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Stadtrat rekurriert gegen Zoo-Seilbahn

Stadtrat rekurriert gegen Zoo-Seilbahn

Das Projekt Zoo-Seilbahn habe grundlegende Mängel, findet der Stadtrat von Dübendorf. Er rekurriert deshalb gegen Festsetzungsbeschluss der Baudirektion.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 04. Juni 2019, 07:00 Uhr
So stellen sich die Planer die Talstation beim Bahnhof Stettbach vor.
Visualisierung PD

Nachdem der Dübendorfer Stadtrat vergangenes Jahr bereits vorsorglich Rekurs gegen die Plangenehmigung der Zoo-Seilbahn erhob hatte, hat er nun auch gegen den Festsetzungsbeschluss der Baudirektion zum kantonalen Gestaltungsplan «Seilbahn Stettbach – Zoo Zürich» einen Rekurs beim Baurekursgericht eingereicht. Das schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. 

Ein erster Anlauf für das Projekt war vor Verwaltungsgericht gescheitert. Danach hat die Zoo Seilbahn AG als Gesuchstellerin ihr Auflageprojekt für eine Zoo-Seilbahn zurückgezogen und neu eingereicht. Nach eingehender Prüfung der Unterlagen kommt der Stadtrat zum Schluss, dass seit der Auflage nur marginale Anpassungen vorgenommen worden seien und dass «die Anträge der Stadt Dübendorf weitgehend unberücksichtigt geblieben sind». Auch das neue Projekt ist für die Stadt Dübendorf daher «nicht hinnehmbar».

Kein Umsteigeeffekt

Besonders stark kritisiert der Stadtrat das vorgeschlagene Verkehrskonzept für den Raum Stettbach. Die vorgesehenen Massnahmen zur Regelung der Erschliessung und Parkierung des Privatverkehrs seien unklar, ungenügend und blieben damit «ein untauglicher Versuch, ein durch die Seilbahn neu entstehendes Verkehrsproblem im Raum Stettbach zu lösen». Die vorgeschlagenen Massnahmen dienten der reinen Symptombekämpfung.

Der Stadtrat zweifelt ausserdem an der Aussage des Verkehrsgutachtens, dass das Projekt einen Umsteigeeffekt bewirke. Bei näherer Betrachtung zeige sich, dass mit optimistischen Modell-Annahmen gearbeitet werde und einzelne Faktoren unberücksichtigt gelassen würden. Ohne den Umsteigeeffekt fehle jedoch das öffentliche Interesse an einer Seilbahn. «Übrig bleibt lediglich das private Interesse des Zoo Zürich, sein Verkehrsproblem zu lösen. Dem stünden «die gewichtigen öffentlichen Interessen» des Natur- und Landschaftsschutzes gegenüber, so der Stadtrat.

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