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Benjamin Fischer fordert mehr Professionalität

Rücktritte bei der Zürcher SVP

Benjamin Fischer fordert mehr Professionalität

Der Volketswiler SVP-Shootings-Star Benjamin Fischer begrüsst es, dass der Parteivorstand nach der SVP-Wahlniederlage vom Sonntag Konsequenzen zieht. Der Parteileitung macht er zwar keine expliziten Vorwürfe, von jeder Schuld frei spricht er sie aber ebenfalls nicht.

Benjamin
Rothschild
Freitag, 29. März 2019, 13:08 Uhr Rücktritte bei der Zürcher SVP

Die Zürcher Kantonalsektion der SVP zieht die Konsequenzen aus der Wahlniederlage vom vergangenen Sonntag. Der Parteipräsident, die beiden Vizepräsidenten sowie die zwei Parteisekretäre treten von ihren Ämtern zurück.

Das teilte die grösste Kantonalpartei der SVP am Freitag mit.

Für den Volketswiler Benjamin Fischer, Präsident der Jungen SVP Schweiz und am Sonntag mit 7589 Stimmen bestgewählter Kantonsrat im Bezirk Uster, ein logischer Schritt: «Es braucht jetzt besondere Massnahmen, um das Steuer herumzureissen», sagt er. Zwar hätten auch die Wahlkampfthemen zum schlechten Abschneiden der Zürcher SVP beigetragen. «Unser Ergebnis aber nur auf externe Faktoren zurückzuführen, wäre falsch», sagt Fischer.

«Andere Anforderungen»

Der nun zurückgetretenen Parteileitung macht der 28-Jährige zwar keinen Vorwurf – zumindest nicht öffentlich. Er sagt aber: «Unsere Partei ist in den letzten Jahren gewachsen. Die Anforderungen sind heute andere.»

«Man wollte bei der SVP immer die Ehrenamtlichkeit und das Milizsystem hochhalten. Das ist nicht falsch, aber es braucht mehr Professionalisierung.»

Benjamin Fischer, Präsident Junge SVP Schweiz und Kantonsrat

Fischer spielt damit vor allem auf die Professionalisierungsfrage an: «Unser Parteisekretariat umfasst aktuell zwei bis dre Vollzeitstellen.» Andere Parteien seien diesbezüglich mit über zehn Vollzeitstellen wesentlich besser aufgestellt. «Man wollte bei der SVP immer die Ehrenamtlichkeit und das Milizsystem hochhalten. Das ist nicht falsch, aber es braucht mehr Professionalisierung», so Fischer.

Ausserordentliche Sitzung am Montag

Die Liste der Politiker, die ihr Amt zur Verfügung stellen, ist lang:

  • Parteipräsident Konrad Langhart,
     
  • der erste Vizepräsident Gregor Rutz,
     
  • der zweite Vizepräsident Stefan Schmid,
     
  • Parteisekretär Roland Scheck,
     
  • der stellvertretende Parteisekretär und Fraktionssekretär Christoph Bähler.

 

Am kommenden Montag beruft die Partei eine ausserordentliche Kantonalvorstandssitzung ein, welche die Reorganisation verabschiedet und der Delegiertenversammlung vom Dienstag einen entsprechenden Antrag stellt. Die Delegiertenversammlung wird gemäss Statuten abschliessend über die Reorganisation entscheiden.

Benjamin Fischer stellt klar, dass er nicht in der Parteileitung der SVP Zürich Einsitz nehmen werde. «Es braucht mich bei der Jungen SVP. Wir müssen im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen im Herbst unbedingt die Jungen abholen.»

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