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Strategie für die Zukunft

Schwimmbad Neuguet in Turbenthal muss rentabler werden

Die Betriebskommission will eine Vision und Strategie für die Badi Neuguet in Turbenthal entwickeln. Auch die Finanzen müssen in Zukunft stimmen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 23. September 2022, 10:26 Uhr Strategie für die Zukunft
Auf dem Foto sieht man das Schild des Schwimmbads Neuguet in Turbenthal.
Die Badi habe sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt, findet die Betriebskommission.
Archivfoto: Rolf Hug

Die Betriebskommission des Zweckverbandes Schwimmbad Neuguet hat beschlossen, eine langfristige und zukunftsorientierte Vision und Strategie für die Badi in Turbenthal zu entwickeln. Das schreibt sie in einer Mitteilung.

Die Kommission besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Exekutiven der drei Zweckverbandsgemeinden Turbenthal, Wila und Wildberg und ist für die strategische Führung des Schwimmbads verantwortlich. Für die Erarbeitung der Zukunftsstrategie ist im Budget 2023 ein Betrag von 35'000 Franken vorgesehen.

Gleichzeitig hat sich die Betriebskommission gemäss der Mitteilung entschieden, das Arbeitsverhältnis mit dem Betriebsleiter Beat Bielmann per Ende Jahr zu beenden. Der Unterhalt während der Wintermonate soll mit einer Interimslösung sichergestellt werden, genauso wie der Badebetrieb im nächsten Jahr.

Besucherzahlen stagnieren

Cornelia Oelschlegel (parteilos), Präsidentin der Betriebskommission und Gemeinderätin von Turbenthal, sieht grosses Potenzial in der Badi Neuguet. «Die Badi Neuguet war und ist ein wichtiger Freizeittreffpunkt für die Bevölkerung», wird sie in der Mitteilung zitiert.

«Es ist aber eine Tatsache, dass sich die Badi in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt hat und vielleicht auch nicht mehr gleich attraktiv ist, wie noch früher.» Die Besucherzahlen stagnierten gemäss der Betriebskommission in den letzten Jahren, abgesehen vom deutlichen Einbruch in den Corona-Jahren 2020 und 2021.

Offenheit für Veränderungen

Die Anforderungen an Freizeitangebote hätten stark zugenommen, genauso wie auch die Konkurrenzangebote, wird Oelschlegel weiter zitiert. Deshalb sei es wichtig, eine langfristige Strategie zu erarbeiten, welche vor allem den Bedürfnissen der Bevölkerung beziehungsweise der Gäste entspreche. Deshalb wird neben Fachpersonen auch die Bevölkerung in diesen Prozess miteinbezogen.

«Wir wollen die Badi erhalten.»
Simon Mösch, Gemeindepräsident von Wila

«Die Erarbeitung einer Zukunftsvision ist eine intensive Arbeit und erfordert ein Commitment und Offenheit für Veränderung von allen Involvierten», wird Michael Hutzli (parteilos), Vize-Präsident der Kommission zitiert. Dazu gehöre auch die Digitalisierung, beispielsweise moderne Bezahlsysteme.

Der Gemeindepräsident von Wila, Simon Mösch (Die Mitte), betont in der Mitteilung: «Wir wollen die Badi erhalten». Mit dem umfassenden Strategieprozess möchte die Betriebskommission ein klares Signal aussenden, dass man für die Zukunft der Badi kämpfen werde. Es sei aber erfolgskritisch, dass die Rentabilität des Schwimmbads, der Sauna und des Bistros zumindest teilweise besser werde. (bes)

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