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Das sagt Ancillo Canepa zum neuen Hardturm-Stadion

FCZ-Präsident aus Rüti

Das sagt Ancillo Canepa zum neuen Hardturm-Stadion

Zürich erhält tatsächlich ein neues Fussballstadion. An vorderster Front dafür gekämpft hat der Rütner FCZ-Präsident Ancillo Canepa.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 25. November 2018, 16:38 Uhr FCZ-Präsident aus Rüti
Gemeinsamer Jubel nach dem Ja: FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und GC-Präsident Stephan Anliker.
Foto: Keystone

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben dem Projekt «Ensemble» zugestimmt. Dieses sieht auf dem Hardturm-Areal ein Fussballstadion, zwei Hochhäuser zu dessen Finanzierung sowie Genossenschaftswohnungen vor. Der Ja-Anteil betrug 53,8 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 55,9 Prozent. Einzig der Kreis 10 (Höngg) lehnte die Vorlage mit 7846 Nein gegen 7071 Ja ab. Die Hochhäuser beeinträchtigen die Aussicht.

Die Fussballclubs FCZ und GC werden also den Letzigrund, ein Leichtathletik- und Event-Stadion, verlassen und auf dem Hardturm-Areal eine neue Heimat in einem richtigen Fussballstadion erhalten. «Mit grosser Freude möchte ich mich beim Zürcher Stimmvolk für das positive Abstimmungsergebnis bedanken», richtete sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa in einer Mitteilung an die Stimmberechtigten und die Fans. Dieses Ja zu einem Fussballstadion eröffne endlich die lange erhofften Zukunftsperspektiven. «Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Realisierung zeitlich nicht durch willkürliche Hindernisse unnötig erschwert wird.»

Rekurs hängig

Der Zeitplan dürfte tatsächlich ins Wanken geraten: Hängig ist einerseits ein Rekurs vor Verwaltungsgericht gegen die Informationspolitik in der Abstimmungszeitung, andrerseits stehen insbesondere die Hochhäuser in der Kritik. Der Ball landet also bei den Gerichten.

Denn als Maximalhöhe gelten in der Hochhauszone 80 Meter. Das «Ensemble» benötigt folglich eine Bewilligung für zusätzliche 57 Meter. Um diese zu erhalten, muss das Projekt gestalterisch und städtebaulich besonders überzeugen. Darüber dürften letztlich die Gerichte befinden.

Zudem ist noch eine SP-Initiative für ein von der Stadt finanziertes Stadion hängig. Die SP-Geschäftsleitung wird an ihrer Sitzung vom 6. Dezember über das weitere Vorgehen entscheiden.

«Nur Gewinner»

Der erste Ball im neuen Stadion könnte in der Saison 2022/23 rollen. Die Hochhäuser und der gemeinnützige Wohnungsbau werden etappiert ab 2023 fertiggestellt. Der FCZ und GC hoffen, dass die Stimmung an den Spielen und die Einnahmen für die Clubs dank dem neuen Stadion besser werden. «Bei dieser Abstimmung gibt es keine Verlierer, nur Gewinner. Denn auch die Abstimmungsgegner waren grundsätzlich für den Bau eines Fussballstadions», bilanziert Ancillo Canepa.

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