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Verlagsbeilage «Weihnachtszeit 2022»

Ideen für nachhaltige Geschenkverpackungen

Zum Verschenken gehört eine schöne Verpackung dazu. Jedoch sind viele Geschenkpapiere nicht besonders nachhaltig. Ein paar Upcycling-Ideen, wie man die Geschenke schick und umweltfreundlich einpacken kann.

Matea
Regelja
Mittwoch, 23. November 2022, 12:00 Uhr Verlagsbeilage «Weihnachtszeit 2022»
Man sieht viele Weihnachtsgeschenke auf einem Tisch.
Mit wenigen Handgriffen lassen sich einfache Geschenkverpackungen basteln.
Unsplash

Dieser Beitrag wurde in der Verlagsbeilage «Weihnachtszeit 2022» veröffentlicht, die am 23. November 2022 mit dem «Zürcher Oberländer» und dem «Anzeiger von Uster» erschienen ist.

Schon bald ist wieder Weihnachten und die Zeit der Bescherung steht wieder an. Doch kaum ist der Moment des Beschenkens vorbei, häuft sich der Papierberg zu Hause. So manche bekommen da ein schlechtes Gewissen.

Viele Geschenkpapiere bestehen zudem aus Plastik. Für die Herstellung der Glanzoberflächen und der bunten Muster werden viele Chemikalien verwendet und können nicht recycelt werden. Doch es geht auch anders: Mit Materialien, die fast jeder zu Hause hat, kann man die Weihnachtsgeschenke stilvoll und nachhaltig verpacken.

Die Zeitung von gestern nicht wegwerfen

Alte Kalenderblätter, Zeitungen, Notenblätter, Landkarten oder Bücherseiten können in originelle Geschenkverpackungen verwandelt werden. Diese Methode ist nicht nur nachhaltig, sondern schont auch das Portemonnaie. Gerade, wenn regelmässig Zeitungen ins Haus flattern, ist dies eine gute Alternative.

Ausserdem lässt sich das wiederverwendete Papier kreativ einsetzen: Zum Beispiel kann man ein Kochbuch mit einem Stück Backpapier umwickeln oder man verschenkt einen Reiseführer in einer Landkarte. Geschenke für Kinder können in Seiten alter Comic-Hefte verpackt werden. Vielleicht ist der Comic am Schluss spannender als das Weihnachtsgeschenk selbst.

Man sieht ein Weihnachtsgeschenk in einer Zeitung verpackt.
Zur Weihnachtszeit kann man alte Zeitungen auf das nächste Level bringen. (Foto: Matea Regelja)

Wer der Geschenkverpackung eine persönliche Note verleihen möchte, kann auf einem Blatt Papier eigene Kunstwerke verewigen oder ein paar Zeilen schreiben. Bei so viel liebevollen Gedanken ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass das Papier im Müll landet.

Weihnachtsgeschenke in verzierten Versandkartons

Mit den Versandkartons von Bestellungen lassen sich die Geschenke stabil einpacken, vor allem wenn das Geschenk eine robuste Hülle braucht. Statt die Kartons gleich zu entsorgen, lohnt es sich, gerade kurz vor Weihnachten die Verpackung aufzuheben. Diese können mit Sprüh- oder Plakatfarben leicht und deckend bemalt werden. Acrylfarben sind ebenfalls geeignet, jedoch wird der Karton eine zweite Schicht Farbe benötigen. Auf Wasserfarben sollte verzichtet werden, sonst weicht die Pappe auf.

Geschenke in Keksdosen und Kaffeebüchsen verstecken

Geschenkverpackungen aus alten Keksdosen und Kaffeebüchsen sind mit weniger Aufwand verbunden. Viele davon sind hübsch anzusehen und kommen in der Küche gut zur Geltung. Zugleich spart man sich das Basteln, was diese Verpackung zu einer guten Last-Minute Geschenkbox macht. Kleine Präsente, wie etwa Schmuck, können in kleinen Nussschalen versteckt werden. Die Schale kann mit einer Farbe besprüht und später als Dekoration verwenden werden.

Upcycling auf Japanisch

Furoshiki heisst auf Deutsch übersetzt «Badetuch» und hat im Land der aufgehenden Sonne eine lange Tradition. Als das Baden in Japan populärer wurde, nutzten die Menschen ihr Badetuch, um die Kleidung zu transportieren. Doch schon früher hat sich das Tuch als geeignetes Transportmittel herausgestellt, denn auf diese Weise haben viele Händler ihre Ware getragen. Heute nutzt man das Furoshiki für alle möglichen Zwecke, nicht zuletzt als Geschenkverpackung. Das Falten selbst ist schnell erlernt.

  1. Als erstens legt man das Furoshiki als Raute auf einen Tisch und legt das Geschenk in die Mitte
  2. Danach faltet man die obere Ecke des Tuches direkt über das Geschenk zur gegenüberliegenden Ecke
  3. Der überschüssige Stoff wird nun über den Stoff bis zur Mitte des Geschenkes überlappt
  4. Die seitlichen Tuchecken werden zum Schluss einfach in der Mitte zusammengeknotet. Das Geschenk ist jetzt fertig und kann dekoriert werden

Ein Furoshiki lässt sich auf sehr viele Arten falten und knoten. Das stilvolle Wickeltuch ist umweltfreundlicher als das klassische Geschenkpapier, da die Tücher wiederverwendet werden.

Man sieht ein Weihnachtsgeschenk in japanischer Verpackungstechnik, genannt Furoshiki.
Zwei Geschenke in einem: Das Furoshiki-Tuch lässt sich später für verschiedene Zwecke verwenden. (Foto: Matea Regelja)

Für diese Geschenkverpackung ist kein japanisches Furoshiki nötig. Dafür eignen sich verschiedene Tücher wie Stoffservietten, Halstücher oder Geschirrspültücher. Wer einen kleinen Hauch von Heimatliebe mit verschenken möchte, kann beispielsweise auf traditionelle Glarnertüechli zurückgreifen.

Eine Zutatenmischung im Glas

Einweggläser lassen sich schnell und mit wenig Aufwand mit Zutatenmischungen füllen. Selbstgemachtes Kräutersalz oder Kochmischungen, wie ein Steinpilz-Risotto, sehen im Glas wunderbar aus, sind unkompliziert in der Zubereitung und ergeben ein schönes Weihnachtsgeschenk. Für eine süsse Variante kann eine Backmischung für Schoko-Muffins oder Brownies im Glas verschenkt werden. Damit der Risotto-Mix nach dem Verschenken noch eine Weile haltbar bleibt, sollte man auf getrocknete Kräuter und Gemüse zurückgreifen. Damit das Geschenk schön aussieht, werden die Lebensmittel im Glas geschichtet. Diese Mengenangaben passen in ein 400 Milliliter Glas:

  • Zuerst kommt 200 Gramm Risotto-Reis ins Glas
  • Als Nächstes kommt ein halber Teelöffel Oregano rein
  • Danach einen halben Teelöffel Salz, Pfeffer und getrocknete Petersilie beifügen
  • Zuletzt gibt man 20 Gramm getrocknete Steinpilze hinzu. Diese schneidet man in kleinere Stücke und gibt sie obendrauf

Zum Risotto-Mix passen eine Flasche Wein und eine Flasche Olivenöl als Geschenk. Diese Kombination kommt sicherlich gut an. Den Feinschmeckern kann man eine Fertigmischung mit getrockneten Trüffeln schenken.

Ein einfaches Kräutersalz

Bei der Herstellung des eigenen Kräutersalzes ist es wichtig, dass getrocknete Kräuter verwendet werden. Frische Kräuter sind feucht und würden das Gewürz verklumpen. Wer auf die eigenen Kräuter im Garten nicht verzichten möchte, kann sie vor der Verwendung an der Luft oder im Backofen trocknen. Folgende Zutaten werden für 100 Gramm Kräutersalz benötigt: 50 Gramm grobes Salz und 50 Gramm Kräuter nach Wahl. Das Kräutersalz lässt sich leicht zubereiten:

Man sieht ein selbstgemachtes Kräutersalz in einer hübschen Schale aus Holz.
Ein selbstgemachtes Kräutersalz in einer hübschen Schale ist ein praktisches Geschenk. (Foto: Matea Regelja)

Für die Herstellung müssen das Salz und die gewünschten Kräuter, wie Rosmarin, Thymian und Oregano, mit dem Salz zusammengemischt werden. Diese Kombination eignet sich gut für Fleisch und Fisch. Für eine besondere Geschmacksnote sorgt ein Meer- oder Himalaya-Salz. Wem das zu wenig ausgefallen ist, kann dem Kräutersalz getrocknete Blüten beifügen und so für eine bunte Überraschung sorgen.

Eine beliebte Geschenkidee ist der gute alte Geschenkkorb, gefüllt mit Präsenten. Statt des typischen Korbes eignen sich auch Geschenkboxen, um mehrere Geschenke stilvoll zu präsentieren. Falls man doch auf die klassische Geschenkverpackung setzen möchte, kann auf recycelbares Geschenkpapier zurückgreifen. Nach dem Auspacken lässt sich das Geschenkpapier glattstreichen und beiseitelegen. Auf diese Weise lässt es sich beim nächsten Weihnachtsgeschenk noch einmal benutzen.