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Schwimmbad Neuguet

Darum kam es zum Wasserrohrbruch bei der Badi in Turbenthal

Am Dienstag hat das Schwimmbad Neuguet wegen eine Wasserrohrbruchs am Nachmittag den Badebetrieb einstellen müssen. Seit Mittwoch ist die Badi aber wie gewohnt geöffnet.

Annabarbara
Gysel
Freitag, 22. Juli 2022, 09:00 Uhr Schwimmbad Neuguet

Wer am Dienstagnachmittag in der Hoffnung auf Abkühlung zum Schwimmbad Neuguet ging, musste unverrichteter ­Dinge wieder nach Hause. «Aus­ser Betrieb, Wasserrohrbruch. Danke für Ihr Verständnis», war beim Eingang auf handgeschriebenen Zetteln zu lesen.

«Um 16  Uhr mussten wir die Badi schliessen», sagt Betriebsleiter Beat Bielmann. Der Grund: Es fehlte an frischem Wasser, WCs oder Duschen konnten keine benutzt werden. Auch die Umwälzung funktionierte nicht. Am Mittwochmorgen konnte die Badi – ganz zur Freude der Gäste – wieder öffnen.

60 Zentimeter langer Riss

Der Wasserrohrbruch hatte sich am Dienstag um 11.30 Uhr ereignet – und zwar an der Hauptwasserleitung, die unter der Töss­talstrasse direkt vor dem Schwimmbad verläuft.

Um den Schaden zu beheben, wurde ein Bauarbeiterteam aufgeboten. Dieses musste dafür ­einen Teil der Strasse aufreissen. Ein Gussrohr habe auf der Seite einen Riss und müsse ersetzt werden, sagte einer der Arbeiter vor Ort.

Gemäss Yves Zehnder, dem Leiter Tiefbau und Werke der Gemeinde Turbenthal, war dieser Riss etwa 60 Zentimeter lang und verlief in Längsrichtung des Rohrs. «Mutmasslich kam es durch Setzungen im Erdreich zum Bruch», erklärt er. Es habe ein über der Wasserleitung liegendes, einbetoniertes Strassenentwässerungsrohr auf die darunterliegende Wasserleitung gedrückt.

Keine Ampel

Die Reparatur war ein langwieriger Prozess, der sich über den ganzen Dienstagnachmittag bis in den Abend hinzog. Die Bauarbeiter legten die Wasserleitung an der Schadstelle frei, führten nasses Aushubmaterial ab, schnitten die schadhafte Stelle im Wasserrohr heraus und setzten ein Stück neues Rohr ein. Danach füllten sie die Grube mit sauberem Kies wieder auf.

Wie Zehnder weiter erklärt, leiteten während dieser Zeit zwei Mitarbeiter des Tiefbauamts Wila den Verkehr an der Baustelle vorbei. Es habe keine Ampel aufgebaut werden können. Dies wegen der Lichtsignalanlagen bei der Kreiselbaustelle sowie der Bushaltestelle Usserdorf und der in unmittelbarer Nähe liegenden Bahnschranke. «Deshalb musste die Strasse am gleichen Abend wieder befahrbar sein.»

Am Mittwoch standen dann noch weitere Arbeiten an: So musste die ebenfalls defekte Meteorwasserleitung ersetzt und der Randstein gemäss Vorgabe vom Kanton neu aufgebaut werden. Der Belagseinbau bei der aufgefüllten Stelle erfolgt zu ­einem späteren Zeitpunkt durch das kantonale Tiefbauamt.

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