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So lange will Ueli Maurer noch Bundesrat bleiben

Hinwiler Bundespräsident

So lange will Ueli Maurer noch Bundesrat bleiben

Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) war am Mittwochabend Gast in der Sendung «Talktäglich» auf «Tele Züri». Dort hat er verraten, wie lange er noch Bundesrat bleiben möchte.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 08. Mai 2019, 21:26 Uhr Hinwiler Bundespräsident
Ueli Maurer will noch etwas länger Bundesrat bleiben.
Foto: Keystone

Mit seiner Aussage kurz vor Ende der Sendung überraschte der Hinwiler Bundesrat und aktuelle Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) sogar den erfahrenen TV-Moderator Markus Gilli – und ein diebisches Lächeln huschte über Gillis Gesicht. 

In seiner Sendung «Talktäglich» befragte dieser Maurer zur AHV-Steuer-Vorlage und seinem China-Besuch. Maurer war in Plauderlaune. 

«Choge schön»

Über eine Erhöhung beziehungsweise Flexibilisierung des Rentenalters müsse man reden, sagte Maurer. «Länger zu arbeiten, ist gar nicht so schlimm, es ‹isch choge schön›. Ich spreche aus Erfahrung», sagte Maurer mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. 

«Diese Verantwortung hat die Wirtschaft. Punkt.»

Ueli Maurer, Bundespräsident

Wenn man 65 Jahre alt werde, überlege man sich, was mache ich nachher: «In meinem Fall wäre die Alternative am Morgen den Salat zu kaufen und einen Kaffee zu trinken. Danach wäre der Tag gelaufen. Das kann es nicht sein.»

Der 68-Jährige ist überzeugt, dass viele Leute gerne länger arbeiten würden. «Sicher nicht alle, aber ein Drittel kann sich das vorstellen», sagte Maurer. Ihm sei aber auch bewusst, dass es Menschen gibt, die mit 55 nicht mehr arbeiten können. 

Einen weiteren Beitrag leisten

Für die Wirtschaft sei es mehr als nur eine moralische Pflicht, auch ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen, die in ihrem Leben viel für die Unternehmen geleistet hätten. «Diese Verantwortung haben sie. Punkt.»

Auch er selbst habe noch Lust auf weitere Aufgaben. «Ganz ohne Eitelkeit. Ich glaube, ich kann vielleicht da oder dort in einem Dossier noch einen wichtigen Beitrag für eine Lösung leisten.» Im Finanzdepartement seien einige Projekte unterwegs. Wenn sich da jemand Neues einarbeiten müsste, gäbe es «eine gewisse Delle». 

Und dann kam die Situation, die Gilli aus dem Konzept brachte und ihn sichtlich freute: Werden Sie die nächsten vier Jahre Bundesrat bleiben? Und Maurer sagte mit einem breiten Lachen. «Mindestens.» Maurer überrascht mit dieser Aussage, waren doch viele Parteistrategen und Politbeobachter davon ausgegangen, dass Maurer vor den Wahlen oder spätestens nach Ende seines Präsidialjahres zurücktritt. 

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