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Zeller Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann

«Ich wünsche mir, dass es gelingt, wertschätzend aufeinander zuzugehen»

Die Neujahrsbegegnungen sind in den meisten Tösstaler Gemeinden abgesagt. Die Gemeindepräsidenten beantworten zum Jahreswechsel deshalb fünf Fragen und blicken zurück und in die Zukunft – heute Regula Ehrismann (EVP) von Zell.

Redaktion
Züriost
Montag, 03. Januar 2022, 16:27 Uhr Zeller Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann

Was war die grösste Herausforderung für Ihre Gemeinde im 2021 und weshalb?
Regula Ehrismann: Das Gemeindeleben in Zeiten von Corona: Die Aufrechterhaltung eines qualitativ hochstehenden Gemeindelebens trotz corona-bedingten Einschränkungen bleibt die grösste Herausforderung.

Dabei ist es auch für die Gemeinde Zell wichtig mitzuhelfen, die Gräben des Missverständnisses zuzuschütten und im Dienst aller zu wirken. An dieser Stelle gebührt den Zellerinnen und Zellern viel Lob für ihr wertschätzendes, geduldiges und tolerantes Verhalten, das unsere kommunale Arbeit unterstützt und einen guten Umgang zwischen den unterschiedlichen Anspruchsgruppen bewirkt.

Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2021?
Die Vorbereitung und Durchführung des Modernisierungsprojekts des Gemeindehauses: Das Zeller Gemeindehaus am Spiegelacker 5 in Rikon wurde vor einem Vierteljahrhundert gebaut und ist in die Jahre gekommen.

An der Urnenabstimmung vom 13. Juni 2021 haben 58,71 Prozent Stimmberechtigte dem Bruttokredit über 2,355 Millionen Franken zwecks Modernisierung zugestimmt.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Die 1.-August-Feier auf dem Wissen: Trotz Kälte, Regen und Corona konnte diese stattfinden. Erstaunlich viele Leute fanden sich an diesem Abend auf dem Wissen ein und wir konnten uns beim Armbrustschützen-Verein für die langjährige Organisation und Durchführung der 1.-August-Feier bedanken und ihn würdig aus seinem Amt entlassen.

Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde im 2022 zu?
Die Erneuerungswahlen, die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung und der Baustart für das Modernisierungsprojekt des Gemeindehauses.

Am 27. März finden die Erneuerungswahlen der Mitglieder der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2022 bis 2026 statt. Die damit eintretenden, personellen Auswirkungen werden mit der Konstituierung des Gemeinderates per 1. Juli 2022 offiziell gemacht.

«Es ist vorgesehen, das Bauvorhaben im zweiten Semester 2022 umzusetzen.»

Dabei wird die zeitgleiche Digitalisierung der Gemeindeverwaltung durch die Einführung einer elektronischen Geschäftsverwaltung (GEVER) zu einer verbesserten Qualität der erbrachten Leistungen beitragen.

Es ist weiter vorgesehen, das Bauvorhaben Modernisierungsprojekt Gemeindehaus im zweiten Semester 2022 umzusetzen. Dieses wird für Mitarbeitende und die Bevölkerung während der 9-monatigen Bauzeit eine Belastung sein, die wir mit Blick auf entstehenden Verbesserungen gemeinsam durchstehen werden.

Was ist Ihr Wunsch für 2022?
Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, wertschätzend und offen aufeinander zuzugehen. Andere Meinungen und Haltungen zu akzeptieren und stehen zu lassen.

Konstruktive Meinungsverschiedenheiten, tolerante Haltungen Andersdenkenden gegenüber bringen uns weiter, alles andere blockiert und verhindert ein gutes Zusammenleben. Dies möchte ich bewusst leben und wünsche mir, dass es auch uns als Gemeinde gelingt, mit gutem Beispiel voran zu gehen.

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