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O-Ton aus Winterthur

«Unsere Freiheit steht über dem Staat»

In der Rubrik «O-Ton» äussert sich wöchentlich eine Gemeinderätin bzw. ein Gemeinderat aus Winterthur zu einem aktuellen Thema. Heute: Marc Wäckerlin (Piratenpartei) kritisiert die Rolle des Staats in unserer Gesellschaft.

Redaktion
Züriost
Freitag, 17. August 2018, 12:42 Uhr O-Ton aus Winterthur
Marc Wäckerlin, Gemeinderat Piratenpartei.
PD

Marc Wäckerlin, Gemeinderat Piratenpartei aus Winterthur:

Woher hat der Staat das Recht, uns Vorschriften zu  machen? Niemand wurde gefragt, niemand hat seine Autonomie aufgegeben, sich freiwillig unterworfen, die Herrschaftsrechte über sich abgegeben. Einen «Gesellschaftsvertrag» gibt es nicht, niemand hat unterschrieben. Wir wurden bei Geburt ungefragt entmündigt. Selbst Nichtwählen ist keine Lösung, denn dann bestimmen trotzdem andere über uns.

Ja, es braucht Regeln.  Aber eine einzige Regel genügt: «Jeder darf tun und lassen, was immer er will, solange er keine Gewalt gegen andere ausübt und nicht in deren Eigentum eingreift.» Das ist die einzig notwendige Einschränkungen, das ist der Massstab. Alles andere, das reichhaltige gesellschaftliche Leben, kann allein auf freiwilliger Kooperation basieren, statt auf Zwang und Regulierung.

Es braucht keinen Staat, der uns vorschreibt, was wir zu tun haben, wofür wir wie vorsorgen sollen, mit wem wir solidarisch sein müssen. Der «Staat», die «Behörde» oder das «Stimmvolk» dürfen uns nicht bevormunden. Wir sind freie, intelligente und selbstbestimmte Menschen, wir können selbst entscheiden, was gut ist, was richtig und was falsch.

Der Staat ist ein gieriger Leviathan, der uns mit jedem neuen Gesetz Stück für Stück einen weiteren Teil unserer Freiheit raubt.

Die Antwort auf meine Eingangs gestellte Frage ist klar: Der Staat hat kein Recht, er nimmt es sich. Dem sollten wir entschieden entgegen treten, den Staat in seine Schranken weisen. Unsere Freiheit steht über dem Staat, nicht umgekehrt!

 

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