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«Schüblig-Zischtig»: Eine 400-jährige Oberländer Tradition

230 Kilogramm Fleisch hat Silvano Stappung für den «Schüblig-Zischtig» verwurstet. Die seit 400 Jahren gepflegte Oberländer Tradition hat wieder Aufwind erhalten, sagt der Baumer Metzger.

Montag, 20. Februar 2012, 20:05 Uhr

Der «Schüblig-Zischtig» geht auf einen Brauch zurück wie er schon vor rund 400 Jahren gepflegt wurde. Laut Heinricht Messikommers Werk «Aus alter Zeit. Sitten und Gebräuche im zürcherischen Oberlande» assen die Oberländer am Tag vor Aschermittwoch, vor der nachfolgenden Fastenzeit also, noch einmal tüchtig Fleisch. Ein grosser Schüblig vom Metzger war genau das Richtige für ein herzhaftes Festessen. Insgesamt 230 Kilogramm Fleisch hat beispielsweise der Baumer Metzger Silvano Stappung an diesem Tag zu Schübligen – Baumer, Hallauer, Basserdorfer, Ratsherren, Füürweer, St. Galler, Fasnachts und Kümmel Schüblige – verarbeitet. Er stellt fest, dass die Tradition des Schüblig-Zischtigs Aufwind erhalten hat. Längst hat er den «Zischtig» um vier Tage im Voraus erweitert. «Das Einkaufsverhalten hat sich verändert, man kauft vermehrt am Wochenende.»

Bis in die 1980er-Jahre hatten die Schulkinder im Oberland am «Schübligzischtig» sogar frei und zogen verkleidet durch die Strassen. Jugendliche sollen sich früher einen Spass daraus gemacht haben, Schüblige aus den Pfannen zu stibitzen und sofort zu verzehren.

Lesen Sie mehr zur Tradition des «Schüblig-Zischtig» im ZO/AvU vom Dienstag, 21. Februar.

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