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Von Donnerstag auf Freitag

Sternschnuppen-Nacht im Oberland

Gegen Ende der Woche soll ein besonderes Spektakel den Himmel verschönern: Leoniden-Sternschnuppen. Woher die Leoniden ihren Namen haben, erklärt ein Wiesendanger Experte.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 15. November 2022, 15:15 Uhr Von Donnerstag auf Freitag
Eine Sternschnuppe saust über dem Nebengebäude der Sternwarte Eschenberg hernieder.
Eine Sternschnuppe saust über dem Nebengebäude der Sternwarte Eschenberg hernieder.
Foto: Dani Luongo /Sternwarte Eschenberg

In der Nacht vom 17. auf den 18. November erreichen die Leoniden-Sternschnuppen ihr diesjähriges Maximum. Das verkündet Markus Griesser aus Wiesendangen von der Sternwarte Eschenberg in einem Communiqué.

Einige Dutzend Sternschnuppen pro Stunde

Dieses Jahr würden zwar vergleichsweise «nur» einige Dutzend Sternschnuppen pro Stunde vom Himmel fallen, doch es bleibe trotzdem genügend Raum für romantische Gefühle und himmlische Wünsche, meint der Mitgründer der Sternwarte.

Weiter erklärt er: «Die Leoniden haben ihren Namen von ihrem Ausstrahlungspunkt, der im Sternbild Löwe, im lateinischen Leo, liegt. Wir sehen dieses markante Sternbild jeweils am späteren Abend bei seinem Aufgang am Osthimmel.»

Doch der eigentliche Ursprung dieser feurigen Himmelsgrüsse sei der Komet «Tempel-Tuttle», der 1865 vom deutschen Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel und seinem amerikanischen Kollegen Horace Parnell Tuttle entdeckt wurde.

Komplizierter physikalischer Effekt

«Die kleinen Partikel, die dieser Komet auf seinem Sonnenumlauf verstreut, schiessen frontal mit sehr hoher Geschwindigkeit in die irdische Lufthülle ein. Dort erzeugen sie die feurige Lichtspur durch einen komplizierten physikalischen Effekt», erläutert Griesser. 

Da der Komet «Tempel-Tuttle» jeweils in rund 33 Jahren die Sonne umkreise, komme es auch in diesen Abständen zu einem besonders gehäuften Auftreten der Leoniden.

1998 stand der Komet das letzte Mal in Sonnennähe. In den darauffolgenden Jahren zeigten sich gleich mehrmals intensive Meteorschauer. So erinnert sich der Experte gut an eine Novembernacht im Jahr 2001, «in der die Sternschnuppen zeitweilig im Minutentakt sogar durch die damalige Schleierbewölkung aufblitzten. Ein bis heute unvergessliches Schauspiel.» (jeh)

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