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Keine Zeit für Heimweh

Politikerinnen aus der Region starten in Bern

Keine Zeit für Heimweh

Wenn heute die Bundesversammlung neu konstituiert und vereidigt wird, sind mit Marionna Schlatter und Meret Schneider auch zwei grüne Zugpferde aus dem Zürcher Oberland dabei. Der Ex-Gossauer Andri Silberschmidt (FDP) wird zudem als jüngstes Ratsmitglied eine Rede halten.

Benjamin
Rothschild
Montag, 02. Dezember 2019, 11:00 Uhr Politikerinnen aus der Region starten in Bern

Das Wichtigste in Kürze:

  • Heute startet das Bundesparlament in seine 51. Legislatur
  • Mit dabei sind auch die grünen Neo-Nationalrätinnen Meret Schneider (Uster), Marionna Schlatter (Hinwil) sowie der Freisinnige Andri Silberschmidt (bis vor kurzem Gossau)
  • Züriost ist dabei und liefert regelmässig Updates

 

18:00 Meret Schneider hat sich schon eingelebt

«Bedeutungsschwanger und pompös» - Meret Schneider blickt auf ihre ersten Stunden im Nationalratssaal zurück. Uster und die Budgetdebatte scheinen ob all der Eindrücke weit weg.

Meret Schneider fühlt sich wohl im Parlament. Video: Benjamin Rothschild.

17:45 «Die Wurzeln vergisst man nicht»

Der gebürtige Gossauer Andri Silberschmidt erzählt, wie er die Minuten am Rednerpult erlebt hat und inwiefern er beim Politisieren in Bern auch an das Zürcher Oberland denken wird.

Andri Silberschmidt über seine Rede vor dem Parlament. Video: Benjamin Rothschild

17:15 Marionna Schlatter ist beeindruckt:

So erlebte die Hinwilerin Marionna Schlatter ihren ersten Tag als Nationalrätin.

Marionna Schlatter nach ihrer Vereidigung. Video: Benjamin Rothschild

16:50 Stolze Meret Schneider: 

Dieser Pin macht die junge Ustermerin offiziell zu einer Nationalrätin. Stolz postet sie auf Facebook ihre Auszeichnung und freut sich bereits auf die Wintersession. 

14:45 Silberschmidt spricht vor dem Parlament über Klima und AHV

Als jüngstes Nationalratsmitglied kam auch dem gebürtigen Gossauer Andri Silberschmidt (FDP, heute in Zürich wohnhaft) die Ehre zu, anlässlich der Neukonstituierung des Bundesparlaments eine Rede zu halten.

Bei dieser Gelegenheit nahm der 25-Jährige unter anderem Bezug auf die Sozialwerke: «Wie auf keinem anderen Gebiet wird das, was wir in den kommenden vier Jahren im Bereich der AHV und der zweiten Säule entscheiden, für meine Generation in 30 oder 40 Jahren grösste Auswirkungen haben», sagte er. «Wenn ich heute mit Gleichaltrigen spreche, dann sagen mir diese ohne Zurückhaltung, dass sie nicht damit rechnen, nach ihrer Pensionierung von der AHV oder der zweiten Säule in genügendem Ausmass profitieren werden zu können.» Es gelte bei der jungen Generation das Vertrauen zurückzugewinnen.

Auch auf die Klimabewegung nahm Silberschmidt Bezug «Wenn ich die Stimmungslage gerade auch des bürgerlich ausgerichteten Teils der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenfasse, dann sind in dieser entscheidenden Zukunftsfrage nicht mehr langatmige Diskussionen und ein Austausch von gegenseitigen Vorwürfen gefragt, sondern praktikable Lösungen», meinte er. Das seine Sichtweise auf diese Thematik klar bürgerlich geprägt ist, verhehlte Silberschmidt nicht: So vertrat er den Standpunkt, dass in diesem Beriech «zuerst die Verantwortung jedes Einzelnen gefragt ist und erst dann staatliche Regulierungen beschlossen werden sollen, wo diese zwingend nötig sind.»

Silberschmidts politische Präferenzen drangen auch zum Schluss seiner Rede durch, als er sich für den «Abbau unnötiger Hemmnisse» aussprach und die «schwindende Wettbewerbsfähigkeit» der Schweiz thematisierte.

13:00 Bern statt Uster

Auf dem Weg nach Bern stärkt sich die grüne Neo-Nationalrätin Meret Schneider noch mit einem Kaffee im Zug. Dass sie die heutige Gemeinderatssitzung in Uster verpasse, weil sie in Bern weile, reut die Nationalrätin nicht - die Budgetdebatte, die heute im Ustermer Parlament auf der Traktandenliste steht, hätte sie aber spannend gefunden. 

Meret Schneider nimmt die letzte Stärkung vor ihrer Vereidigung zu sich. Video: Benjamin Rothschild
Mit dem Zug geht es von Zürich nach Bern.

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