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Der Wahlsonntag zum Nachlesen

National- und Ständeratswahlen

Der Wahlsonntag zum Nachlesen

Die Schweiz hat gewählt und die grüne Welle ist Tatsache. Daniel Jositsch (SP) vertritt den Kanton Zürich im Ständerat. Ruedi Noser, Roger Köppel und Marionna Schlatter sowie Tiana Angelina Moser müssen in den zweiten Wahlgang. Aus Oberländer Sicht schaffen es auch einige Jungpolitiker nach Bern.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 20. Oktober 2019, 22:40 Uhr National- und Ständeratswahlen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Endergebnisse der Nationalratswahlen zeigen: Die Grünen schaffen Historisches und gewinnen 17 Sitze dazu. Sie überholen damit die CVP. SVP, SP und FDP verlieren Stimmanteile. Auch die GLP legt neun Sitze zu.  
  • Die Oberländer Delegation im Nationalrat: Rosmarie Quadranti (BDP) und Claudio Zanetti (SVP) wurden abgewählt, dafür gehen Marionna Schlatter (Grüne), Meret Schneider (Grüne) sowie Andri Silberschmidt (FDP) neu nach Bern. Kantonsweit verlieren SP und SVP je zwei Sitze, GLP und Grüne legen je drei Sitze zu. 
  • Die Schlussresultate im Ständerat: Daniel Jositsch schafft die Wiederwahl im ersten Anlauf. Ruedi Noser (FDP), Roger Köppel (SVP) und Marionna Schlatter (Grüne) sowie Tiana Angelina Moser (GLP) müssen in den zweiten Wahlgang.

 

Die Analyse zu den Nationalratswahlen 

Die Zürcher Sitzverteilung im Nationalrat 

Die nationalen Ergebnisse in der Übersicht

Ticker

23:30 Uhr - Das wars!

Das war der Wahltag aus Oberländer Sicht. Das prognostizierte Glanz-Resultat der Grünen und der GLP ist Tatsache. Wir halten Sie auch in den kommenden Tagen auf Züriost auf dem Laufenden und beantworten die wichtigsten Fragen: Was wird aus den Grünen Begehrlichkeiten auf einen Bundesratssitz? Wer tritt im zweiten Wahlgang für den Zürcher Ständeratssitz nochmals an? Werden Meret Schneider und Marionna Schlatter ihre Kantonsratsmandate niederlegen? Und wie geht es mit Rosmarie Quadranti und der BDP weiter? 

Wir danken für das Interesse. Gute Nacht! 

23:25 Uhr - Das sagen die Oberländer Kandidaten

Statt wie bisher fünf ziehen neu nur noch vier Oberländer Politiker nach Bern. Die Vertretung wird jünger, weiblicher und vor allem grüner. Die grossen Verlierer heissen Quadranti und Zanetti.

Hier äussern sich die Oberländer Kandidaten > > >

23:15 Uhr - Das Schlussresultat ist da!

Das lange Warten auf den Kanton Waadt hat ein Ende. Die Grünen sind die grossen Gewinner der Nationalratswahlen in der Waadt. Sie verdoppelten ihre Sitzzahl von zwei auf vier. Auch die Grünliberalen gewannen einen Sitz hinzu. FDP und SP bleiben mit je fünf Mandaten die wählerstärksten Parteien.

Damit sind alle Kantone ausgezählt

Der Nationalrat setzt sich neu wie folgt zusammen: Die SP holt 39 Sitze, 4 weniger als 2015 und damit einer weniger als noch bei der zweiten Nationalen Hochrechnung. Die Grünen fahren einen erdrutschartigen Sieg ein und holen 17 Mandate mehr als noch 2015 und haben neu 28 Mandate. Ein Mandat weniger als die FDP die insgesamt vier Sitze verliert. Die CVP verliert 2 Sitze, hat neu 25 Mandate und ist damit nur noch fünftstärkste Kraft. Auch die GLP legt kräftig zu und holt 9 Sitze mehr als vor vier Jahren und kommt neu auf 16 Sitze. Die BDP büsst vier Sitze ein und verpasst mit ihren drei Sitzen die Fraktionsstärke. Die SVP verliert nun sogar einen Sitz mehr als bei der zweiten Hochrechnung (-12) und kommt neu auf 53 Mandate. Andere erhalten 8 Sitze. 

22:30 Uhr - Der Kanton Waadt fehlt noch

Bisher sind 25 von 26 Kantonen ausgezählt: Einzig der Kanton Waadt fehlt noch. Aber auch da zeichnet sich in der Hochrechnung eine Verschiebung vom Bürgerlichen ins Links-Grüne Lager ab. 

22:15 Uhr - Der Kommentar des Chefredaktors

Auf die Wahlsieger dieses Wochenendes werden hohe Erwartungen gesetzt. Ob sie diese erfüllen können, ist unsicher. Der Kommentar von Chefredaktor Christian Brändli. 

Nun kommt die Bewährungsprobe > > >

22 Uhr - Die Einschätzung der Wahlergebnisse

Chefredaktor Christian Brändli vermutet, dass viele SP-Wähler zu den Grünen gewechselt haben. Der BDP gibt er zumindest im Kanton Zürich keine Zukunft mehr. Ausserdem schätzt er das Rennen um den zweiten Zürcher Ständeratssitz als knapp ein, glaubt aber, dass es FDP-Kandidat Ruedi Noser schaffen wird. Video: Simon Grässle

21:45 Uhr - Prominente Zürcher fliegen raus

Neben Claudio Zanetti (SVP) aus Gossau hat es auch weitere prominente Vertreter der Zürcher Politik erwischt. SVP-Mann Christoph Mörgeli schafft die Wahl genauso nicht wie die beiden SP-Vertreter Martin Naef und Thomas Hardegger. Bei der FDP erwischte es den Dirketor des Gewerbeverbandes Hans-Ulrich Bigler sowie Kathy Riklin, sie trat nicht mehr für die CVP sondern für die CSV an, weil sie von der CVP nicht mehr aufgestellt wurde. 

Die Sitze verschieben sich in Zürich wie in der dritten Hochrechnung prognostiziert: GLP und Grüne gewinnen je drei Sitze, SVP und SP verlieren je zwei Sitze, BDP und CVP je einen Sitz.

21:30 Uhr - In Bern brechen neue Zeiten an

In Bern brechen nach diesem Wahltag neue Zeiten am Polit-Horizont an: Regenschirme über dem Hive, wo die Grünliberalen ihren Wahlsieg feierten, symbolisieren die Omnipräsenz des Klima-Themas an den diesjährigen nationalen Wahlen.

Jünger und Weiblicher

Noch fehlen die Ergebnisse aus dem Kanton Waadt aber eines lässt sich jetzt schon sagen: Der Nationalrat wird etwas jünger und vor allem weiblicher. Für den Ständerat lässt sich noch keine Aussage treffen. Es kommt in etlichen Kantonen zu zweiten Wahlgängen. 

21 Uhr - Wer ist Meret Schneider?

Regelmässige Züriost-Leser werden sich diese Frage wohl kaum stellen. Die grüne Neo-Nationalrätin ist eine waschechte Oberländerin und hat in Uster schon in jungen Jahren politisch Spuren hinterlassen. Züriost hat die heute 27-Jährige 2017 porträtiert. Eine Lese-Empfehlung der Redaktion. 

Die idealistische Pragmatikerin > > > 

20:40 Uhr - Schlatter will rechtzeitig schlafen gehen

Das hervorragende Ergebnis der Grünen auf nationaler Ebene lässt eine Kandidatur von Marionna Schlatter im 2. Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen noch wahrscheinlicher erscheinen. 

Eine rauschende Partynacht steht der Hinwilerin aber nicht bevor. Sie will an diesem historischen Wahlabend rechtzeitig ins Bett, um morgen wieder im Kantonsrat auf der Matte zu stehen.

20:25 Uhr - Diese Oberländer sind gewählt

Es scheint nicht nur der Wahltag der Grünen und Grünliberalen, sondern vor allem auch der Jungen zu sein. Aus Oberländer Sicht schaffen mit Marionna Schlatter (Grüne/Hinwil), Meret Schneider (Grüne/Uster) und dem in Gossau aufgewachsenen Andri Silberschmidt (FDP) den Sprung nach Bundesbern. Dasselbe gilt für Fabian Molina (SP), der lange in Illnau zuhause war. Auf der Strecke bleibt hingegen der Volketswiler Benjamin Fischer.

Die Oberländer Delegation in der Übersicht > > >

Ausserdem schaffen es die beiden Bisherigen Bruno Walliser (SVP/Volketswil) und Martin Bäumle (GLP/Dübendorf). Ein bitterer Tag war es für die Illnauerin Rosmarie Quadranti. Die Chefin der BDP-Bundeshausfraktion wurde abgewählt.

20:10 Uhr - Grüne Parteien legen weiter zu

Die zweite nationale Hochrechnung zeigt, dass die grünen Parteien weiter zulegen können und ein historisches Ergebnis einfahren werden. Im Vergleich zur Hochrechnung von 18 Uhr legen GLP und Grüne nochmals jeweils einen Sitz zu. Die Verschiebungen in der Übersicht: 

Die SVP verliert 11 Sitze und hat neu 54. Die SP verliert im Vergleich zur ersten Hochrechnung noch einen Sitz (-5) und hat 38 Vertreter im Nationalrat. Die FDP verliert vier Sitze und hat neu 29 Mandate. Die Grünen können insgesamt 17 Sitze zulegen und kommen auf 28 Sitze – und hat damit nur noch einen weniger als die FDP. Die CVP verliert neu 3 Sitze und kann mit 25 Sitzen rechnen. Die GLP holt gemäss der neusten Prognose neue 9 Mandate und kommt auf 16 Sitze. Die BDP verliert 4 und kommt neu auf 3 Mandate – sie verliert damit die Fraktionsstärke. Die EVP kann dagegen einen Sitz zulegen und hat neu 4 Mandate. 

19:45 Uhr - Schlatter und Schneider stossen an

Strahlende Wahlsiegerinnen aus der Region: Die Hinwilerin Marionna Schlatter (links) und die Ustermerin Meret Schneider an der Wahlfeier der Zürcher Grünen im Cabaret Voltaire. (Foto: Mirjam Müller)

19:20 Uhr - Das sagt Martin Bäumle zum guten Abschneiden seiner Partei

Zittert noch um den sechsten Zürcher GLP-Sitz, blickt aber mit Vorfreude auf die anstehende Legislatur: Der wiedergewählte Dübendorfer GLP-Nationalrat Martin Bäumle.

19:10 Uhr - Ustermer Gemeinderätin zum Ergebnis der GLP

Aufgeräumte Stimmung auch im Zürcher Szeneclub Hive: Beatrice Caviezel, Grüne Gemeinderätin und Nationalratskandidatin aus Uster, freut sich über die gemäss Hochrechnung 3 gewonnenen GLP-Sitze im Kanton Zürich.

«Das letzte Mal war ich derart nervös, als Roger Federer gespielt hat. Aber jetzt ist alles gut», sagt sie. Caviezel selbst war auf dem 31. Listenplatz klassiert und konnte einige Listenplätze gut machen. Wie viele? Hat sie in der Euphorie vergessen.

19 Uhr - Wahlbeteiligung in der Region

Diese Karte zeigt die Wahlbeteiligung bei den Nationalratswahlen in der Region. 

18:50 Uhr - Grüner Sitzgewinn ist historisch

Die Grünen könnten heute mehr Sitze gewinnen als die SVP bei den Wahlen 1999. Diese schaffte damals mit plus 15 Sitzen einen Rekord. Gemäss Hochrechnungen gewinnen die Grünen schweizweit 16 Sitze dazu. 

18:45 - Ex-Bundesratskandidat Rime in Freiburg abgewählt

Im Kanton Freiburg gewinnen die Grünen einen Sitz auf Kosten der SVP. Der bisherige SVP-Nationalrat Jean-François Rime wurde abgewählt. Die SP konnte ihren beiden Sitze verteidigen. Auch die CVP konnte ihre beiden Sitze halten. Die FDP wiederum verteidigt ihren einzigen Sitz mit Jacques Bourgeois.

18:40 Uhr - Grünen-Chefin zur Bundesratsfrage

«Der aktuelle Bundesrat passt nicht mehr zum neuen Mitte-links-Parlament», sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz in der TV-Runde der Parteichefs.

18:30 Uhr - Das sagt Patrick Walder zu den Sitzverlusten der SVP

Nun da etwas genauere Zahlen vorliegen, spricht Patrick Walder, Interimspräsident der Zürcher SVP, von einem «offenen Rennen um den zweiten Ständeratssitz». Zudem hofft er, dass es bei dem einen verlorenen SVP-Sitz in der Zürcher Vertretung in der grossen Kammer bleibt. 

18:25 Uhr - Wundenlecken bei der SP

Wie erwartet keine Hoffnungen auf ein Nationalratsmandat machen konnte sich Susanne Sieber (SP). In einer ersten Reaktion zeigt sie sich enttäuscht über das Abschneiden ihrer Partei. «Unser individueller Zeitgeist schreit offensichtlich nicht nach sozialem Zusammenhalt», sagt die Sternenbergerin. «Es geht uns offensichtlich gut, was ja schön ist.» Es bleibe für sie aber die Frage, wer durch die Maschen falle. «Vermutlich hat es die SP nicht geschafft eigene Themen neben dem Klima zu setzten, wie Arbeit-, Krankenkassen- oder Altersfragen.»

18:20 Uhr - So hat die Region gewählt

In unserer interaktiven Karte zeigen wir, welche Parteien in der Region gewählt wurden. 

18:15 Uhr - Grüne verdoppeln ihre Sitze

Die Grünen dürften neu 27 Sitze im Nationalrat stellen. Das sind 16 mehr als heute. Von diesen Zahlen geht die zweite nationale Hochrechnung von SRF aus. Die Grünen würden damit nicht nur die CVP überholen, die nach zwei Verlusten noch 26 Mandate hätte, sondern auch nahe zur FDP aufschliessen.

Die Liberalen dürften 4 Sitze verlieren und noch 29 Mandate haben. Gleich viele Plätze abgeben müsste demnach die SP, die auf 39 Sitze käme. Ein grosses Minus gäbe es bei der stärksten Partei, der SVP. Sie muss mit einem Verlust von 11 Sitzen rechnen und hätte noch 54.

Die GLP kann mit einem Plus von 8 Sitzen rechnen und käme auf 15 Mandate. Die BDP hätte 4 Sitze weniger und damit noch 3. Gleich viele hätte die EVP, die mit einem Gewinn rechnen kann.

18:07 Uhr - Die Grünen jubeln

Die nationalen Hochrechnungen sind da. Im Cabaret Voltaire bejubelnd die Grünen die 16 gewonnen Sitze euphorisch und ausdauernd. (Ein Update der Gesamt-Hochrechnungen folgt in wenigen Minuten)

18:05 Uhr - «Die Guten» im Walcheturm

Gefärbte Haare, Flaschenbiere und Rotweingläser: Vertreter der Liste 17 «die Guten» sind auch im Wahlzentrum eingetroffen. Sie behaupten von sich selber, dass sie eine Gruppe von politisch engagierten Freunden sind, die beschlossen haben, an den jetzigen Nationalratswahlen ernst zu machen. 

18 Uhr - Usters Stadträtin Karin Fehr Thoma im Interview

Die grüne Welle ist definitiv ins Cabaret Voltaire übergeschwappt. Im Zürcher «Dada-Haus» herrscht gute Laune und Euphorie - auch bei der Ustermer Stadträtin Karin Fehr. Sie freut sich über den prognostizierten grünen Oberländer Doppelerfolg: Das gute Abschneiden von Marionna Schlatter (Hinwil) bei den Ständeratswahlen und von Meret Schneider (Uster), die gemäss aktuellen Hochrechnungen in den Nationalrat einziehen wird.

 

17:50 - Claudio Zanetti vor der Abwahl

Am späteren Nachmittag ist Claudio Zanetti (SVP) in Illnau eingetroffen. Der Gossauer muss noch immer um seinen Sitz zittern.

Das Resultat sei bedauerlich, sagt Zanetti. «Nicht für mich persönlich, sondern für die Partei.» Sein Abschneiden sei eine Enttäuschung, aber kein Drama. «Wenn man an eine Wahl geht, muss man damit rechnen, dass man verliert.» Dass er mehrere Listenplätze nach hinten gereicht wurde, erklärt er sich damit, dass er sich regelmässig eine eigene Meinung leiste.

«Da wird man dann halt von einigen von der Liste gestrichen.» Das habe er aber in Kauf genommen: «Bei der Wahl zwischen einer eigenen Meinung oder einem Sitz entscheide ich mich für die eigene Meinung.» Es komme für ihn deshalb nicht ganz überraschend, falls er nicht wiedergewählt würde. «Ich wusste, dass ich mit gewissen Positionen anecke.»

17:40 Uhr - Köppel äussert sich zu seinem Abschneiden

SVP-Ständeratskandidat Roger Köppel sagt, dass es ihm stets darum gegangen sei, «als einsamer Winkelried gegen diese gigantische Klima-Propaganda-Walze anzutreten.» Die aktuelle Zürcher Vertretung im Ständerat sei halt schon klar Mitte-Links dominiert.

17:30 Uhr - Das sagt Ruedi Noser zu seinem Resultat

Der freisinnige Ständerat Ruedi Noser sagt, er sei überzeugt, dass ihm die Wiederwahl im zweiten Durchgang gelingen werde. «Ich glaube, wenn der Kanton Zürich Herrn Jositsch und mich nach Bern schickt, ist die ganze Vertretung dieses Kantons abgedeckt.»

17:20 Uhr - Daniel Jositsch im Gespräch

SP-Ständerat Daniel Jositsch hätte nicht damit gerechnet, gleich auf Anhieb das absolute Mehr zu erreichen. Im Hinblick auf den zweiten Wahlgang hält er es für möglich, dass Alles beim Alten bleibt. «Die Historie spricht dafür. Es ist schon lange kein Ständerat aus dem Kanton Zürich mehr abgewählt worden.»

17:10 Uhr - Gelingt Meret Schneider der Coup?

Gemäss aktuellen Hochrechnungen dürfte sich die Sitzzahl der Zürcher Grünen von 2 auf 5 erhöhen. 

Der Ustermer Kantonsrätin Meret Schneider gelänge gemäss diesen Prognosen der Coup: sie ist aktuell vom sechsten auf den fünften Platz vorgerückt - und wäre damit Stand jetzt Nationalrätin.

17 Uhr - Tiana Angelina Moser (GLP) im Interview

Die in Weisslingen aufgewachsene Tiana Angelina Moser ist hocherfreut über die möglichen Sitzgewinne der Grünliberalen. Zum zweiten Ständeratswahlgang meint Moser, dass es wenig Sinn macht, dass alle Kandidaten aus dem ersten Durchgang nochmals antreten. Die GLP werde sicherlich mit den Grünen, aber auch mit anderen Parteien Gespräche führen.

16:55 Uhr - Daniel Jositsch vertritt Zürich

Um 16.45 Uhr ist das Endresultat des ersten Wahlgangs für den Ständerat da: Daniel Jositsch (SP) schafft auf Anhieb den Wiedereinzug in die kleine Kammer. Mit 216‘679 Stimmen übertrifft er das absolute Mehr von 183‘919 Stimmen deutlich.  

Der zweite Bisherige, Ruedi Noser (FDP), muss in den zweiten Wahlgang. Er blieb rund 40‘000 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Er konnte aber Roger Köppel (SVP) klar distanzieren. Relativ nah beieinander liegen Marionna Schlatter (Grüne) und Tiana Moser (GLP). Ob sie zum zweiten Wahlgang antreten werden, wird sich am Montag respektive Dienstag zeigen.

16:50 Uhr - 3. Hochrechnung Nationalrat

Es ist ein Hin und Her bei der Sitzverteilung im Kanton Zürich. Die dritte Hochrechnung von 16.11 Uhr ergibt wieder eine leichte Veränderung bei der Sitzverteilung. Neu würde die SVP jetzt zwei Sitze verlieren und noch zehn Mandate haben.

Dafür würde die SP statt drei nur zwei Sitze verlieren. Damit wäre Fabian Molina, der bis vor kurzem noch in Illnau-Effretikon daheim war, wieder in den Nationalrat einziehen. Bei der SVP ist Bruno Walliser (SVP) mit dem achten Platz auf der sicheren Seite. Beni Fischer (Volketswil) tastet sich langsam nach vorne und würde jetzt auf dem zweiten SVP-Ersatzplatz liegen. Bei der FDP ist der ehemalige Gossauer Andri Silberschmidt nun auf dem ersten Ersatzplatz.

16:45 - Interaktive Karte zum Zwischenstand im Ständerat

So haben die Ständeratskandidaten in der Region abgeschnitten. 

16:30 Uhr - Rosmarie Quadranti im Interview

«Die Hoffnung stirbt zuletzt», betont Rosmarie Quadranti (BDP) und verweist auf das noch ausstehende Schlussresultat. «Für die Zukunft werden wir wohl unsere Partei von Grund auf wieder sauber aufbauen müssen», so die Illnauerin weiter.

16:20 Uhr - Levrat muss in den zweiten Wahlgang

Das schlechte Abschneiden der SP bekommt auch der Freiburger Ständerat und SP-Präsident Christian Levrat zu spüren. Im 1. Wahlgang wird in Freiburg nämlich kein Sitz vergeben. Amtsinhaber Christian Levrat (SP) kommt mit 36'958 Stimmen klar auf Platz 1. Der zweite Amtsinhaber Beat Vonlanthen (CVP) fällt jedoch deutlich zurück und erreicht nur 23’316 Stimmen. Die FDP-Kandidatin Johanna Gapany (19’534), SVP-Nationalrat Pierre-André Page (18’497) und der grüne Kandidat Gerhard Andrey (16’171) kommen Vonlanthen alle näher als zu erwarten war. Im zweiten Wahlgang wird es darum interessant sein, wer alles noch einmal antritt.

16:15 Uhr - Regierungsrat Neukom äussert sich

Der grüne Baudirektor Martin Neukom freut sich zwar für seine Parteikollegin. Dass hingegen die SP aktuell 3 Sitze verliert sei sehr, sehr bitter.

16:10 Uhr - Grüne werden neu viertstärkste Kraft

Auf nationaler Ebene liegt die erste Hochrechnung von SRF zu den Wähleranteilen vor. Diese sagt nichts über die effektive Sitzverteilung aus, sondern zeigt nur die Prozente am Wählerkuchen an, die die einzelnen Parteien auf sich vereinen. Stärkste Partei bleibt demnach die SVP mit 26,3%, allerdings sind das 3,1% weniger als vor vier Jahren. Zweitstärkste Partei bleibt die SP mit 16,5%. Ihre Verluste liegen bei 2,3 Prozentpunkten.

Die FDP als drittstärkste Kraft würde gemäss dieser Hochrechnung 1,2% verlieren und noch 15,2% erreichen. Die grossen Gewinner sind die Grünen (+5,6% auf 12,7%), die neu auf dem vierten Platz liegen und die CVP überholen. Diese können immerhin auch leicht zulegen (+0,4) auf 12%. Auf den weiteren Plätzen folgen die GLP (+3 auf 7,6%), BDP (-1,7 auf 2,4%), und die EVP (+0,2 auf 2,1%).

15:58 - Martin Suter vor der Nationalen Hochrechnung

Der Rütner SVP-Parteisekretär Martin Suter vor der SRF-Hochrechnung: «Ich hoffe es geht so weiter, so schlecht siehts nämlich nicht aus. Wir sind viel schlechter geschrieben worden, als wir jetzt abschneiden.» 

Im Vergleich zu den Kantonsratswahlen im Frühling hätten sich die Verluste für die SVP in Grenzen gehalten. Die momentan prognostizierten 11 SVP-Sitze seien aber noch nicht sicher, da bei den Hochrechnungen Listenverbindungen nicht berücksichtigt würden. Zittern müssen momentan der bisherige Claudio Zanetti (Gossau) und Benjamin Fischer (Volketswil).

15:55 - Oberländer Delegation dürfte schrumpfen

Mit der Hochrechnung von 15.15 Uhr liegen nun auch erste Aussagen zu den Kandidaten vor.

Aus Oberländer Sicht gibt es da einige Überraschungen: Bei der SVP würde Claudio Zanetti (Gossau) sein Mandat verlieren. Auf dem 11. Platz – und damit gerade noch bei den Gewählten – landet Bruno Walliser (Volketswil).  

Bei der GLP, die mit drei Sitzgewinnen rechnen kann, bleibt Martin Bäumle (Dübendorf) der einzige Vertreter aus der Region. Für die Grünen würde neu Marionna Schlatter (Hinwil) nach Bern ziehen. In Lauerstellung ist Meret Schneider (Uster).

Molina muss zittern

Obwohl er gegenüber dem Listenplatz einen Rang gutmacht, würde der ehemalige Gossauer Andri Silberschmidt (FDP) nicht in die Grosse Kammer einziehen können. Und  apropos ehemalige Oberländer: Fabian Mollina, der früher in Illnau-Effretikon wohnte, dürfte sein Mandat für die SP verlieren. Verlieren wird auch Rosmarie Quadranti (Illnau) ihren Sitz, den sie für die BDP innehat.

Unter dem Strich würde die Oberländer Delegation von jetzt fünf auf noch drei Personen schrumpfen.

15:50 Uhr - Marionna Schlatter in Zürich eingetroffen

Marionna Schlatter ist im Walcheturm in Zürich eingetroffen. Im Interview äussert sie sich zu ihrem Resultat und ihren Wahlchancen. 

15:45 - Erste Reaktion aus dem Lager der BDP

Für den in Bertschikon wohnhaften BDP-Politiker Marcel Lenggenhager wäre der Verlust des einzigen BDP-Nationalratssitzes im Kanton Zürich keine Überraschung. Dies habe sich schon an den kantonalen Wahlen im März abgezeichnet.

Damals verpasste die BDP-Vertretung das nötige Quorum und flog gänzlich aus dem Kantonsrat – darunter auch Lenggenhager, der im Wahlkreis Stadt Winterthur an den Start ging. «Es reicht einfach nicht, in einem Wahlkampf nur ein paar Facebook-Filmli zu machen. Da braucht es schon mehr», sagt Lenggenhager. Nun gelte es nächste Woche eine genauere Analyse mit Blick in die Zukunft der Partei vorzunehmen.

15:40 Uhr - SVP mit Schadenfreude

Im Rössli in Illnau trösten sich die SVP-Mitglieder mit dem noch schlechteren Abschneiden der SP im Kanton Zürich. Als die Nachrichtensprecherin die Verluste der Sozialdemokraten abliest, wird spontan applaudiert.

15:30 - Zweite Hochrechnung: SP verliert weiter an Boden

Die zweite Hochrechnung von 15:15 Uhr zeigt markante Veränderungen zur ersten. Die SP verliert noch einen weiteren Sitz und hätte noch 6 Mandate. Die FDP bliebe bei 5 Mandaten. Die Grünen würden noch einen zusätzlichen Sitz gewinnen und kämen ebenfalls auf 5 Sitze. Der CVP gelingt es nicht ihre beiden Sitze zu verteidigen und hätte neu nur noch einen Sitz wie die EVP. 

Hochrechnung (Stand 15:15 Uhr)

SVP - 1 Sitz (11), SP - 3 Sitze (6), GLP + 3 Sitze (6), FDP behält ihre 5 Sitze, Grüne + 3 Sitze (5), CVP - 1 Sitz (1), EVP (1), BDP - 1 Sitze (0)

15:25 Uhr - Orlando Wyss zum Abschneiden der SVP

Orlando Wyss, Dübendorfer Gemeinderat und Mitglied des kantonalen SVP-Präsidiums, mag sich ob der guten Prognose für den Dübendorfer Stadtrat Martin Bäumle und dessen GLP nicht so recht freuen: «Es ist nie erfreulich, wenn der politische Gegner gut abschneidet, auch wenn dieser aus der eigenen Heimatgemeinde kommt«, sagt er. Auch ist Wyss der Ansicht, dass sich ein Dübendorfer Stadtrat für die eine oder die andere politische Ebene entscheiden sollte: «Gleichzeitig Stadtrat und Nationalrat zu sein - das geht zeitlich einfach nicht auf», sagt er. Eine entsprechende Initiative der Dübendorfer SVP, die ein solches «Doppelmandat» verbieten wollte, scheiterte vor Jahren allerdings klar.

Auf den prognostizierten Sitzverlust der SVP angesprochen sagt Wyss: «Natürlich ist ein solcher ärgerlich. Die Verluste halten sich aktuell aber noch in Grenzen.» Auch müsse man berücksichtigen, dass die SVP vor vier Jahren sehr gut abgeschnitten habe und eine Wiederholung dieses Ergebnisses von Anfang an sehr schwer war.

15:20 Uhr - Resultate aus Fischenthal und Grüningen

Wie in anderen Tösstaler Gemeinden kann sich die SVP auch in Fischenthal gut halten und muss nur leichte Verluste hinnehmen. Mit einem Wähleranteil von 55,23% verfügt sie sogar über das absolute Mehr. Grüne legen um gut 4% zu und sind nun zweitstärkste Kraft, die SP verliert über 3%. Die GLP überholt die FDP, die bei rund 5,5% bleibt.

Herbe Verluste für die SVP in Grüningen

Über 6,5% verliert die SVP in Grüningen, die aber mit 36,5% weiterhin stärkste Kraft im Dorf bleibt. Die FDP kann sich leicht verbessern und holt 13,41% Wähleranteil. GLP und Grüne sind mit 11,5% praktisch gleichauf. Starke Einbussen hinnehmen muss auch die SP, die es auf noch 10,44% bringt (-3,46%).  

15:15 Uhr - Rosmarie Quadranti will noch nichts sagen

BDP-Nationalrätin Rosmarie Qadranti möchte sich momentan noch nicht zur ersten Hochrechnung äussern. Gemäss dieser würde die BDP ihren einzigen Sitz verlieren. Laut Quadranti seien die Prognosen bei den Prozentsätzen der BDP noch nicht zuverlässig genug. Einziger Kommentar: «Es sieht nicht gut aus, aber das wurde schon immer prophezeit.»

15:10 Uhr – Resultate aus Bauma und Dürnten

In Bauma rutscht die FDP punkto Wähleranteile zu den Kleinparteien ab. Sie hat noch 5,35%, ein Minus von 2,73%. Damit liegt sie gerade noch auf dem siebten Platz. Vor ihr platziert ist die EDU, dann die GLP mit 7,6% (+3,08%), die EVP mit 8,69% (+0,47%), die Grünen mit 9,5% (+4,33%) und die SP mit 10,88% (-2,17%). Unbestritten auf dem ersten Platz bleibt die SVP, die lediglich einen kleinen Verlust von 1,41 auf 44,15% hinnehmen muss.

GLP und Grüne schieben sich in Dürnten auf Plätze 2 und 3

Die SVP bleibt in Dürnten mit 36.35% (-2.00%) unbestritten auf Platz 1. Die GLP rückt mit 11.49% (+4.22%) auf den zweiten und die Grünen mit 11.42% (+6.37%) auf den dritten Rang vor. Die FDP muss nur leichte Verluste hinnehmen und landet bei 10.49%. Die SP verliert 4,81% und hat noch 10.01%. Während CVP, EDU und EVP konstant bleiben, stürzt die BDP auf 1.73% ab.

15:05 Uhr - Zweiter Durchgang erwartet

Der Kanton Zürich rechnet bereits damit, dass es zu einem zweiten Ständerats-Wahlgang kommen wird. Jedenfalls sind die Wahlzettel dafür bereits vorgedruckt worden.

Gemäss Hochrechnung zeigt sich, dass SP-Ständerat Daniel Jositsch die Wiederwahl schon im ersten Durchgang schafft. In der zweiten Runde könnte das Rennen dann möglicherweise zwischen Ruedi Noser (FDP), Roger Köppel (SVP), Marionna Schlatter (Grüne) oder Tiana Angelina Moser (GLP) entschieden werden. Der zweite Wahlgang findet dann am 17. November 2019  statt. 

 

15 Uhr - Martin Bäumle (GLP) vorsichtig optimistisch

Die ersten Hochrechnungen im Kanton Zürich prognostizieren den Grünliberalen neu sechs Sitze (+3). Der Dübendorfer Martin Bäumle der gemäss ebendiesen Prognosen den zweiten Listenplatz belegt, wähnt diesen Grosserfolg noch nicht in trockenen Tüchern: «Hochrechnungen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Ich bin da noch vorsichtig.»

Bäumle geht aber davon aus, dass die Grünliberalen im Kanton Zürich auf fünf Sitze kommen werden. «Bereits das wäre ein grosser Erfolg und sehr erfreulich», sagt er. Der Dübendorfer Stadtrat verbringt einen Grossteil des Wahltages im Bundeshaus in Bern. Gegen Abend wird er an der Wahlfeier der Grünliberalen im Stadtzürcher Club Hive erwartet.

14:55 Uhr - Erste grüne Reaktion

Esther Guyer, Kantonsrätin und Mitglied der Geschäftsleitung der Grünen Kanton Zürich, zeigt sich positiv überrascht ob des Abschneidens von Marionna Schlatter. Für einen zweiten Wahlgang sollen noch bis Montagabend Gespräche mit den Partnern - allen voran mit den Grünliberalen - geführt werden.

Es gilt als realistisch, dass GLP-Kandidatin Tiana Angelina Moser in einem zweiten Wahlgang nicht mit von der Partie sein wird, um die Chancen Schlatters zu erhöhen. Dann ging es in der definitiven Ausmarchung zwischen Ruedi Noser, Roger Köppel und Marionna Schlatter.

14:50 Uhr - Resultate aus Bäretswil und Turbenthal

Zwar legen auch in Bäretswil die Grünen (+4,98 auf 10,03%) und die GLP (+2,85 auf 8,09%) zu, doch verglichen mit den Resultaten aus anderen Gemeinden sind die Ausschläge bei den Wähleranteilen weniger stark. SP (-2,59 auf 7,66%) und BDP (2,18 auf 2,45%) müssen noch am stärksten Federn lassen, während die Verluste bei SVP, FDP und EVP unter einem Prozent bleiben. KOnsnatnt zeigen sich CVP und EDU.

SP und SVP verlieren auch in Turbenthal

Die SVP verfügt in Turbenthal weiterhin über einen hohen Wähleranteil vonj 43%. Das sind allerdings 3,13 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Die SP bleibt mit 12,62% zweitstärkste Partei, verliert aber 2,62 Prozentpunkte. Der Wähleranteil der BDP halbiert sich beinnahe auf noch 2,72%. FDP und EVP bleiben unverändert. Zu den Gewinnern gehören die CVP +1,21 auf 2,93%), die GLP (+4,37 auf 8,94%) und die Grünen (+3,48 auf 9,34%), die nun drittstärkste Kraft sind.

14:45 Uhr - Erste Einschätzung des Chefredaktors zur Hochrechnung

Chefredaktor Christian Brändli schätzt die Sitzverschiebungen im Kanton Zürich ein. Für ihn gibt es drei Überraschungen und einen Wehrmutstropfen. 

14:15 - erste Hochrechnung Kanton Zürich

Die erste Hochrechnung für den Kanton Zürich zu den Nationalratswahlen ist da (Stand 14:08). 

Veränderung Wähleranteile

SVP 29 Prozent (- 1.7%) SP 17.2 Prozent (- 4.2%), GLP 15 Prozent (+ 6.8%), FDP 13.3 Prozent (- 2%), Grüne 11.3 Prozent (+ 4.4 %), CVP 4.4 Prozent (+ 0.2), EVP 3.5 Prozent (+ 0.4%), BDP 1.8 Prozent (- 1.8%)

Die Sitzveränderungen

Die SVP verliert einen Sitz (neu 11). Die SP verliert zwei Sitze und hat neu 7. Die GLP verdoppelt ihre Sitzzahl (+ 3) und wird mit sechs Nationalräten vertreten sein. Die FDP verliert einen Sitz (neu 4). Die Grünen gewinnen zwei Sitze (neu 4). Die CVP kann ihre zwei Sitze genau so halten wie die EVP ihren einen. Die BDP verliert gemäss der Hochrechnung den Sitz von Rosmarie Quadranti aus Illnau und fliegt aus dem Parlament. 

14 Uhr - Erste grüne Überraschungen

Genf

In Genf sind 77 Prozent der Stimmen ausgezählt und es deutet sich ein Erdrutsch an: Die Grünen steigern ihren Wähleranteil bis jetzt um 10 Prozent. Sie hätten damit drei Nationalratssitze (vorher: 1) und wären mit 20,1 Prozent Wähleranteilen stärkste Partei im Kanton. Vor einem Sitzverlust stehen die FDP und das rechtspopulistische Mouvement Citoyens Genevois.

Glarus

 Im Kanton Glarus hat SVP-Ständerat Werner Hösli die Wiederwahl verpasst. An seiner Stelle gewählt wurde mit Mathias Zopfi ein Grüner. Eine faustdicke Überraschung. 

13:50 Uhr - Dominanz der SVP in Wildberg nur leicht reduziert

In Wildberg verliert die SVP zwar 3,97% Wähleranteil. Sie bleibt aber mit 46,35% weiterhin ganz klar die stärkste Partei. Ähnlich hoch sind die Verluste der SP mit -3,79%. Ihr bleibt ein Wähleranteil von 8,35%. Auf der Gewinnerseite stehen die GLP (+3,68 auf 11,6%), die Grünen (+6,93 auf 10,47%) und die FDP (+1,48 auf 8,16%). Konstant bleibt die CVP, während EVP und BDP leichte Verluste hinnehmen müssen auf tiefem Niveau.

13:45 Uhr - 2. Hochrechnung Zürcher Ständerat

Die zweite Hochrechnung zur Ständeratswahl ist Online. Daniel Jositsch (SP) erreicht  demnach 196'000 Stimmen. Damit ist er weiterhin auf Kurs. Er dürfte die direkte Wiederwahl im ersten Anlauf schaffen. Das Absolute Mehr liegt bei 173'000 Stimmen. Ruedi Noser (FDP) muss gemäss der Hochrechnung von 13 Uhr mit voraussichtlich 1139'000 Stimmen in den zweiten Wahlgang. Die Hinwilerin Marionna Schlatter  (Grüne) kommt auf 98'000 Stimmen und ist damit knapp hinter Roger Köppel von der SVP platziert (107'000 Stimmen).

Diese Hochrechnung basiert auf den Zahlen von bisher 96 ausgezählten Gemeinden. 

13:40 Uhr - Weitere nationale Zwischenresultate

Solothurn

Nach Auszählung der Wahlresultate in 68 der 109 Gemeinden im Kanton Solothurn kann die CVP weiterhin auf einen Sitzgewinn zu Lasten der SP hoffen. Die SVP wird aller Voraussicht nach ihre beiden Sitze verteidigen, ebenso die FDP, die einen Solothurner Nationalratssitz inne hat.

Appenzell Innerrhoden

Appenzell Innerrhoden bleibt eine CVP-Hochburg: Der ehemalige Säckelmeister Thomas Rechsteiner verteidigt den einzigen Nationalratssitz. Hinter Rechsteiner folgt Ruedi Eberle von der SVP und die offiziellen CVP-Kandidatin Antonia Fässler.

Uri

Die CVP schnappt der SVP den einzigen Urner Nationalratssitz weg. Der 31-jährige Landrat Simon Stadler schaffte die Wahl und liess die Kandidaten der SVP und SP hinter sich.

Obwalden 

Die SVP hat den einzigen Obwaldner Nationalratssitz zurückerobert, den sie 2011 nach nur einer Legislatur verloren hatte. Parteipräsidentin Monika Rüegger schaffte die Wahl knapp vor CVP-Mitglied Peter Krummenacher, der von einem überparteilichen Komitee nominiert worden war.

Thurgau

Jakob Stark (SVP) wird voraussichtlich neuer Thurgauer Ständerat, wie sich nach Auszählung von 63 der 80 Gemeinden abzeichnet. Brigitte Häberli-Koller (CVP) schafft die Wiederwahl problemlos.

Nidwalden

In Nidwalden hat SVP-Nationalrat Peter Keller die Wiederwahl geschafft. Er holt 9655 Stimmen. Alois Bissig holt 5383 Stimmen. 

Glarus

BDP-Mann Martin Landolt (bisher) schafft die Wiederwahl problemlos und zieht zum dritten Mal ins Bundeshaus ein. Er holt 6396 Stimmen. SP-Frau Karin Grünenfelder schafft lediglich 2861 Stimmen. Im Kanton Glarus hat SVP-Ständerat Werner Hösli die Wiederwahl verpasst. An seiner Stelle gewählt wurde der Grüne Mathias Zopfi. Eine faustdicke Überraschung. 

13:30 Uhr - Grüne und GLP legen in Seegräben stark zu

Als erste Gemeinde in der Region hat Seegräben die Resultate zu den Nationalratswahlen vorgelegt. Demnach gehören die Grünen mit einem Plus von 8,8% (neu 15,91%) und die GLP mit einem Plus von 3,8% (neu 12,32%) zu den grossen Gewinnern. Überraschenderweise kann sich auch die SVP leicht steigern um 0,86 auf 34,41% Wähleranteil. Einbussen hinnehmen müssen die FDP (-1,59 auf 11,74%), SP (-3,8 auf 13,21%) und BDP(-3,15 auf 2,15%). Nahezu konstant bleiben EVP und CVP.

13:25 Uhr - Zürcher SVP-Chef Patrick Walder im Interview

Patrick Walder, Präsident der SVP Kanton Zürich ad interim, hält fest, dass man versucht habe das Volk zu mobilisieren. Wie die Besetzung des Kantonalpräsidiums inskünftig aussehen wird, hange von der Findungskommission ab.

13:20 Uhr - Schlatters Dank an die Helfer

Kurz bevor die ersten Resultate veröffentlicht wurden, bedankte sich Marionna Schlatter für die Unterstützung durch Partei und Familie:

13:15 Uhr - Nationale Zwischenresultate

Graubünden

Die Zürcherin Magdalena Martullo-Blocher hat bei den Nationalratswahlen in Graubünden einen starken Start hingelegt. In 28 von 106 ausgezählten Gemeinden holte sie am meisten persönliche Stimmen von allen Kandidatinnen und Kandidaten. Sie überflügelte sogar ihren SVP-Nationalratskollegen Heinz Brand deutlich.

Der Bündner BDP-Nationalrat Duri Campell muss um seine Wiederwahl zittern. Sein Sitz könnte an die FDP gehen.Nach 82 ausgezählten von total 106 Bündner Gemeinden erreichte die BDP-Hauptliste etwas über 14'000 Stimmen. Die BDP liegt damit etwa 5000 Stimmen hinter der Hauptliste der FDP

Basel-Stadt

Erste Auszählungen aus Basel-Stadt zeigen, dass Eva Herzog (SP) deutlich als neue Ständerätin nach Bern geschickt werden dürfte – als Ersatz für die zurücktretende Anita Fetz (SP).

Appenzell AR

Seine Wiederwahl in den Ständerat war bei den Parteien unbestritten: Der 39-jährige Jurist Andrea Caroni (FDP) aus Herisau kann seinen Sitz verteidigen. Der wilde Gegenkandidat Reto Sonderegger (SVP) hatte keine Chance. Den einzigen Sitz im Nationalrat verteidigt David Zuberbühler. Er wurde mit 7720 Stimmen wiedergewählt. FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden musste sich mit 7561 Stimmen knapp geschlagen geben.

St. Gallen

Im Kanton St. Gallen sind 28 Gemeinden ausgezählt und es gibt ein Zwischenergebnis für die Ständeratswahlen. Danach liegt der bereits im Mai als Ersatz für Bundesrätin Karin Keller-Sutter in den Ständerat gewählt Benedikt Würth (CVP) mit 17'649 Stimmen an der Spitze. Danach folgt Paul Rechsteiner (SP) mit 13'710 Stimmen. Mit grösserem Abstand folgt Marcel Dobler (FDP) aus Rapperswil-Jona mit 7585 Stimmen.

13 Uhr - Grüne Welle im Cabaret?

Im Cabaret Voltaire an der geschichtsträchtigen Zürcher Spiegelgasse findet heute die Wahlfeier der Grünen statt, die gemäss ersten Hochrechnungen schweizweit deutlich zulegen werden. Bis zum Voltaire scheint die Grüne Welle allerdings noch nicht übergeschwappt zu sein. Von Wahltags-Euphorie ist hier noch keine Spur. Auf die Frage, ob hier demnächst eine rauschende Wahlfeier stattfinden werde, antwortet die Bar-Keeperin: «Wahlfeier? Moment, da muss ich erst im Kalender nachschauen.»

Die Hinwilerin Marionna Schlatter, die gemäss ersten Hochrechnungen als Ständeratskandidatin überraschend gut abgeschnitten hat, hat angekündigt am späten Nachmittag vor Ort zu sein. Bislang scheint sie in der heranrollenden Grünen Welle untergetaucht.

12:45 Uhr - FDP-Kantonalpräsident glaubt an Noser-Wahl

Hans-Jakob Bösch, Kantonalpräsident der FDP, hofft, dass der Freisinn seine fünf Nationalratssitze im Kanton Zürich halten kann. Einen Sitz zuzulegen gestalte sich angesichts des thematischen Umfeldes als schwierig. Zudem stünden die Karten für Ständeratskandidat Ruedi Noser gut. «Er konnte sich nun doch schon deutlich von seinen Konkurrenten distanzieren.» Dies sei eine gute Ausgangslage für einen zweiten Wahlgang.

12:30 Uhr - Schlatter vor Moser

Marionna Schlatter ist aktuell auf Position 4 klassiert und damit fast 25'000 Stimmen besser als Tiana Angelina Moser von der GLP. Wahrscheinlich ist, dass viele Wählerinnen und Wähler der SP auch die Grünen-Kandidatin auf den Wahlzettel geschrieben haben. 

12:10 Uhr - Jositsch vor Noser

Die erste Hochrechnung aus dem Ständerat ist da! Daniel Jositsch erreicht 197'000 Stimmen und steuert wohl auf eine direkte Wahl zu. Das Absolute Mehr liegt bei 172'000 Stimmen. Ruedi Noser von der FDP muss mit voraussichtlich 142'000 Stimmen in den zweiten Wahlgang. Die Hinwilerin Marionna Schlatter von den Grünen kommt auf 95'000 Stimmen und ist damit knapp hinter Roger Köppel von der SVP platziert (108'000 Stimmen).

Diese Hochrechnung basiert auf den Zahlen von bisher 37 ausgezählten Gemeinden. 

12 Uhr – Rien ne va plus

Die Wahlen-Urnen sind geschlossen. Die Schweiz hat gewählt. Wir warten gespannt auf die Resultate. 

12 Uhr – Quadranti kämpft um ihren Sitz

Für die BDP könnten die Wahlen existenzbedrohend werden: Von ihren sieben Sitzen wird sie jene in Graubünden und Zürich mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Die Illnauerin Rosmarie Quadranti (BDP) hat die Region bisher in Bern vertreten. Für Quadranti könnte es wohl eng werden. Trotzdem hat sie im Wahlkampf auf sich aufmerksam gemacht und unter anderem am Zürcher Hauptbahnhof öffentlichkeitswirksam für ihre Positionen geworben. 

Wo Rosmarie Quadranti politisch steht und welche Positionen die anderen Oberländer Kandidaten vertreten, lesen Sie in der Bildstrecke. 

Hier geht es zur Übersicht > > >

11:45 Uhr - Die Schweiz wählt wie Dübendorf

Das Bundesamt für Statistik hat die Übereinstimmung von Abstimmungsresultaten zwischen 1981 und 2018 von Gemeinden mit dem Schweizer Durchschnitt verglichen. Das Resultat: Ebikon hatte eine Übereinstimmung von 95.3 Prozent. Auf Platz 7 folgt übrigens Dübendorf mit einer Übereinstimmung von 94.4 Prozent der Resultate. Die Schweiz stimmt also auch immer ein bisschen wie Dübendorf. 

Die erste ausgezählte Gemeinde ist übrigens Islisberg im aargauischen Freiamt: Die SVP verliert 4 Prozent und die Grünen verdreifachen ihren Wähleranteil auf 10 Prozent. 

 

11:30 Uhr - Was wählen wir nochmals?

Heute wählt die Schweiz. Die Frage ist nur was, wenn man sich die Wahlbeilage der Winterthurer Zeitung so anschaut. Aber sehen Sie selbst. 

 

11:15 Uhr - Claude Longchamp der Prophet?

Heute wird sich auch die Expertise von Politologe Claude Longchamp einmal mehr erweisen. Der Mann mit der Fliege arbeitet zwar längst nicht mehr für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Trotzdem hat er bereits im Januar am Egger Neujahres Apéro eine Prognose über mögliche Wahlgewinner und -Verlierer gewagt. Er sagte unter anderem Roger Köppel eine Wahlniederlage voraus. 

Longchamps Prognose gibt es hier > > >

11 Uhr – Schlatters Wahlchancen

Die Grünen wurden bereits als grosse Gewinner gesehen. Besonders spannend aus Oberländer Perspektive dürfte das Abschneiden der Hinwiler Ständeratskandidatin Marionna Schlatter (Grüne) sein. Züriost hat im Vorfeld bereits durchgerechnet, unter welchen Voraussetzungen Schlatter der Sprung ins Stöckli gelingen könnte. 

In diesem Szenario schafft Schlatter die Wahl > > >

10:30 Uhr - Ein Hoch auf die Wahlhelfer

Die Gemeinden und Kantone haben mit dem Wahlsonntag einen Grosskampftag vor sich. Als Beispiel: Alleine im Kanton Zürich stehen mehrere tausend Personen im Einsatz – in den Städten Zürich und Winterthur sind es 2500.

10 Uhr - Die letzte Chance mitzubestimmen

Falls Ihr Wahlcouvert daheim auf dem Küchentisch statt in einer Wahlurne liegt: Noch haben Sie Zeit. In den meisten Gemeinden sind die Wahllokale bis 12 Uhr geöffnet. Nutzen Sie Ihre Chance, um mitzubestimmen.

Die Züriost-Wahlhilfe > > >

9:30 Uhr - Die Oberländer Kandiaten

Im Nationalrat treten einige Kandidaten aus der Region an. Wie ihre Chancen stehen hat Chefredaktor Christian Brändli bereits analysiert (siehe weiter unten). Die Redaktion hat das politische Profil der Kandidaten analysiert und in einer Bildstrecke zusammengefasst. 

Die Oberländer Kandidaten zum Durchklicken > > >

9:15 Uhr - Die Ständeratskandidaten im Interview

Im Zürcher Ständeratswahlkampf geht es hoch her. Insgesamt stellen sich sechs Kandidaten zur Wahl. Neben den bisherigen Daniel Jositsch (SP) und Ruedi Noser (FDP) will auch Roger Köppel (SVP) einen der zwei Sitze erobern. Und auch zwei Kandidatinnen aus den grünen Reihen versuchen den Sprung zu schaffen: Marionna Schlatter (Grüne) aus Hinwil und Tiana Angelina Moser (GLP) mit Weisslinger Vergangenheit. 

Züriost hatte alle Kandidaten im Interview > > >

9 Uhr – Die Ausgangslage in der Region

Heute werden die 200 Vertreter im Nationalrat und die 46 Ständeräte gewählt. Im Kanton Zürich bewerben sich 966 Frauen und Männer auf 32 Listen für einen Platz in Bern. Mit zwölf Mandaten stellt die SVP aktuell die grösste Delegation im Kanton.

Ob die Volkspartei diese Zahl halten kann, wird bezweifelt. Gemäss Prognosen muss sie mit einem oder zwei Verlusten rechnen. Stark am Wackeln ist auch der eine Sitz der BDP sowie der zweite der CVP. Während SP, FDP und die kleine EVP ihre Sitze halten dürften, können Grüne und GLP mit Gewinnen rechnen.  

Die Oberländer Delegation

Zurzeit zählt das Oberland fünf Vertreter im Nationalrat: die beiden SVPler Bruno Walliser (Volketswil) und Claudio Zanetti (Gossau), dann die BDP-Politikerin Rosmarie Quadranti (Illnau), GLP-Mann Martin Bäumle (Dübendorf) sowie den Ustermer Neo-GLPler Daniel Frei. Er war eigentlich als SP-Politker in den Rat nachgerückt. Er tritt nun nicht mehr an.

Können die anderen vier ihre Mandate halten? Und schafft die Hinwiler Grüne Marionna Schlatter den Sprung ins nationale Parlament? Chancen auf einen Sitz können sich auch der SVP-Jungpolitiker Benjamin Fischer (Volketswil), Meret Schneider (Grüne, Uster) oder Thomas Maier (Dübendorf) und Andrea Gisler (Gossau) von der GLP ausrechnen. Um etwa 15 Uhr, wenn die erste Hochrechnung erwartet wird, wird man mehr wissen.

Schon vor 13 Uhr wird es eine Trendmeldung zu den Ständeratswahlen geben. Dort versuchen sechs Herausforderer, die beiden Bisherigen Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) zu verdrängen. 

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