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Budget 2023

Steuerfuss in Bäretswil bleibt vorläufig unverändert

In Bäretswil bleibt der Steuerfuss auch im kommenden Jahr bei 106 Prozent. Aufgrund geplanten Investitionen sollen die Steuern jedoch in den Folgejahren erhöht werden.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 09. November 2022, 17:30 Uhr Budget 2023
Der Steuerfuss in Bäretswil bleibt auch im nächsten Jahr bei 106 Prozent.
Symbolbild

Die Gemeinde Bäretswil hat ihr Budget für das kommende Jahr bekanntgegeben. Für das nächste Jahr plant die Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 687'136 Franken.

Dieser ergibt sich aus einem Gesamtaufwand von 30,7 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 31,5 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll dabei weiterhin bei 106 Prozent belassen werden.

Geplante Kostensteigerungen

Grosse Kostensteigerungen gegenüber dem Budget 2022 seien vor allem in Bereichen geplant, in welchen die Gemeinde nur wenige Einflussmöglichkeiten habe. Der per 1. Januar geltende Teuerungsausgleich von 3,5 Prozent führe beim Personal und bei den kantonal angestellten Lehrpersonen zu Mehrkosten von insgesamt 401‘476 Franken. Im Gegenzug seien alle Lohnanpassungen beim Gemeindepersonal für das Jahr 2023 gestrichen worden.

Pflegefinanzierungsbeiträge nehmen gleichzeitig durch höhere Schwereeinstufungen, mehr Pflegetage und höhere Normdefizitbeiträge um 517‘015 Franken stark zu. Auch vergangene Investitionen in Schulliegenschaften würden zu höheren Hauswartkosten von 108‘060 Franken führen. Weiter sind bei allen Liegenschaften wegen den höheren Energiepreisen deutlich höhere Heizkosten von 115‘595 Franken eingeplant.

Höhere Steuererträge

Auf der Ertragsseite geht das Budget bei einem unveränderten Steuersatz von 106 Prozent von deutlich höheren Einkommenssteuern und höheren Firmen-Gewinnsteuern als im Budget 2022 aus. Der Ressourcenausgleich nimmt wegen der grösseren Steuerkraftdifferenz im Jahr 2021 zwischen der Gemeinde Bäretswil und dem kantonalen Mittel auf 7,8 Millionen Franken zu.

Zudem wird die Gemeinde 2023 erstmals einen jährlichen Beitrag von 595‘800 Franken aus dem kantonalen Strassenfonds an den Unterhalt der Gemeindestrassen erhalten. Durch den verschobenen und deshalb 2023 nochmals eingeplanten Verkauf des Kindergartens Bettswil für geschätzte 1,1 Millionen Franken kann voraussichtlich ein Gewinn von 619‘000 Franken erzielt werden.

Der Gemeinderat geht davon aus, dass das Grundstück im Sunneberg im Jahr 2023 zum reduzierten Buchwert von 1,1 Millionen Franken an die Genossenschaft Alterswohnungen Bäretswil verkauft wird.

Anstehende Investitionen

In der Investitionsrechnung sind Projekte im Gesamtbetrag von nur 1,83 Millionen Franken vorgesehen. Die grössten Teilbeträge sind 1,1 Millionen Franken für den Neubau des Reservoirs Geissrain (Anteil Bäretswil 476‘800 Franken), 420'000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung am Lettenberg sowie je 360‘000 Franken für die Sanierung der Engelsteinstrasse und der darin liegenden Wasserleitung.

Für die Planung des Ersatzes der Turnhalle Adetswil sind 348‘000 Franken und für den Ersatz der Wasserleitung Hinterer Engelstein – Langacher 300‘000 Franken berechnet. 

Künftige Steuererhöhungen

Um die ab 2025 hohen Investitionen aus den flüssigen Mitteln finanzieren zu können, sind im Finanzplan 2023-2027 mehrstufige Steuererhöhungen um 8 Prozent eingeplant.

So werde laut dem Gemeinderat das Ziel des mittelfristigen Ausgleichs der Jahresresultate 2019–2026 mit plus 8 Millionen Franken zwar deutlich übertroffen. Das Ziel eines Selbstfinanzierungsanteils von 10 Prozent werde mit 8,7 Prozent dennoch verfehlt.

Das Nettovermögen würde trotz Steuererhöhungen bis 2026 auf eine Nettoschuld von minus 85 Franken pro Einwohner abnehmen, während die «Bäretswiler Schuldenbremse» Nettoschulden bis minus 1‘000 Franken pro Einwohner zulassen würde.(lda)

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