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Entgegen schweizweitem Trend

Jugendarbeit Bubikon zieht positive Bilanz

Die Jugendarbeit Bubikon spürt, entgegen der Entwicklung in der Schweiz, keine Verschlechterung des psychischen Zustands von Jugendlichen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 07. Januar 2022, 16:30 Uhr Entgegen schweizweitem Trend
Skateboard von oben mit Aufkleber. Auf dem Board zwei rote Knöchelturnschuhe.
Skateboarding, Fussball, Frisbee, Rugby und Diabolo-Jonglage – die Angebote in Bubikon sind vielfältig für die Jugendlichen.
Foto: Pixabay

Während die Medien schweizweit darüber berichten, dass es Jugendlichen in der Pandemie zunehmend schlechter geht, zeichnet die Jugendarbeit Bubikon ein positiveres Bild, wie sie in einer Mitteilung schreibt. «Die Angebote werden rege genutzt und die Stimmung ist gut.»

Nachdem die «offene Jugendarbeit» den Sommer über fast im Normalbetrieb arbeiten konnte, gelten inzwischen wieder strengere Schutzmassnahmen – auch in Bubikon.

Im Jugendraum «Jugi» und für das Angebot «offene Halle» in der Turnhalle Spycherwise gelte die Zertifikatspflicht und für Kinder ab der 4. Klasse Maskenpflicht.

«Sie tragen die Maske mit routinierter Fassung und sind froh, dass sie sich weiterhin mit Gleichaltrigen treffen können», erklärt Jugendarbeiterin Jasmin Schweizer.

Ein Ort zum Plaudern

Die Angebote der Jugendarbeit seien nach wie vor «gut besucht». Einmal monatlich treffen sich Jugendliche in der Turnhalle Spycherwise an der Rutschbergstrasse, um Fussball, Basketball oder Alle gegen Alle zu spielen. Manchmal freuen sie sich auch einfach, an einem wettergeschützten Ort Zeit zum Plaudern zu haben.

Jeden Freitag in den Schulwochen würde zudem bei trockenem Wetter auf dem Teerplatz neben der Turnhalle verschiedene Spiele angeboten: Fussball, Frisbee, Rugby, Diabolo jonglieren oder Skateboard fahren. Rund zwanzig Kinder würden jeweils das Angebot wahrnehmen, schreibt die Jugendarbeit.

Bauwagen als Treffpunkt

Seit Anfang Dezember stehe an der Ortsausfahrt Wolfhausen zudem ein Bauwagen, den eine Gruppe Jugendlicher als Treffpunkt nutzte. Strom für Licht und Wärme haben sich die Jugendlichen selbst bei der benachbarten Gärtnerei erbeten.

«Wir besuchen sie hin und wieder im Wagen und sind im Fall, dass sie Unterstützung brauchen, ihre Ansprechpersonen», erklärt Jasmin Schweizer.

Während die Medien vom Zustand der Jugendlichen in der Pandemie ein düsteres Bild zeichnen, präsentiere sich die Stimmung in Bubikon anders: Die Jugendarbeitenden stellten keinen Anstieg von psychischen Problemen fest.

Auch sonst seien die meisten Jugendlichen, die die Jugendarbeit im öffentlichen Raum antreffe, «in keiner Weise auffällig und machen eher einen angepassten Eindruck».

Vereinzelter Alkoholkonsum

Vereinzelt treffen Jugendarbeitende jedoch Gruppierungen an, die Alkohol konsumieren. Doch der Konsum bewege sich in einem Rahmen, der für das Alter als «normales Ausprobieren» bewertet werden könne. (gap)

Eine Ausstellung im Gemeindehaus gibt einen Einblick in die Jugendarbeit. Die Mitarbeitenden haben Kinder und Jugendliche an ihren Lieblingsplätzen auf dem Gemeindegebiet aus Bubikon-Wolfhausen porträtiert. Der Bildband «Mein Platz» kann noch bis zum 10. Januar 2022 im Gemeindehaus betrachtet werden.

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