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Illnau-Effretiker Naturschutzgebiet wird regeneriert

Die Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich setzt Massnahmen zur Regeneration des Wildert um. Stark bedrohte und seltene Arten erhalten damit mehr Lebensraum, um sich langfristig in der Landschaft halten zu können.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 15. September 2022, 17:03 Uhr Mehr Platz

Das Wildert in der Gemeinde Illnau-Effretikon ist ein Naturschutzgebiet mit hohem ökologischem Wert. Das Gebiet ist als Hoch- und Übergangsmoor sowie als Flachmoor von nationaler Bedeutung und auch kantonal geschützt. Nun wird das Gebiet regeneriert, wie die Baudirektion mitteilt.

Trotz der noch erhaltenen Vielfalt und Schönheit leidet das Wildert bis heute unter den Folgen der ehemaligen Nutzung: Torfstiche und alte Gräben und Rinnen entwässern das Moor stark. Zudem wurde das ursprüngliche Moorgebiet durch die Trockenlegung von Randflächen stark verkleinert.

Weiher soll weniger stark absinken

In den kommenden Wochen wird in den trockenen Randbereichen der nährstoffreiche zersetzte Torf entfernt. So werden neue nasse und magere Flächen geschaffen, auf denen sich stark gefährdete Arten wie zum Beispiel das Zierliche Wollgras oder das Fleischrote Knabenkraut ausbreiten können.

Der grosse Torfstichweiher im Norden wird mit einer Holzspundwand abgedämmt. Bei fehlenden Niederschlägen sinkt der Weiher ansonsten stark ab. Gerade in trockenen Sommern wie dem diesjährigen entwässert er dann die angrenzenden, sehr wertvollen Moorflächen. Die Spundwand wird anschliessend gemäss der Mitteilung mit Torf wieder überdeckt, sodass sie vor Zersetzung geschützt ist und das Landschaftsbild nicht stört.

Umleitung für Wanderwege

Mit den vorgesehenen Massnahmen wird das Wildert laut der Baudirektion umfassend aufgewertet, der Wasserhaushalt stabilisiert und damit die Widerstandskraft des Moores gegenüber längeren Trockenzeiten gestärkt.

Die Bauarbeiten starten am 20. September und dauern voraussichtlich bis Ende Februar. Bei nassen Bedingungen aufgrund von Niederschlägen müssen die Arbeiten allenfalls unterbrochen und im Spätsommer 2023 wiederaufgenommen werden.

Die Wander- und Fusswege im Gebiet müssen in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt werden. Eine Umleitung ist gemäss der Mitteilung signalisiert. (bes)

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