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Glänzendes Ergebnis für Viola Amherd

Gewählt im ersten Wahlgang

Glänzendes Ergebnis für Viola Amherd

Das gab es seit zwölf Jahren nicht mehr: Viola Amherd wurde am Mittwoch schon im ersten Wahlgang zur Bundesrätin gewählt. Und das mit 27 Stimmen über dem absoluten Mehr.

Agentur
sda
Mittwoch, 05. Dezember 2018, 09:31 Uhr Gewählt im ersten Wahlgang

Das Wallis jubelt, der Weisswein fliesst: Die neu gewählte CVP-Bundesrätin Viola Amherd hat am Mittwochmorgen kurz vor 9.30 Uhr die Annahme der Wahl erklärt. Mit 148 Stimmen wurde sie im ersten Wahlgang gewählt.  Die 56-Jährige sei gradlinig und solid, beurteilte GLP-Nationalrat Martin Bäumle im Vorfeld der Wahlen. «Man kennt sie im Parlament und weiss, für was sie steht und was man an ihr hat», sagte der Dübendorfer. Wie viele andere auch rechnete Bäumle damit, dass zwei oder drei Durchgänge notwendig seien, bis Amherds Wahl feststehen würde.

Heidi Z'graggen erhielt 60 Stimmen, CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister deren 17. 15 Stimmen gingen an Verschiedene.

Viola Amherd erklärt die Annahme der Wahl:

Viola Amherd versprach vor der Bundesversammlung, dass sie alles daran setzen werde, dem Land zu dienen. Sie bedankte sich für das Vertrauen. Für sie und ihren Kanton sei die Wahl eine grosse Ehre. «Ich bin mir bewusst, welch grosse Verantwortung das Amt bedeutet», sagte die Oberwalliserin.

Sie werde das Amt mit Demut und Aufrichtigkeit ausüben und all ihre Kräfte dafür aufwenden, im Kollegium mitzuarbeiten und effiziente und pragmatische Lösungen zu finden.

«Damit wir nachhaltige Lösungen haben, brauche ich Ihre Unterstützung», sagte Amherd. Sie sprach sich dafür aus, einander mit Respekt zu begegnen. «Setzen wir uns gemeinsam für die Zukunft unseres Landes ein.» Zum Schluss bedankte sie sich bei ihrer Konkurrentin Heidi Z'graggen, bei der Partei, ihrer Familien und dem Kanton Wallis.

Welches Departement passt am besten zu Viola Amherd?

Departement für auswärtige Angelegenheiten
6%
Departement des Innern
18%
Justiz- und Polizeidepartement
6%
Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
24%
Finanzdepartement
Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
24%
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
24%
Total votes: 17

Besser als Doris Leuthard

Die scheidende Bundesrätin Doris Leuthard war 2006 die letzte Kandidatin, der die Wahl im 1. Wahlgang auf Anhieb gelang – wenn auch nicht ganz so deutlich: Sie kam im ersten Wahlgang auf 15 Stimmen über dem absoluten Mehr. Vor ihr hatte zuletzt 1989 Kaspar Villiger das Rennen im ersten Wahlgang entschieden: mit 6 Stimmen über dem absoluten Mehr.

Stille Schafferin

Amherd hatte ihre politische Karriere 1992 bei der Oberwalliser CVP gestartet. Die Juristin schaffte die Wahl in den Gemeinderat von Brig. Vier Jahre später wurde sie Vizepräsidentin der Stadt und 2000 Stadtpräsidentin. Dieses Amt bekleidete Amherd zwölf Jahre lang. 2005 erbte sie den Sitz von Jean-Michel Cina im Nationalrat.

Dort hat sich die CVP-Vizefraktionschefin als stille Schafferin einen Namen gemacht. Mit zahlreichen Mandaten in Bahn-, Energie- und Infrastrukturunternehmen ist die Anwältin und Notarin auch bestens in der Wirtschaft verankert.

Alles zur Wahl von FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter:

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