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Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon

SP und Grüne lancieren Wohninitiative

Die beiden Parteien wollen mit der gemeinsamen Volksinitiative den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern.

Redaktion
Züriost
Freitag, 07. Januar 2022, 14:12 Uhr Bezahlbare Wohnungen in Wetzikon
Siedlung Genossenschaftswohnungen an der Kreuzstrasse Wetzikon
Genossenschaftswohnungen an der Kreuzstrasse in Wetzikon
Foto: Nicolas Zonvi

Die Initiative will, dass sich die Stadt Wetzikon dafür einsetzt, dass die Anzahl an Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete zunimmt.
Ziel ist ein Anteil von einem Fünftel an der Gesamtzahl aller Mietwohnungen.  

Wohnungen für Menschen mit tiefem Einkommen

Wohnen ist ein existenzielles Bedürfnis.
Gerade in städtischen und stark wachsenden Gemeinden wie 
Wetzikon stellt der Wohnraum insbesondere für Familien mit Kindern und für Bevölkerungsgruppen mit
tieferen Einkommen eine hohe finanzielle Belastung dar. Auch für viele ältere Menschen. 

Die Stadt wächst weiter

Bis 2036 rechnet die Stadt Wetzikon mit einer Zunahme um bis zu 6'000 Einwohnerinnen und Einwohner. 
Dieses Wachstum verlangt nicht nur die Ausschöpfung von Innenpotenzialen durch Verdichtung, es bedingt auch die Schaffung von neuen, der Nachhaltigkeit verpflichteten Wohnsiedlungen. 
Grüne und SP begrüssen ein Wachstum nach innen. Dieses soll jedoch sozial- und umweltverträglich gestaltet werden, indem ein gewisser Anteil an erschwinglichem Wohnraum garantiert wird.

«Wir wollen in einer Stadt leben, die nachhaltigen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten schafft, nicht nur für Privilegierte», lautet das Credo. 

Günstige Wohnungen fehlen

Werden die einschlägigen Online-Wohnungsportale konsultiert, so fällt für Wetzikon auf, dass vor allem Mietwohnungen im höheren Preissegment ausgeschrieben sind.
Was fehlt, sind Objekte nach dem Prinzip 
der Kostenmiete, wie sie z.B. von gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften bei ihren Wohnungen
angewandt wird. 
Die Initianten sind der Überzeugung, dass mit der Garantie eines Mindest- bzw. Pflichtteils an preisgünstigen Wohnungen auch kritische Stimmen dazu bewogen werden können, einem moderaten Siedlungsausbau zuzustimmen, falls er sozial- und zugleich umweltverträglich erfolgt. 
Wird die Initiative umgesetzt, sind die dadurch geschaffenen Wohnungen der Spekulation entzogen. Sie sind längerfristig bis zu 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen. 
Ende Februar startet die Unterschriftensammlung. Erforderlich sind 500 Unterschriften.

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