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Wenn der Knochen bricht: Erste Hilfe in Notfallsituationen

Knochenbrüche heilen leichter, wenn rasch und richtig gehandelt wird. Worauf es in solchen Situationen ankommt, erläutern die beiden GZO-Experten aus den Fachbereichen Traumatologie und Notfallmedizin in einem Vortrag am 21. September und Dr. med. Patrick Saudan vorab im Interview.

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Mittwoch, 14. September 2022, 14:45 Uhr Publireportage
Wie man bei Knochenbrüchen handeln sollte, erklären zwei Experten des GZO Spitals Wetzikon
Wie man bei Knochenbrüchen handeln sollte, erklären zwei Experten des GZO Spitals Wetzikon.
Foto: PD/iStock

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Publireportage. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der GZO AG Spital Wetzikon.

Herr Dr. med. Saudan, entgegen der Vermutung sind unsere Knochen gar nicht hart, sondern elastisch und äusserst lebendig. Warum?
Dr. med. Patrick Saudan: Die Natur hat es gut eingerichtet: Risse und Brüche, die Stürze oder Stösse in Knochen hinterlassen können, werden durch ein raffiniertes System repariert. Ausserdem werden die Knochen permanent ab- und wieder aufgebaut. So erneuert sich unser gesamtes Skelett alle acht bis zehn Jahre vollständig. Knochen ist eines der wenigen Gewebe, das ohne Narben verheilt.

Warum brechen Knochen aber überhaupt so oft?
Ganz einfach: Weil viele Menschen hinfallen – bei der Arbeit, in der Freizeit und in den eigenen vier Wänden. Statistiken zeigen: Mit zunehmendem Alter steigt die Sturzgefahr. Beim Aufprall können die wirkenden Kräfte grösser sein als die Festigkeit des Knochens. Im Alter nimmt die Brüchigkeit der Knochen zu.

Woran erkennt der Laie, dass der Knochen gebrochen ist?
Bei einem Knochenbruch ist die Kontinuität des Knochens komplett oder teilweise unterbrochen. Schmerzen, verrenkte Gliedmassen und fehlende oder eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Stellen können Hinweise für einen Knochenbruch sein.

Welche Art von Brüchen gibt es und wie unterscheidet sich deren Behandlung?
Wir unterscheiden verschiedene Brucharten. Einfache Brüche – vor allem bei Kindern und Jugendlichen – werden eingerenkt und heilen von selbst. Schwierig bis unmöglich ist eine Stabilisierung etwa bei Zehen- oder Rippenbrüchen. Wichtig ist immer, wie der Bruch wieder zusammenwächst. Denn Fehlstellungen beeinträchtigen die Funktionalität der betroffenen Gliedmasse und können zu dauerhaften Schmerzen führen.

«Ein Oberschenkelhalsbruch sollte innerhalb von 24 bis 48 Stunden operiert werden.»
Dr. med. Patrick Saudan, Co-Chefarzt Traumatologie, GZO Spital Wetzikon

Welche Methoden stehen dem Traumatologen dabei zur Verfügung?
Brüche behandeln wir konservativ oder operativ, je nachdem um welche Fraktur es sich handelt. Dabei stellen wir die betroffene Stelle ruhig und lassen dem Knochen die Zeit, die er braucht, um von alleine wieder zusammenzuwachsen. Bei Kindern und Jugendlichen funktioniert dies recht gut. Bei älteren Personen ist das ungleich schwerer. Darum ist bei älteren Menschen häufig eine operative Stabilisierung mittels Schrauben, Platten oder Nägeln notwendig.

Gerade bei älteren Menschen ist der Bruch des Oberschenkelhalsknochens gefürchtet. Warum?
Oberschenkelhalsbrüche treten oft bei älteren Menschen auf. Der Knochenschwund, die sogenannte Osteoporose, begünstigt dies. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Ein Oberschenkelhalsbruch ist ein Notfall, welcher innerhalb von 24 bis 48 Stunden operiert werden sollte. Denn später steigt das Risiko für Komplikationen erheblich, weil sich beispielsweise durch die fehlende Mobilität Thrombosen entwickeln können. Nach der Operation setzen wir alles daran, gerade ältere Menschen so schnell wie möglich mit Physiotherapie wieder auf die Beine zu bekommen.

Was passiert, wenn ich mit Verdacht auf einen gebrochenen Knochen auf die GZO-Notfallstation komme?
Wir nutzen moderne bildgebende Verfahren für eine präzise Diagnose. Danach wissen wir, wie der gebrochene Knochen stabilisiert werden muss und können erste Prognosen zum erwarteten Heilungsprozess stellen. Falls keine Operation notwendig ist, stabilisieren wir vor Ort das gebrochene Glied und schicken die betroffene Person später für die weitere Behandlung zurück zu ihrer Hausärztin oder zu ihrem Hausarzt.

Spezialisten am GZO Spital Wetzikon
Dr. med. Patrick Saudan: Der Co-Chefarzt Traumatologie ist seit zehn Jahren als Spezialist für die Allgemein- und Unfallchirurgie am GZO Spital Wetzikon tätig.

Dr. med. Frank Kube: Der Ärztliche Leiter Notfall arbeitet seit 2018 am GZO Spital Wetzikon. Zusammen mit seinem eingespielten Team sorgt er für die medizinische Grundversorgung der jährlich rund 15'000 Notfallpatienten am GZO.

Dr. med. Frank Kube, Ärztliche Leiter Notfall (l.), und Dr. med. Patrick Saudan, Co-Chefarzt Traumatologie.
Dr. med. Frank Kube, Ärztliche Leiter Notfall (l.), und Dr. med. Patrick Saudan, Co-Chefarzt Traumatologie. (Foto: GZO)

Öffentlicher Vortrag
Mittwoch, 21. September, 19 Uhr
GZO AG Spital Wetzikon, Spitalstrasse 66, Wetzikon
«Wenn der Knochen bricht: Erste Hilfe in Notfallsituationen»
Referenten: Dr. med. Patrick Saudan, Co-Chefarzt Traumatologie, und Dr. med. Frank Kube, Ärztlicher Leiter Notfallstation
Der Vortrag findet vor Ort statt. Melden Sie sich bitte über die GZO-Homepage vorab an.
www.gzo.ch/vortraege-2022 Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Weitere Veranstaltungen
Veranstaltung für Freiwillige und Interessierte:
Dienstag, 20. September, 14.30 Uhr
Infoabend für werdende Eltern:
Montag, 10. Oktober, 19 Uhr
Alle Veranstaltungen unter:
www.gzo.ch/veranstaltungen