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Ueli Maurer will keine Party in Hinwil

Nach Bundespräsidentenwahl

Ueli Maurer will keine Party in Hinwil

Bundespräsidenten werden nach ihrer Wahl traditionellerweise in ihrem Heimatkanton und der Wohngemeinde empfangen. Im kommenden Jahr ist Ueli Maurer erneut an der Reihe. Nur dieses Mal will er keinen Empfang.

Redaktion
Züriost
Freitag, 16. November 2018, 20:49 Uhr Nach Bundespräsidentenwahl
Grosser Bahnhof in Hinwil im Dezember 2012 für den zum Bundespräsidenten gewählten Ueli Maurer. Dieses Jahr verzichtet er.
Archiv/Züriost

Am 5. Dezember werden nicht nur zwei neue Bundesräte gewählt. Es wird auch der Bundespräsident für das Jahr 2019 gekürt. Zumindest bei dieser Wahl ist bereits heute klar, wie sie ausgehen wird: Der Hinwiler SVP-Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer erhält das Amt.

Normalerweise werden die neu gewählten Bundespräsidenten im Anschluss an ihre Wahl in ihren Heimatkantonen und -Gemeinden gefeiert. Doch Maurer stellt sich offenbar quer, wie «Blick» und «tagesanzeiger.ch» übereinstimmend berichten. 

Apéro in Bern

«Bundesrat Maurer hat dem Regierungsrat geschrieben, dass er auf eine Feier verzichten möchte», sagt der Sprecher des Zürcher Regierungsrates, Andreas Melchior, gegenüber dem Online-Portal «tagesanzeiger.ch». 

Zur Begründung schreibe Maurer, dass es ja schon einmal eine solche Feier gegeben habe – anlässlich seiner Wahl zum Bundespräsidenten für 2013. Eine zweite Feier sei vor allem aufgrund der damit für den Kanton verbundenen Kosten nicht opportun. Maurer habe aber auch geschrieben, dass er sich freue, wenn am Wahltag eine Delegation aus Zürich nach Bern komme und ihn im Rahmen eines Apéros beehre.

Hinwiler Delegation

Sowohl beim Kanton wie in Maurers Wohngemeinde Hinwil wird der Festverzicht nüchtern kommentiert: «Selbstverständlich respektieren wir den Wunsch von Bundesrat Maurer», betonen sowohl Andreas Melchior wie der Hinwiler Gemeindeschreiber Roger Winter.

Die Zürcher Delegation, die am 5. Dezember nach Bern fahren wird, werde rund 15 Personen umfassen, sagt Sprecher Melchior – mit dabei werde eine Delegation des Regierungsrats, des Kantonsratspräsidiums sowie des Hinwiler Gemeinderats sein.

Nicht der erste

Ueli Maurer ist nicht der erste SVP-Exponent, der sich nicht feiern lassen will. Auch Christoph Blocher sträubte sich nach seiner Wahl zum Bundesrat im Jahr 2004 gegen eine Feier durch den Kanton.

Der Kanton Zürich konnte so rund 150'000 Franken einsparen. In Blochers Wohngemeinde Herrliberg gab es allerdings ein Volksfest, welches die Gemeinde finanzierte.

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