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Volketswiler Budget

Trotz Steuerausfall in Millionenhöhe rechnet Gemeinderat mit einem Plus

Der Volketswiler Gemeinderat rechnet im Budget 2023 mit einem Plus. Dies trotz schmerzlichem Einnahmenausfall, den der Wegzug des besten Steuerzahlers mit sich bringt.

David
Marti
Freitag, 16. September 2022, 09:15 Uhr Volketswiler Budget
Ein Fabrikgebäude hinter einem Zaun und flankiert durch ein paar Bäume.
Die Unternehmensgruppe La Prairie will 2023/24 aus Volketswil wegziehen, das trifft die Gemeinde finanziell hart.
Foto: Philipp Gämperli

Das Budget 2023 der Politischen Gemeinde Volketswil weist einen Ertragsüberschuss von 722‘000 Franken aus. Dies bei einem Aufwand von 81,015 Millionen Franken und einem Ertrag von 81,737 Millionen. Der Steuerfuss soll unverändert bei 38 Prozent bleiben.

Wie die Behörde mitteilt, ist das Budget geprägt durch den geplanten Wegzug der Unternehmensgruppe La Prairie. Laut einer früheren Bekanntgabe der Gemeinde soll dies einen Steuereinnahmenausfall von rund fünf Millionen Franken ausmachen. Das Unternehmen trug 50 Prozent aller Steuereinnahmen von juristischen Personen bei.

Auch auf den Finanzausgleich hat der Wegzug gemäss Mitteilung der Gemeinde Folgen. So sinke die seit Jahren unterdurchschnittliche Steuerkraft der Gemeinde weiter. Dafür fällt der Finanzausgleich entsprechend höher aus: 23,5 Millionen Franken soll Volketswil aus dem kantonalen Topf erhalten, prognostiziert der Gemeinderat. 8,7 Millionen davon gehen an die Politische Gemeinde, der Rest erhält die Schulgemeinde.

Auf der Ausgabenseite rechnet die Gemeinde mit steigenden Kosten im Sozialbereich in der Höhe von rund 400'000 Franken.

Bei den Grundstückgewinnsteuern sind Einnahmen von 6,5 Millionen Franken veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahresbudget ist das ein Plus von 1,1 Millionen Franken.

52 Millionen für Investitionen

Der Gemeinderat hat nebst dem Budget auch den Finanzplan 2022 bis 2026 verabschiedet. Dieser wurde gemeinsam mit der Schulgemeinde erstellt und sieht Investitionsprojekte von gesamthaft 51,5 Millionen Franken vor. Davon entfallen 29,1 Millionen Franken auf die Politische Gemeinde.

In seiner Mitteilung zeichnet die Behörde mit Blick in die Zukunft ein durchzogenes Bild. Die finanzielle Lage müsse nach wie vor im Auge behalten werden, heisst es. Dennoch könne für die nahe Zukunft mit einer stabilen Steuerbelastung gerechnet werden.

Der Voranschlag 2023 wird dem Souverän an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember zur Abstimmung unterbreitet.

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