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Neues Forum mit Claudia Wyssen bereitet der SP Sorgen

Nach Ustermer Abgängen zur GLP

Neues Forum mit Claudia Wyssen bereitet der SP Sorgen

Das Ustermer Polit-Paar Daniel Frei und Claudia Wyssen ist von der SP zu den Grünliberalen gewechselt. Die Präsidentin der Zürcher SP will weitere Abgänge um jeden Preis vermeiden, sieht sich aber mit neuem Ungemach konfrontiert.

Redaktion
Züriost
Montag, 03. Juni 2019, 07:40 Uhr Nach Ustermer Abgängen zur GLP
Claudia Wyssen ist Co-Präsidentin einer neuen Plattform, die sich gemäss Charte für eine soziale Marktwirtschaft einsetzt.
Foto: Archiv Züriost

Nach dem Wechsel des Nationalrats Daniel Frei und der Kantonsrätin Claudia Wyssen von der SP zur GLP sorgen sich die Sozialdemokraten um weitere Austritte. Wie SP-Co-Präsidentin Priska Seiler Graf gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagt, wolle die Partei aktiv auf unzufriedene Mitglieder zugehen. «Wir wollen herausfinden, was wir dafür tun können, dass sie sich bei uns wieder wohl fühlen.»

«Neue Wege erkunden»

Sorge macht der Partei ein neues sozialliberales Forum, das noch nicht an die Öffentlichkeit getreten ist. Aktiv sind darin neben den Co-Präsidenten Claudia Wyssen und CVP-Kantonsrat Lorenz Schmid (Meilen) auch die SP-Kantonsräte Davide Loss (Adliswil) und Birgit Tognella-Geertsen (Zürich).  Als «überparteiliche Kraft» wolle man «neue Wege erkunden», steht auf der noch unfertigen Homepage des Forums.

Gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagt Frei, dass sich im Forum Politiker zusammengefunden hätten, die ähnlich denken würden und sich vernetzen möchten. Sie seien unideologisch, sach- und konsensorientiert. Eigenschaften, die der Ustermer in seiner ehemaligen Partei zunehmend vermisste.

Die neue Plattform will sich für eine soziale Marktwirtschaft, einen flexiblen Arbeitsmarkt, für die enge Zusammenarbeit mit Europa und die Stärkung des Verursacherprinzips im Umweltschutz einsetzen.

Kritik gibt zu denken

Die Gründung des Forums bezeichnet Präsidentin Priska Seiler Graf als «kein Problem». Sie sehe es positiv, wenn über Parteigrenzen Interessen ausgetauscht werden. Jedoch gebe ihr die Kritik aus den eigenen Reihen zu denken.

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