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«Die Auswirkungen auf den Verkehr sind gering»

Regierungsrat zum Wetziker Fahrbahnhalt

«Die Auswirkungen auf den Verkehr sind gering»

Zwei SVP-Kantonsräte stellten kritische Fragen zum geplanten Bushalt auf der Wetziker Bahnhofstrasse. Die Kantonsregierung hält die Bedenken allerdings für unbegründet.

Andreas
Kurz
Freitag, 26. April 2019, 14:15 Uhr Regierungsrat zum Wetziker Fahrbahnhalt
Auf der Fahrbahn: So wie hier in Oberwetzikon soll der Bus künftig auch an der Haltestelle Wildbach stoppen.
Archivfoto: Marcel Vollenweider

Der Vorstoss entstand während des Wahlkampfs. Mit einer Anfrage an den Regierungsrat brachten die Kantonsräte Daniel Wäfler und Roland Brändli (beide SVP) ihre Bedenken gegenüber geplanten Fahrbahnhalten zum Ausdruck. Explizit genannt wurde auch jener auf der Wetziker Bahnhofstrasse. Diesen will der Kanton stadteinwärts bei der Bushaltestelle Wildbach erstellen (wir berichteten).

Die SVP-Politiker befürchteten zusätzliche Verkehrsprobleme, wenn die Bushaltestellen von den bisherigen Buchten auf die Fahrbahn verlegt werden. «Die bereits heute angespannte Verkehrslage wird dadurch sicherlich nicht positiv beeinflusst und der Verkehrsfluss wird noch zusätzlich behindert», schreiben sie in der Anfrage.

Die gleichen Bedenken äusserte zuvor bereits der Wetziker Stadtrat. «Der Fahrbahnhalt stadteinwärts würde dazu führen, dass der Rückstau zu Stosszeiten bis zur Rapperswilerstrasse reicht», sagte Stadtschreiber Marcel Peter.

Wartezeiten im Strassenverkehr verursachten nicht zuletzt auch Mehrkosten für Gewerbetreibende und Konsumenten, argumentieren Wäfler und Brändli. Von der Kantonsregierung wollten sie deshalb wissen, welche Ziele die Fahrbahnhaltestellen verfolgen. Oder was der Regierungsrat zu tun gedenke, falls es zu zusätzlichen Warte- und Fahrzeiten für den Individualverkehr komme.

Total 22 Kriterien untersucht

Laut der Antwort des Regierungsrats werde mit insgesamt 22 Kriterien untersucht, ob eine Fahrbahnhaltestelle oder eine Busbucht eingerichtet werden soll. Neben der Sicherheit, wirtschaftlichen Bedingungen oder externen Einflüssen würden auch verkehrstechnische Bedingungen berücksichtigt. Dazu zählten etwa die Verkehrsdichte, die Steigung oder die Busfrequenz.

«Die Verlängerung der Fahrzeit liegt innerhalb der normalen Bandbreite»
Antwort des Regierungsrats

Die Auswirkungen auf den Verkehr stuft der Regierungsrat als gering ein. Für die Fahrspur Richtung Oberwetzikon sei die Lichtsignalanlage Bahnhof-/Rapperswiler-/Zürcherstrasse leistungsbestimmend. In Einzelfällen könne eine «geringfügige» Verlängerung der Fahrzeit dennoch nicht ausgeschlossen werden. «Diese liegt jedoch innerhalb der normalen Bandbreite einer angestrebten Fahrzeit, weshalb kompensierende Massnahmen nicht nötig sind», schreibt der Regierungsrat.

Konflikte vermeiden

Die Kantonsregierung sieht vor allem die Vorteile: Mit einem Fahrbahnhalt bei der Haltestelle Wildbach könnten Konflikte aufgrund der kritischen Sichtverhältnisse auf den Fussgängerstreifen über die Weiherstrasse vermieden werden. Diese entstünden heute, wenn ein Bus in der Busbucht stehe. Durch eine Fahrbahnhaltestelle würde auch das Einmünden aus der Weiherstrasse vereinfacht und die Sicherheit verbessert. Zudem erfülle sie die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz

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