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Budget 2023

Gemeinde Lindau plant Steuersenkung

Die Gemeinde Lindau beantragt eine Steuersenkung, trotz einem mutmasslich drohendem Aufwandüberschuss im Jahr 2024.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 09. November 2022, 13:36 Uhr Budget 2023
Sowohl für das Jahr 2023 als auch in der Hochrechnung 2022 wird mit schwarzen Zahlen gerechnet.
Archivbild: Seraina Boner

Das Budget 2023 der Gemeinde Lindau sieht einen knappen Ertragsüberschuss von 42'800 Franken vor, dies bei einem Aufwand von rund 41,65 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 41,69 Millionen Franken. Der Gemeindeversammlung am 5. Dezember wird eine Steuerfusssenkung um 2 Prozentpunkte von 108 auf 106 Prozent beantragt.

Das ausgeglichene Budgetergebnis ist auf die erneute Bildung von finanzpolitischen Reserven zurückzuführen, so der Gemeinderat.

Wie bereits 2022 sollen auch im Jahr 2023 Rücklagen gebildet werden, um den Handlungsspielraum in schlechteren Jahren zu wahren. Per Ende 2023 sollen sich die Reserven auf 12,1 Millionen Franken belaufen.

Nettoinvestitionen auf Vorjahresniveau

Auf der Ertragsseite wird weiterhin sowohl mit hohen Einnahmen an Grundstückgewinnsteuern als auch allgemeinen Steuererträgen gerechnet. Erstmals werden auch Staatsbeiträge aus dem Strassenfonds erwartet. Auf der Aufwandseite fallen insbesondere die höheren Aufwendungen für die Pflegefinanzierung und Energiekosten ins Gewicht.

Die Nettoinvestitionen bewegen sich mit rund 6,4 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Die Investitionen für die Dorfkernplanung Lindau, Schulinfrastruktur, Gemeindestrassen sowie Wasser- und Abwasserversorgung tragen zu diesem hohen Investitionsvolumen bei.

Von den Gesamtinvestitionen sind 3,4 Millionen Franken dem Steuerhaushalt zuzuschreiben, die verbleibenden 3 Millionen Franken entfallen auf die mit Gebühren finanzierten Haushalten.

Keine Beiträge aus Finanzausgleich

Die Hochrechnung des aktuellen Rechnungsjahres zeigt bei den allgemeinen Steuern ein Plus von rund 6,3 Millionen Franken. Demgegenüber stehen Mindererträge bei den Grundstückgewinnsteuern von rund zwei Millionen Franken.

Dies wird dazu führen, dass im Jahr 2024 keine Beiträge aus dem Finanzausgleich ausgerichtet werden, was wiederum mutmasslich zu einem Aufwandüberschuss führen wird, heisst es in der Mitteilung weiter.

Mit einer Selbstfinanzierung von 6,3 Millionen Franken können die im Steuerhaushalt vorgesehen Nettoinvestitionen von rund 3 Millionen Franken aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanziert werden. Der mutmassliche Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 189 Prozent. (lcm)

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