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Mehrzweckanlage Illnau-Effretikon

Generationenprojekt nimmt weitere Hürde

Seit über sechs Jahren wird bereits an der Mehrzweckanlage Eselriet in Effretikon geplant. Jetzt hat der Stadtrat das Vorprojekt genehmigt.

Matthias
Müller
Montag, 18. Juli 2022, 14:49 Uhr Mehrzweckanlage Illnau-Effretikon
Die neue Mehrzweckhalle im Gebiet Eselriet.
Das Wettbewerbsprojekt zur Mehrzweckanlage Eselriet: Im Vorprojekt sind vorderhand erst zwei Silos vorgesehen.
PD

Die geplante Mehrzweckanlage Eselriet gehört mit zu den ganz grossen öffentlichen Bauprojekten in Illnau-Effretikon – sie gilt mit einer erwarteten Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren als eigentliches Generationenprojekt. Dementsprechend lang beschäftigt sich die Politik bereits mit deren Planung.

Inzwischen hat das Unterfangen seine Bahn aber gefunden. Kurz vor den Sommerferien hat der Stadtrat das Vorprojekt genehmigt. Der multifunktionale Bau, indem die Feuerwehr, die Unterhaltsdienste, die Wasserversorgung, der Zivilschutz, die Rettungsdienste und die Hauptsammelstelle unterkommen werden, wird an der Illnauerstrasse direkt am Ortsausgang von Effretikon zu liegen kommen.

3 Millionen Franken teurer

Dabei sind gegenüber dem siegreichen Wettbewerbsprojekt einige Anpassungen erfolgt. So wurde etwa die Hauptsammelstelle neu geplant. Optisch markant dürfte sein, dass vorderhand nicht drei, sondern nur noch zwei Salzsilos vorgesehen sind - ein allfälliges drittes könnte hinzukommen, falls der Kanton eines für seine Unterhalstdienste brauchen würde. Die prognostizierten Kosten sind derweil von den im Wettbewerb veranschlagten 25,3 Millionen auf 28,3 Millionen Franken gestiegen. Inklusive des Landkaufs kämen die Gesamtkosten auch 32,4 Millionen Franken zu stehen.

In einem nächsten Schritt wird das Bauprojekt nun fertiggestellt. Der Fahrplan sieht weiter vor, dass im März 2023 der Stadtrat, im Oktober 2023 das Parlament und im Februar 2024 die Stimmbevölkerung darüber entscheidet.  Im Falle eines reibungslosen Ablaufes könnte im Herbst 2024 mit dem Bau begonnen werden und anfangs 2026 die Inbetriebnahme möglich werden.

«Co-Working Space» geplant

Etwas schneller dürfte es mit einem anderen Projekt gehen, das der Stadtrat jüngst lanciert hat. Mit dem «Home of Innovation», einem Unternehmen, das in Winterthur an zwei Standorten sogenannte «Co-Working-Spaces» unterhält, soll eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen werden.

An der Rikonerstrasse 4, wenige Gehminuten vom Bahnhof Effretikon entfernt, ist auf ein bis zwei Stockwerken ein neuer Standort geplant, die Stadt will jährlich 60'000 Franken beisteuern – vorderhand für die nächsten drei Jahre. Der Start wäre auf Oktober 2022 vorgesehen.

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