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«#4_Wände»-Beilage

Mit dem richtigen Grill zum Brutzelspass

Mit den warmen Temperaturen kommt die Lust, den Grill einzuheizen – oder sich mal wieder einen neuen zuzulegen. Was einen richtig guten Grill ausmacht und welche Modelle in dieser Saison die beliebtesten sind, weiss Grillsheriff Marcel Meier aus Grüningen

Tanja
Frei
Mittwoch, 04. Mai 2022, 07:00 Uhr «#4_Wände»-Beilage
Grillsherif Marcel Meier steht neben einem Kugelgrill, dessen Deckel er gerade öffnet.
Grillsheriff Marcel Meier in seinem Grüninger Laden neben seinem Lieblingsgrill – dem Kamado Joe.
Foto: Tanja Frei

Dieser Beitrag wurde in der Verlagsbeilage «#4_Wände» veröffentlicht, die am 4. Mai mit dem «Zürcher Oberländer» und dem «Anzeiger von Uster» erschienen ist.

«Ein guter Grill ist qualitativ hochwertig, er funktioniert, ohne dass man sich nerven muss, und hat eine vernünftige Grösse», erklärt Marcel Meier, während er durch seinen Laden schlendert, der sich in einer alten, aber gut erhaltenen Scheune am Rand von Grüningen befindet. Dicke, dunkle Holzbalken zieren die Decke und alte Wagenräder die Wände des Gebäudes. Was an eine Ranch im Wilden Westen erinnert, ist der Ort im Zürcher Oberland, wo sich alles rund um das Grillieren dreht.

Das Sortiment des Grillsheriffs ist umfangreich und lässt keine Wünsche offen. Die Grills reichen von Gas, Keramik, Holzkohle und Pellets oder Smoker bis hin zu ganzen Grillküchen mit Waschbecken und Kühlschrank. «Wenn man sich für das Grillieren entscheidet, dann bleibt die Küche geschlossen», sagt Marcel Meier. Er persönlich mache dann alles am Grill: das Fleisch, die Beilagen, die Saucen sowie das Dessert.

Leidenschaftliche Köche, Geniesser und Schnelllebige

Welcher Grill ist denn nun der Newcomer der Grillsaison 2022? Holzkohlegrills gebe es schon lange und werde es auch noch lange geben. Das Gleiche gilt für die Gasgrills. Keramikgrills würden immer beliebter sowie auch die Pellet-Grills. Pellet-Grills erscheinen von der Optik her am modernsten. Sie haben ein Display und sind elektronisch steuer- und bedienbar. So smart, dass man sie durch eine Handy-App bedienen kann. «Das neuste Modell der Saison 2022 ist ein Holzkohlegrill, der wie ein Pellet-Grill funktioniert – elektronisch zu bedienen und smart», sagt Grillsheriff Meier.

Zu sehen ist das Geschäft des Grillsheriffs in Grüningen. Die Wände und der Boden bestehen aus Holzlatten. Auf der Seite sind Grills aufgereiht. An der Rückwand hängen zahlreiche Fotos und Bilder.
Der Laden des Grillsheriffs erinnert an einen Saloon im Wilden Westen. (Foto: Tanja Frei)

«Gasgrills eignen sich gut für Leute, bei denen es schnell gehen muss. Geniessern empfehle ich einen Holzkohlegrill. Und der Keramikgrill passt gut zu leidenschaftlichen Köchen», so Marcel Meier. Ein grosser Teil der Kunden des Grillsheriffs besitzt sogar zwei Grills. Den Gasgrill für unter der Woche und einen Keramik- oder Holzkohlegrill fürs Wochenende. «Am Wochenende kann man gut auch beide Grills in Betrieb nehmen. Den Holzkohlegrill für das Fleisch und den Gasgrill für das Gemüse.»

Wer dann merkt, dass er die Küche an Grillabenden wirklich fast nicht mehr benutzen muss, und sich doch etwas mehr Platz und nützliche Funktionen wünscht, dem empfiehlt Marcel Meier eine Grillküche. «Was bringen mir zwei tolle Grills, wenn ich mein Zubehör nirgendwo abstellen kann? Jemand, der gerne grilliert, ist jemand, der gerne kocht, und wird für eine grössere Ablage- und Rüstfläche dankbar sein», so Meier.

Dicke Wände und wichtige Drehspiesse

Der absolute Klassiker für den Grillsheriff persönlich ist der Kamado-Keramikgrill. Man feuert ihn mit Holzkohle ein, was den Grilladen einen tollen Geschmack verleiht. Man kann mit ihm direkt sowie indirekt grillieren, was bedeutet, dass die Glut entweder direkt von unten an das Gargut kommt oder indirekt, wenn das Gargut neben der Flamme platziert wird. Grosse Fleischstücke wie Pulled Pork gart man beispielsweise indirekt.

Der Keramikgrill funktioniert auch bei Hochtemperatur sehr gut, was es möglich macht, damit zu backen. Die Bedienung ist einfach, und die Temperatur kann präzise geregelt werden. «Es gibt kein anderes Konzept, das idealer wäre. Wenn ich mich also für einen einzigen Grill entscheiden müsste, dann wäre es klar der Keramikgrill.»

Drei rötliche Kamado-Grills stehen aufgereiht im Geschäft des Grillsheriffs in Grüningen.
Ein Kamado ist nicht nur für Grillliebhaber der absolute Traum, sondern auch für Pizzaesser. (Foto: Tanja Frei)

Der Kamado Joe, ein Keramikgrill, erinnert einen durch seine Form an ein riesiges Ei. «Kamado bedeutet Ofen oder Herd. In Asien wurden früher Kamados als Reiskocher verwendet. Diese Keramiköfen haben dicke Wände, welche die Gluthitze sehr gut speichern. Noch heute ähneln die modernen Keramikgrills diesen traditionellen asiatischen Reiskochern», erklärt Marcel Meier weiter.

Dank der Hitzespeicherfähigkeit des Keramikkörpers können die Keramikgrills auch hervorragend zum Backen, beispielsweise von Pizzas, verwendet werden. Ein besonderes Erlebnis ist die Verwendung eines Pizzaofen-Aufsatzes, mit dem die Pizza auf einer Schaufel durch die Öffnung hineingeschoben und wieder hinausgezogen werden kann. Ein Kamado ist damit nicht nur für Grillliebhaber der absolute Traum, sondern auch für Pizzaesser. «Wer sich für einen Kamado Joe entscheidet, dem empfehle ich, sich auch einen Drehspiess zuzulegen», fährt Meier fort. «Viele denken, sobald ein Grill einen Deckel hat, braucht es keinen Spiess. Doch die Qualität, die der Spiess schafft, wird häufig unterschätzt.»

Apfelbaumholz, Hickory, Eiche oder Erle

Natürlich gibt es auch den absoluten BBQ-Klassiker: den grossen BBQ-Smoker, der wie eine Dampflokomotive aussieht und die allerbesten Spanferkel zaubert. Diese Offset-Smoker werden mit Holz eingeheizt und bedürfen einer gewissen Erfahrung, welche man sich geduldig aneignen muss. Moderne Holzpellet-Smoker vereinfachen die Handhabung dank ihrer elektronischen Steuerung aber wesentlich. Die Pellets werden also in einen Behälter geschüttet und durch eine Förderschnecke in den Feuerraum transportiert, wo die elektrische Glühkerze sowie ein Ventilator die Pellets entzünden.

Ein Regler misst fortlaufend die aktuelle Temperatur im Garraum und vergleicht diese mit dem eingestellten Soll-Wert. Je nachdem wird die Fördermenge an Pellets erhöht oder gedrosselt, und der Ventilator bläst mehr oder weniger. «Die Pellets, die wir verkaufen, werden aus reinem Apfelbaumholz, Hickory oder Kirschbaum hergestellt. Diese aromatisieren das Grillgut als Nebeneffekt. Und je nach Grillgut können die Pellets ausgewechselt werden», erklärt Meier weiter. Zu Rind passe Hickory und Eiche sehr gut, zu Schwein Apfelbaumholz, zu Fisch Erle.

Auch kleinere Budgets willkommen

Es ist unschwer zu erkennen, dass das Sortiment des Grillsheriffs breit und vielseitig, die Grills qualitativ hochwertig und der gesamte Laden mit seinem einzigartigen Charme beeindruckend hergerichtet ist. Doch lohnt es sich auch als Anfänger, sich in Grüningen durch die verschiedenen Grills des Sheriffs zu wälzen? «Klar. Bei uns sind alle willkommen», erwidert Marcel Meier sogleich. «Jeder, der sich von Beginn an eine vernünftige Lösung wünscht, sollte bei uns vorbeischauen.»

«Ein Sprichwort besagt, der erste Grill sei der billigste, der zweite der bessere und der dritte der richtige.» Bei einem kleinen Budget ist auch ein Occasionsgrill eine interessante Lösung. «Wir bieten immer wieder hochwertige Occasionen an, die wir selbst restaurieren. Die ideale Lösung für kleinere Budgets.»