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Bei zweiter Teilnahme

Gymnasiastin aus Uster holt Bronze an Mathematik-Olympiade

Emily Dikhoff von der Kantonsschule Uster war in Budapest erfolgreich.

Redaktion
Züriost
Samstag, 16. April 2022, 15:19 Uhr Bei zweiter Teilnahme
Die Schweizer Delegation für die Wissenschafts-Olympiade in Budapest im Bild.
Die Schweizer Delegation: Julia Sollberger (Freiwillige), Emily Dikhoff (Uster), Moyang Zhang, Evelyn Ebneter, Yanta Wang, Anaelle Pfister (Freiwillige). (Foto: PD/Marton Lenart)

Über 200 junge Frauen. 57 Länder. Eine Leidenschaft: Mathematik. Vom 6. bis 12. April fand in Budapest die «European Girls’ Mathematical Olympiad» statt. Vier Schweizer Gymnasiastinnen reisten nach Ungarn und kehrten mit Edelmetall im Gepäck zurück. 

Unter ihnen Emily Dikhoff von der Kantonsschule Uster. Sie gewann hinter der Baselbieterin Yanta Wang Bronze. Dies schreibt die Organisation der Wissenschafts-Olympiade der Schweiz in einer Mitteilung.

Prüfung mit «nur» drei Aufgaben

Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit kniffligen Problemstellungen aus den Bereichen Kombinatorik, Algebra, Geometrie und Zahlentheorie. In einer Prüfungsaufgabe ging es zum Beispiel darum, die maximal mögliche Länge einer Zahlenfolge zu bestimmen, die bestimmte Eigenschaften erfüllt.

Zur vollständigen Lösung gehörten eine mathematische Beweisführung und ein Beispiel für eine entsprechend lange Zahlenfolge. Solche Aufgaben erfordern Kreativität und Ausdauer, wie die Organisation in ihrer Mitteilung schreibt. 

«Es kann passieren, dass man mehrere Stunden an einer Aufgabe arbeitet, ohne sie lösen zu können», erklärt Julia Sollberger, eine der Freiwilligen, die das Schweizer Team nach Ungarn begleitete. «So bestehen die beiden viereinhalbstündigen Prüfungen auch nur aus je drei Aufgaben».

Bereits zweite Teilnahme

Ziel der European Girls' Mathematical Olympiad ist es junge Mathematikerinnen zu fördern und zu vernetzen. Neben den Prüfungen bleibe auch Zeit, Freundschaften zu schliessen und das Gastgeberland kennenzulernen. Für Emily Dikhoff war es bereits die zweite Teilnahme. 2021 musste der Anlass wegen der Pandemie allerdings online stattfinden.

Wer sich für die Schweizer Delegation qualifizieren will, muss Mittelschülerin sein und bei der Schweizer Mathematik-Olympiade gut abschneiden(mae)

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität. Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

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