem Freispruch vor der Staatsanwaltschaft zog er den Fall weiter. Schneider wurde verurteilt. Sie musste die Anwaltsrechnungen beider Parteien berappen. Und sass plötzlich auf Gerichts- und Anwaltskosten von rund 30'000 Franken. Ein harter Schlag. «Ich musste lernen, mit sehr wenig Geld zu leben», sagt sie.

Um ihre Organisation nicht zu belasten, hatte sie erklärt, ihre Äusserungen als Privatperson gemacht zu haben.

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