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Linsen und Speck – die unschlagbare Kombination

«Sommer auf dem Teller» heisst die Serie, in der ZO/AvU-Redaktoren in loser Folge ihre Lieblingsrezepte für die Sommerzeit präsentieren. In dieser Folge: ein Linsengericht.

Montag, 14. Juli 2014, 17:44 Uhr

Weniger ist mehr – dieses Sprichwort hat sich beim Kochen einmal mehr bewahrheitet. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint, baden im See ist angesagt. Aber schwimmen macht hungrig, also beschliessen ein paar Freunde und ich zusammen, zu essen. Ich lade ein. Da der Magen knurrt, bleibt nicht viel Zeit für grosses Geköche, grillieren ist angesagt. Doch welche Beilage passt? Ein Salat muss her, aber mehr als nur grüne Blätter. Die Truppe hat Hunger. Im Laden kommt die erlösende Idee: Linsensalat. Ausser dem Kochen der grünen Linsen (etwa 25 Minuten; siehe Packung), ist er schnell zubereitet. Während die Hülsenfrüchte im Wasser auf kleiner Stufe vor sich hinköcheln, bleibt genügend Zeit, die anderen Zutaten vorzubereiten.

Der Salat ist optimal, um Reste zu verwerten. Von gekochten Kartoffeln, über Peperoni, Tomaten, Lauch bis hin zu Eiern – der Linsensalat lässt Experimente mit verschiedensten Zutaten zu. Die Menge ist ebenfalls dem Koch überlassen, auf der Einkaufsliste gehe ich von vier Personen aus.

Was den einzigartigen Geschmack dieses Gerichts für mich jedoch ausmacht, ist der gebratene Speck mit einer kleinen, geschnittenen und leicht gedünsteten Zwiebel, einer Knoblauchzehe und – wenn man es etwas schärfer mag – eine oder zwei Chilischoten, die man ebenfalls mit dem Speck andünstet. Dazu gebe ich drei kleine ungekochte, grob geschnittene Frühlingszwiebeln in den Salat.

Die Salatsauce kommt ohne Schnickschnack aus: Olivenöl, heller oder dunkler Balsamico und ein Esslöffel Kräuteressig. mit Senf, Salz, Pfeffer und Salatkräutern mischen – am besten sind die aus dem Garten oder dem Balkon. Etwas Honig kann ebenfalls beigefügt werden.

Sind die Linsen gar, lässt man das restliche Wasser abtropfen und gibt sie in die Schüssel mit dem Dressing – zusammen mit dem gewürfelten Gemüse und Eiern, dem gebratenen Speck, den Zwiebeln, Knoblauch und Chilis. Gut umrühren und etwa eine halbe Stunde auskühlen lassen. Bei Bedarf nachwürzen.

Mit einem Rinds-Hohrücken, gespickt mit Knoblauchzehen und Rosmariezweigen, sowie einem grünen Salat tische ich Linsen auf. Für vier normale Esser sollten 200 Gramm reichen. Für meine sechs Gäste kochte ich jedoch eine ganze Packung Linsen (500 Gramm), zusammen mit dem Fleisch, Salat und Brot. Reste gab es keine. Das Rezept scheint zu munden – also genug Linsen zubereiten. Was übrig bleibt, kann problemlos am nächsten Tag verspeist werden.

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