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Massnahmenkritiker in Volketswil

Mahnwache vor Schule wird toleriert – Littering nicht

Vor Volketswiler Schulhäusern hat ein massnahmenkritische Gruppe abends für die Abschaffung der Maskenpflicht demonstriert. Die Schule geht nicht auf deren Forderung ein.

Redaktion
Züriost
Freitag, 21. Januar 2022, 10:09 Uhr Massnahmenkritiker in Volketswil
Kinder spielen auf dem Pausenhof einer Schule.
Vor drei Schulhäusern in Volketswil marschierte eine kleine Gruppe auf, um gegen die Coronamassnahmen zu demonstrieren.
Archivfoto: Bea Zogg

Eine Gruppe von etwa 20 bis 25 massnahmenkritischen Eltern und weiteren Personen hat seit Anfang dieser Woche abends an drei Schulen in Volketswil und vor dem Gemeindehaus Mahnwachen gegen die Corona-Massnahmen abgehalten. Dies schreibt die Schulbehörde in einer Medienmitteilung.

Die Gruppe habe vor allem die Maskenpflicht an den Schulen kritisiert. «Mit Zeichnungen, Schreiben und Fahnen bekundeten sie ihren Unmut über die Massnahmen, die helfen sollen, die Corona-Pandemie einzudämmen», heisst es weiter.

«Ich habe aber klar zum Ausdruck gebracht, dass sich die Schule an die vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemassnahmen hält.»

Yves Krismer (FDP), Schulpräsident Volketswil

«Die Schule Volketswil ist verpflichtet, sich an die kantonalen Vorgaben zu halten», lässt sich Schulpräsident Yves Krismer (FDP) zitieren. Dazu gehöre unter anderem die Maskentragpflicht ab der 1. Primarschulklasse.

Schulpräsident mit Gruppe konfrontiert

Er sei mit den Eltern, darunter auch Personen aus Volketswil, an einer dieser Mahnwache am letzten Donnerstagabend vor dem Schulhaus Hellwies in den Dialog getreten. «Ich habe aber klar zum Ausdruck gebracht, dass sich die Schule an die vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemassnahmen hält.»

Die Personen, welche die Mahnwachen durchführten, seien zudem darauf aufmerksam gemacht worden, dass sie sich zwar auf öffentlichem Grund versammeln dürften; Transparente, Zeichnungen, Kerzen und sonstige Materialien müssten nach diesen Versammlungen aber wieder von den Schularealen entfernt werden. «Ansonsten droht ihnen eine Anzeige wegen Littering», so Yves Krismer. (dam)

 

Aktueller Stand der Coronamassnahmen in Schulen

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die Geltungsdauer der Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bildungsbereich bis zum 27. Februar verlängert. Die Maskentragpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler ab der 1. Primarklasse und für alle Erwachsenen an der Schule bis am 27. Februar. Alle bestehenden Schutz- und Hygienemassnahmen müssen ebenfalls weiterhin konsequent eingehalten werden, schreibt die Schule in der Medienmitteilung.

 

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