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Kanton will reine Kindergärtnerinnen-Ausbildung abschaffen

Mehr Lohn für Kindergärtnerinnen

Kanton will reine Kindergärtnerinnen-Ausbildung abschaffen

Der Kanton Zürich will die Ausbildung, die nur zum Unterricht auf der Kindergartenstufe ermächtigt, abschaffen. Stattdessen sollen künftig alle Lehrpersonen so ausgebildet werden, dass sie auf der Kindergartenstufe und in der Unterstufe unterrichten können.

Agentur
sda
Donnerstag, 26. September 2019, 09:45 Uhr Mehr Lohn für Kindergärtnerinnen
Kindergartenschüler sollen künftig von Lehrerinnen unterricht werden.
Keystone

Seit zehn Jahren bietet die Pädagogische Hochschule Zürich neben der reinen Kindergartenausbildung auch einen kombinierten Studiengang an, mit dem gleichzeitig ein Lehrdiplom für die Unterstufe erworben werden kann. Dieser Lehrgang sei erfolgreich, bei Studierenden beliebt und verzeichne Jahr für Jahr mehr Anmeldungen, schreibt der Kanton in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Auch die Gemeinden würden von der kombinierten Ausbildung profitieren, weil diese Lehrkräfte flexibler eingesetzt werden könnten. Die Schülerinnen und Schüler wiederum würden beim Übertritt vom Kindergarten in die Primarstufe bestmöglich unterstützt, weil die Lehrpersonen ein Verständnis für beide Stufen mitbringen würden.

Höhere Löhne

In Zukunft soll es deshalb nur noch diese kombinierte Ausbildung geben. Den reinen Kindergartenlehrgang will die Bildungsdirektion abschaffen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der Lohn der Kindergärtnerinnen – schon lange ein Politikum – würde an den Lohn der Primarlehrkräfte angepasst.

Den gleichen Lohn wie auf Primarstufe sollen auch Heilpädagoginnen und Heilpädagogen erhalten, die auf Kindergartenstufe arbeiten. Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, die heute ausschliesslich einen Kindergarten- oder Seminarabschluss haben, sollen sich für die Unterstufe nachqualifizieren können.

Mehrkosten von drei Millionen

Der Kanton schätzt die Mehrkosten wegen der höheren Löhne für die Kindergärtnerinnen auf ungefähr 3 Millionen Franken pro Jahr. Davon zahlen 20 Prozent der Kanton und 80 Prozent die Gemeinden. Heute Donnerstag startet der Kanton zu diesen Plänen eine Vernehmlassung. Sie dauert bis Mitte Januar 2020.

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