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Zentral gelegener Begegnungsort wird bachab geschickt

Neftenbacher Gemeinderätin nennt Gründe

Zentral gelegener Begegnungsort wird bachab geschickt

Die Neftenbacher haben die geplante Begegnungsstätte auf der letzten Versammlung klar abgelehnt. Maja Reding Vestner bedauert das Nein. Die neue Gemeinderätin mutmasst, dass unter anderem die teure Landumlagerung abgeschreckt hat.

Michael
Hotz
Dienstag, 04. Dezember 2018, 12:31 Uhr Neftenbacher Gemeinderätin nennt Gründe

Damit hatten wenige im Vorfeld gerechnet. Eine grosse Mehrheit der 168 Stimmberechtigten lehnte den Kredit von 1,33 Millionen Franken für einen Begegnungsort auf der Zentrumswiese an der letzten Gemeindeversammlung in Neftenbach ab.

Auch die im Frühling gewählte Gemeinderätin Maja Reding Vestner ist vom Ergebnis überrascht, wie sie sagt. «Die Initiative war Ende Mai 2017 noch klar angenommen worden.» Von den damals 97 Anwesenden stimmten 68 Neftenbacher dem Gestaltungsvorschlag zu, den drei Familienväter vor zwei Jahren ins Leben gerufen hatten.

«Wir waren sehr transparent, indem wir schon im Voraus über die Initiative informiert haben.»

Maja Reding Vestner, Gemeinderätin Neftenbach

Nun wurde der Umsetzungsplan der Initiative, den eine Projektgruppe erarbeitet hatte, bachab geschickt. Dies an der ersten Versammlung der neuen Vorsteherin des Ressorts Liegenschaften.

Landumlagerung und Folgekosten als Gründe

Weil der Widerstand gegen die Initiative eben nicht vorhersehbar war, kann Maja Reding Vestner nicht genau sagen, weshalb dieses Nein zustande kam. «Eventuell lag es an der Landumlagerung», mutmasst sie. Knapp 1600 Quadratmeter à 640 Franken wären vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen transferiert worden, um das Projekt zu realisieren. Dies hätte rund eine Million des Gesamtkredits ausgemacht. Die Baukosten hätten 315 000 Franken betragen.

Als zusätzlichen Grund für die Ablehnung nennt Maja Reding Vestner eine mögliche Angst vor den Folgekosten – «obwohl wir die Aufwände ziemlich genau beziffert haben.» Aber eine gewisse Unsicherheit bestünde bei der Berechnung dieser Zahlen immer. 

Zentrum soll trotzdem mehr belebt werden

Trotz allem sieht die Gemeinderätin wenig, was im Vorfeld der Versammlung besser hätte gemacht werden sollen. «Wir waren sehr transparent, indem wir schon im Voraus über die Initiative informiert haben. Auch bei der Präsentation habe ich alles nochmals detailliert aufgezeigt.» So bedauere sie, dass die Initiative nicht angenommen worden sei.

Denn auch Maja Reding Vestner sieht Handlungsbedarf, um den Dorfkern mehr zu beleben. Wie es konkret in diesem Bereich weitergehen soll, ist noch unklar. Die Belebung des Zentrums bleibt als Ziel der «Gemeindeentwicklung Vision 2030» aber weiterhin Thema in Neftenbach.

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