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Jahresrückblick 2021

Diese Ereignisse bewegten den Bezirk Pfäffikon

Ein Traktor auf der Pferderennbahn, fehlendes Musikgehör am Seequai und eine grosse Brücke: Diskussionsstoff gab es 2021 im Bezirk Pfäffikon zur Genüge.

Christian
Brändli
Dienstag, 28. Dezember 2021, 08:00 Uhr Jahresrückblick 2021

Ein neuer Kreisel beschäftigt das ganze Tal

 

Im Januar blitzt die Gemeinde Wila mit ihrem Rekurs gegen die Verkehrsführung während des geplanten Kreiselbaus auf der Tösstalstrasse bei der reformierten Kirche Turbenthal teilweise ab. Die Diskussion um den Bau, die schon im Vorjahr die Gemeinden rundum bewegt hat, hält das ganze Jahr über an. Im März dann wird dem Rekurs Wilas die aufschiebende Wirkung wieder zugesprochen, worauf der Kreiselbau gleich auf 2022 verschoben wird. Im November akzeptiert der Gemeinderat  Wildberg den geplanten Umweg über Wildberg, er fordert aber Massnahmen in Ehrikon und Schalchen.  Ende Jahr schliesslich verzichtet Wila auf einen weiteren Rekurs, obwohl das kantonale Tiefbauamt die Strecke immer noch für zwei Monate sperren und den Verkehr umleiten will. Das sind immerhin vier Monate weniger, als ursprünglich vorgesehen. (Foto: Rolf Hug)

Budget wird abgespeckt

Der Weisslinger Gemeinderat legt Mitte Februar seine Sparpläne vor, die er nach der Rückweisung des Budgets ausgearbeitet hat. Er will aber an der Steuererhöhung um 5 Prozentpunkte festhalten. Für die RPK und die SVP gehen die Bemühungen zu wenig weit. Doch am 22. Februar heissen die Weisslinger das abgespeckte Budget gut, belassen den Steuerfuss jedoch auf der bisheigen Höhe. Am 13. Dezember dann gibt es keine Diskussionen mehr: Für 2022 wird der Steuerfuss gleich um 10 Prozentpunkte angehoben. (Foto: Simon Grässle)

Ja zu einer Mehrzweckhalle, aber ohne Schulraum

Am 7. März heissen die Fehraltorfer den Bau einer Mehrzweckhalle für 22,5 Millionen Franken an der Urne gut. Sie lehnen allerdings den Folgeantrag über einen Kredit von 1,45 Millionen Franken für die Vorbereitung einer Schulraumaufstockung ab. (Visualisierung: PD)

SP stellt erstmals eine Bezirksrätin

Im Bezirk Pfäffikon wird die SP erstmals eine Bezirksrätin stellen: Am 7. März wird die ehemalige Gemeindepräsidentin von Sternenberg und Kantonsrätin, Sabine Sieber, gewählt. Sie verdrängt einen bisherigen SVP-Vertreter. (Foto: Manuela Kägi)

Baumer Hallenbad erhält eine Auffrischung

Am 7. März sprechen sich die Baumer Stimmbürger sehr deutlich für die Sanierung des Hallenbades aus. Das Vorhaben wird knapp elf Millionen Franken kosten. Im Frühling 2022 soll mit der Sanierung begonnen werden und diese bis im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Auf jenen Termin hin dürften die Eintrittspreise angehoben werden. (Visualisierung: PD)

Streit um Grenzbereinigung zieht sich hin

Die Stimmberechtigten von Wila lehnen am 7. März eine Grenzbereinigung mit der benachbarten Primarschulgemeinde Turbenthal ab. Nun ist unklar, wie es weitergeht, sollten die Grenzen doch laut Gemeindegesetz bereinigt werden. Eine Option ist für die Schulpflege ein Anschlussvertrag. Im April hofft die Primarschulpflege Wila auf eine Fusion mit Turbenthal. Die Gemeindeversammlung vom 30. Juni soll Klarheit bringen. An dieser gibt es zwei Anträge, jener für eine Einheitsgemeinde Wila – gegen den Widerstand der Schulgemeinden - und jener für die Prüfung einer Einheitsgemeinde Wila-Turbenthal.  Am 28. November dann versenken die Wilemer die neue Gemeindeordnung der Primarschule mit 67 Prozent Nein-Stimmen. Damit wird auch die Grenzbereinigung mit der Primarschule Turbenthal beerdigt. Nun warten die Schulpflegen auf die Anweisungen von Seiten des Kantons. (Foto: Rolf Hug)

Noch lange kein Bier im Garten

Ende März wird klar, dass sich der neue Pfäffiker Biergarten am Seequai verspätet. Doch für diese Saison gibt es eine Übergangslösung – mit dem bestehenden Seeimbiss. Mitte Juli kommt dann allerdings Kritik auf: Auch im Seeimbiss gibt es noch immer die alte Infrastruktur und auch das ehemalige Team ist vor Ort. Am 28. August dann endlich: Ein Stück des alten Biergartens kehrt anstelle des Imbiss' zurück. (Foto: Mirja Keller)

Gewitter sorgen für Überschwemmungen

Ein heftiges Gewitter sorgt am Nachmittag des 7. Juni für Erdrutsche und Überflutungen. Insbesondere im Tösstal kommt es zu grösseren Schäden. Die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg muss vor allem im Steinenbachtal helfen.Ein Ponyhof in Hinterauli auf dem Gemeindegebiet von Wila wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch in Illnau-Effretikon kommt es zu Schäden an Strassen und der Landschaft. Am 8. Juli geht erneut ein heftiges Gewitter über der Region nieder. Zwischen Pfäffikon und Russikon wird die Strasse so stark geflutet, dass sie für kurze Zeit gesperrt werden muss. Zudem werden zahlreiche Keller und Garagen geflutet. Wegen des schweizweiten Ausfalls der Notrufnummer entstand zudem ein Chaos. (Foto: Mirjam Müller)

Aufstand der Jungen wegen fehlendem Musikgehör

Mitte Juni proben junge Pfäffiker wegen des drohenden Musikverbotes den Aufstand. An der Gemeindeversammlung soll die neue Polizeiverordnung verabschiedet werden. Darin soll neu Musik im Freien am Abend untersagt werden. Am 14. Juni kommt es an der Gemeindeversammlung zu einem solchen Grossaufmarsch, dass es im Chesselhaus zu eng wird und der Anlass kurzerhand verschoben werden muss. In Russikon, wo analog zur Pfäffiker Polizeiverordnung auch in der eigenen ein Musikverbot festgeschrieben ist, wird das Geschäft am 21. Juni mit 115 zu 40 Stimmen zurückgewiesen. Der Gemeinderat hatte vor der Rückweisung noch selbst einen Abänderungsantrag gestellt. In Pfäffikon passiert derweil am 28. Juni die durch Anträge geänderte Polizeiverordnung. Musik aus Lautsprechern und Verstärkern darf nun legal während der Sommerzeit an Freitagen und Samstagen bis  23 Uhr erklingen. Teilgenommen haben rekordverdächtige 418 Stimmberechtigte. Am 28. November stimmen die Stimmberechtigten der drei Gemeinden Russikon, Fehraltorf und Pfäffikon schliesslich einem Polizei-Anschlussvertrag zu. (Foto: Christian Brändli)

Russikon erhält eine neue Sporthalle

Am 13. Juni heissen die Russiker einen 17,3-Millionen-Franken-Kredit für eine neue Sporthalle samt schulergänzendem Angebot gut. Der Bau gilt als Generationenprojekt. (Visualisierung: PD) 

Tanzen verboten zu Reggae

Statt des traditionellen Reeds geht am 23./24. Juli am Pfäffiker Seequai wegen der Pandemie nur ein Mini-Reggae-Festival über die Bühne. Tanzen ist verboten und es sind maximal 300 Zuhörer erlaubt. (Foto: Bettina Schnider)

Mehr Geld für Senioren-Wohnideen

Die Hittnauer heissen am 13. September einen Zusatzkredit für den Projektwettbewerb gut, der für den Bau des Alters- und Pflegeheimes auf dem Luppmen-Areal lanciert worden ist. Dieser Schritt hat bei der SVP und der FDP kein Gefallen gefunden. Am 22. Oktober wird das Siegerprojekt vorgestellt. Aus den 68 eingereichten Projekten geht jenes der Baumberger & Stegmeier Architekten AG aus Zürich als Gewinner hervor. Es sieht bis zu vier Gebäude vor, auf die die Alterswohnungen verteilt werden sollen. (Foto: Fabio Meier)

Aus der Pferderennbahn wird ein Acker

In einer Hauruckaktion pflügt am 28. Oktober ein Bauer ein Stück der Pferderennbahn in Fehraltorf um. Die Rennbahn der Anlage Barmatt wird dabei so beschädigt, dass das Osterrennen im nächsten Frühling abgesagt werden muss. Der Aktion des Landwirts Hanspeter Bachofen, dem das betroffene Grundstück gehört, vorausgegangen ist ein Streit um die Entschädigung. Am 1. November wird klar, dass das Osterrennen sogar für drei Jahre gestrichen werden muss. (Foto: Christian Merz)

Landwirte wehren sich gegen Töss-Revitalisierungsprojekt

Mit einer Petition wehren sich Mitte November in Wila 126 Personen gegen das Töss-Revitalisierungsprojekt des Kantons. Die Landbesitzer, Bauern und Anwohner befürchten Einschränkungen. Dem Kanton schwebt eine Auenlandschaft vor. In einer Maximal-Variante würde mehr als die Hälfte der heutigen landwirtschaftlichen Nutzfläche verloren gehen. Der Kanton will nun eine Best-Variante ausarbeiten. Am 23. November reagiert der Gemeinderat auf die Petition. So will er die Anspruchsgruppen konsultieren, bevor er beim Kanton zu den Revitalisierungsplänen Stellung bezieht. (Foto: Rafael Lutz)

Eine Brücke spaltet Effretikon

Nach intensiver Diskussion lehnt die Stimmbevölkerung von Illnau-Effretikon am 28. November einen Projektierungskredit von 250'000 Franken für eine Fussgänger- und Velobrücke Girhalden mit einem Nein-Anteil von knapp 55 Prozent ab. Für die Brücke, die im Richtplan vorgesehen ist, waren Kosten von 3,8 Millionen Franken veranschlagt. (Visualisierung: PD)

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