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Gemeinsam Arbeiten in Uster

Werkheim bezieht neues Inklusions-Zentrum

Per Ende November bezieht das Werkheim Uster das neue «Mehrwerk» im Lorenquartier in Uster. Die Werkheim-Mitarbeitenden unterstützten dabei die Umzugsarbeiten.

Philipp
Gämperli
Mittwoch, 24. November 2021, 10:59 Uhr Gemeinsam Arbeiten in Uster
Die Mehrwerk-Arbeiter unterstützten die Umzugsarbeiten, hier beim Malen mit der Firma Gigamaler.
Foto: PD

Im vergangenen Jahr kaufte das Werkheim Uster eine Liegenschaft im Lorenquartier, um ein Inklusions-Gewerbezentrum zu erschaffen. Darin sollen sich die Welten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung überschneiden. In diesen Tagen ist es so weit; die Mitarbeiter des Mehrwerks ziehen in das neue Gebäude, wie das Werkheim Uster in einer Mitteilung schreibt.

Das Werkheim Uster setzt sich unter anderem dafür ein, einen inklusiven Arbeitsraum zu schaffen, wo Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf gleichberechtigt und auf Augenhöhe zusammenarbeiten können.


Die Werkheim-Arbeiter übernahmen unterschiedliche Aufgaben im Rahmen des Umzugs. Sie unterstützten den Mehrwerk-Mieter «Gigamaler» bei den Malarbeiten und werden beim Aufbau der neuen Büromöbel mitarbeiten.

«Das Ziel ist es, Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf in den Arbeitsalltag zu integrieren», sagt Daniel Dietrich, Geschäftsbereichsleiter Betriebe. Dies geschehe vor allem durch die eingemieteten Firmen im Gewerbezentrum und den daraus entstehenden Berührungspunkten.

Zukünftig werde beispielsweise ein Empfang im neuen Gewerbezentrum eingerichtet, der von den Mehrwerk-Mitarbeitenden betrieben wird, sagt Dietrich. Dort würden unterschiedliche Dienstleistungen für die eingemieteten Firmen angeboten. Aber auch Arbeiten für Unternehmen in der Nachbarschaft könnten übernommen werden. Zudem ist ein Entsorgungs- und Recycling-Angebot geplant.

Neue Arbeitsweise in neuen Teams

Im neuen Gewerbezentrum gebe neu drei grosse Teams mit unterschiedlichem Inklusionsgrad. «So können sich Mitarbeitende beruflich weiterentwickeln, ohne sich von den Kolleginnen und Kollegen verabschieden zu müssen», sagt Katrin Roth Jenal, Fachverantwortliche Agogik. Die Teams könnten sich jedoch dem Bedarf entsprechend formieren, da die Rollen der Mitarbeitenden flexibel seien.

Die Mitarbeitenden könnten ihren Arbeitsplatz entsprechend ihren Stärken wählen und Neues ausprobieren. Dabei würden sie stets von Fachmitarbeitenden begleitet und erhalten mehr Verantwortung im Produktions- und Dienstleistungsprozess.

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